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Da kommt wohl keine Freude auf

Von Feierabend-Mitglied Montag 19.06.2023, 10:23 – geändert Montag 19.06.2023, 10:28

bei der russischen Bevölkerung, sofern die Info bei ihnen überhaupt ankommt: 32.000 Ex-Häftlinge frei, die von Prigoschin angeworben worden waren. Darunter Schwerverbrecher, die bis zu neun! Morde begingen.Ob Progoschin mit seiner Version überzeugt, bezüglich der Gefahren, die vermeintlich von ihnen ausgehen, ob sie nicht heruntergespielt sind, wage ich zu bezweifeln. Na ja, immerhin wird dann wieder Platz in den Gefängnissen für poliische Häftlinge, die zu "vorlaut" waren.

"Von den in russischen Gefängnissen angeworbenen Straftätern für den Kriegsdienst in der Ukraine sind nach Angaben der Privatarmee Wagner 32.000 Männer wieder nach Hause zurückgekehrt. Sie hätten ihren Vertrag und den Einsatz bei den Kämpfen erfüllt, sagte Prigoschin am Sonntag.

Frauen und Menschenrechtler hatten sich in der Vergangenheit besorgt gezeigt, dass so viele Straftäter, darunter Mörder und andere Gewalttäter, begnadigt und vorzeitig wieder auf die russische Gesellschaft losgelassen würden. Teils hatten die verurteilten Schwerverbrecher bereits neue Morde begangen.

Dagegen sieht der Wagner-Chef den Kriegsdienst auch als großes Resozialisierungsprogramm. Prigoschin behauptete in einer in seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Sprachnachricht, dass die Freigelassenen im Anschluss insgesamt nur 83 Verbrechen begangen hätten. Das seien 80 Mal weniger Straftaten als von jenen, die regulär nach Verbüßung ihrer Strafe auf freien Fuß kamen.

Wohl 20.000 Wagner-Söldner in Bachmut gefallen
Prigoschin, der ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putins ist, hatte die Häftlinge teils selbst in den Straflagern angeworben. Wer dann einen Vertrag für den Kriegseinsatz unterzeichnete, wurde von Putin begnadigt. Bedingung war, mindestens sechs Monate Kampfeinsätze in der Ukraine zu absolvieren.
Im März hatte Prigoschin die Zahl der entlassenen Ex-Häftlinge aus den Wagner-Reihen mit 5000 angegeben. Nach der Eroberung der ostukrainischen Stadt Bachmut hatte er auch mitgeteilt, dass er bei den Kämpfen dort 20.000 Männer verloren habe, davon allein 10.000 Ex-Häftlinge. In vielen Fällen hatte er sich dafür eingesetzt, dass die Verbrecher ein Begräbnis mit militärischen Ehren erhielten.

Menschenrechtler beklagen, dass Russland weiter massenhaft Straftäter in Gefängnissen für den Kriegsdienst anwirbt. Demnach nutzt inzwischen vor allem das Verteidigungsministerium den Strafvollzug für die Rekrutierung von Kämpfern. (dpa)"

www.tagesspiegel.de/ ... /32000-ex-haftlinge-frei-prigoschin-gibt-grosse-entlassungswelle-ehemaliger-wagner-kampfer-bekannt-10006264.html

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