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China zieht seine Grenzen neu

Von Feierabend-Mitglied 10.09.2023, 09:06 – geändert 10.09.2023, 09:07

und annektiert dabei russisches Territorium. Putin schweigt zu dieser Demütigung. Im Gegensatz zu anderen Ländern die China sich ebenfalls nach dieser Karte einverleibt hat. Die chinesischen Medien sprächen „offen über die Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und die Rückgabe dessen, was China war“.Also wollen sie das gleiche machen wie Putin mit der Ukraine. Ob das so manchen endlich die Augen öffnet, was für ein hungriger Wolf sich in ein Schafsfell kleidet. Ausserdem zeigt es deutlich wie die westlichen Sanktionen die Abhängigkeit Russlands von China verstärken und es damit schwächen.

Mehr dazu:
"Peking – Was für ein Affront: Die vom Ministerium für natürliche Ressourcen der Volksrepublik China Ende August offiziell herausgegebene neue Standardkarte markiert über 100 Quadratkilometer russischen Territoriums als chinesisches Hoheitsgebiet. China zog also ganz öffentlich seine Landesgrenzen einfach neu. Putin schweigt.

China demütigt Russland mit neuer Landkarte - und Putin muss es hinnehmen
Die Neuversion der Ende August 2023 veröffentlichten „nationalen Karte Chinas“ zeigt: Peking hat sich ganze Gebiete einverleibt und als chinesisch deklariert – darunter einen gesamten Bundesstaat Indiens und Teile Malaysias. Und eben auch die russische Hälfte von Bolschoi Ussurijski, einer Insel im nordöstlichen Teil des Landes. Im Gegensatz zu den Regierungen Indiens und Malaysias protestierte der Kreml jedoch nicht gegen die Landkarten und die damit verbundenen Gebietsansprüche, sondern hielt demütig still.

China zieht Grenzen neu und vereinnahmt russisches Territorium – Kreml schweigt
Die Insel war tatsächlich einmal unbestritten als Heixiazi Dao, sogenannte „Kragenbär-Insel“, chinesisches Territorium, bis die Sowjetunion im Zuge des sowjetisch-chinesischen Grenzkriegs 1929 die Insel okkupierte. In einem Abkommen vom 14. Oktober 2004 verpflichtete sich Russland dazu, die westliche Hälfte von Heixiazi Dao an China zurückzugeben. Doch auf den neuen Karten gehört die Insel am nordöstlichen Zipfel des Landes plötzlich wieder komplett zu China.

„Diese Karte wurde auf der Grundlage der nationalen Grenzen Chinas und verschiedener Länder der Welt erstellt“, schreibt die „Global Times“, die als Sprachrohr der chinesischen Regierung unter Aufsicht der Kommunistischen Partei veröffentlicht, auf X (ehemals Twitter).

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Experte sieht schweigende Zustimmung als Zeichen für „geschwächte Position“ Putins
Steve Tsang, Direktor des China Institute an der Londoner School of Oriental and Africa Studies, äußert sich in der Newsweek zum Schweigen der russischen Regierung. Es spiegele „die Priorität wider, die Putins Regierung der strategischen Partnerschaft“ mit China einräume, und zeige „die geschwächte Position“ Moskaus gegenüber Peking, „insbesondere seit dem problematischen russischen Einmarsch in der Ukraine“.

Westliche Sanktionen im Ukraine-Krieg: Russlands Abhängigkeit vom Handelspartner China
Xi Jinping gilt als international wichtigster Partner Moskaus und hat den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bisher nicht verurteilt. Wladimir Putin seinerseits ist seither stärker auf seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Peking angewiesen. China ist zu einem wichtigen Handelspartner geworden und erhält russisches Gas und Öl zu Sonderkonditionen. Gleichzeitig ist Russland zunehmend auf Importe von Industriegütern aus China angewiesen, die es aufgrund der Sanktionen nicht mehr im Westen kaufen kann. Der selbstbewusste Landkarten-Vorstoß der Volksrepublik verdeutlicht, wie abhängig Putin inzwischen von China geworden sein könnte.

Russlands Oppositionspolitiker Kasparow prophezeite Chinas territoriale Ansprüche
Der russische Oppositionspolitiker Garri Kasparow prophezeite bereits im Mai gegenüber Newsweek, dass China in Zukunft größere Ansprüche auf russisches Territorium erheben werde, vor allem wenn es, wie von ihm vorhergesagt, zu einem Zusammenbruch Russlands komme, den Peking ausnutzen könne. Xi könne dann versuchen, so Kasparow, die Ergebnisse historischer Verträge wiederherzustellen, die unterzeichnet wurden, „als China schwach war und Russland wie jede andere imperiale Macht versuchte, Teile Chinas abzutrennen“.

„China hat erhebliche territoriale Ansprüche auf Russland“, von Wladiwostok bis zum Baikalsee, sagte Kasparow, die chinesischen Medien sprächen „offen über die Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und die Rückgabe dessen, was China war“.

www.merkur.de/ ... /china-demuetigt-russland-neue-landkarte-putin-muss-es-hinnehmen-ukraine-krieg-grenzen-xi-jinping-92510207.html

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