»Der Krieg, den die USA und Israel gegen Iran entfesselt haben, hat für die Vereinigten Staaten einen tieferen geostrategischen Grund. Jenseits des Versuchs, im Mittleren Osten einen – aus ihrer Sicht – Störenfried zu beseitigen, geht es darum, Russland und vor allem dem Hauptfeind des US-Establishments, China, erheblichen Schaden zuzufügen. Iran ist nicht bloß – als Mitglied der BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit – allgemein ein Teil des russisch-chinesischen Koordinatensystems. Es hat Russland im Ukraine-Krieg unter die Arme gegriffen, etwa mit Drohnen, und es hat mit China eine auf 25 Jahre angelegte strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen. Gelingt es, in Teheran ein prowestliches Regime zu installieren, dann verlieren Moskau und Beijing dort einen wichtigen Kooperationspartner. Das gilt auch, wenn das Land im Chaos versinkt.
Aus der Perspektive Beijings gäbe es wohl zweierlei zu ergänzen. Das eine: Ökonomisch – und das ist es ja, was im Zweifelsfall zählt – ist Iran nicht das Schwerpunktland chinesischer Unternehmen am Persischen Golf; das sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Fiele Iran in Zukunft aus dem einen oder anderen Grund als Kooperationspartner für die Volksrepublik aus, wäre das – rein machtpolitisch gesprochen – ein schmerzhafter Schlag; ein Genickbruch für die chinesische Stellung am Golf aber wäre es nicht. Es sei denn, es gelänge Washington, Riad und Abu Dhabi zu zwingen, sich ebenfalls von Beijing zu lösen. Das aber ist, wenngleich es in diesen Zeiten nichts unvorstellbar ist, nicht in Sicht.
Und das andere: China hat Öl aus Venezuela bezogen. Dass die USA dies nun gestoppt haben, kann es verschmerzen. Das gälte auch für das Öl, das es aus Iran importiert hat, falls nun auch dort ein Washington höriges Regime an die Macht käme. Allerdings wird Trump dort nicht stoppen. Die Befürchtung etwa, die USA könnten die Straße von Malakka sperren, um die Volksrepublik von der Rohstoffversorgung abzuschneiden, treibt Chinas Strategen schon seit Jahrzehnten um. Irgendwo wird Beijing eine rote Linie ziehen müssen. Wo genau das sein und wie sie durchgesetzt werden wird – nun, man wird es sehen.......«
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Keine guten Aussichten wenn man bedenkt, in welches Inferno dieser Irre die Welt stürzen könnte.
»Irgendwo wird Beijing eine rote Linie ziehen müssen. Wo genau das sein und wie sie durchgesetzt werden wird – nun, man wird es sehen.«
Leider wird unser politisches Fachpersonal Trump dann bitten, ob sie Sanitätszelte aufbauen dürfen.
»Der Krieg, den die USA und Israel gegen Iran entfesselt haben, hat für die Vereinigten Staaten einen tieferen geostrategischen Grund. Jenseits des Versuchs, im Mittleren Osten einen – aus ihrer Sicht – Störenfried zu beseitigen, geht es darum, Russland und vor allem dem Hauptfeind des US-Establishments, China, erheblichen Schaden zuzufügen. Iran ist nicht bloß – als Mitglied der BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit – allgemein ein Teil des russisch-chinesischen Koordinatensystems. Es hat Russland im Ukraine-Krieg unter die Arme gegriffen, etwa mit Drohnen, und es hat mit China eine auf 25 Jahre angelegte strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen. Gelingt es, in Teheran ein prowestliches Regime zu installieren, dann verlieren Moskau und Beijing dort einen wichtigen Kooperationspartner. Das gilt auch, wenn das Land im Chaos versinkt.
Aus der Perspektive Beijings gäbe es wohl zweierlei zu ergänzen. Das eine: Ökonomisch – und das ist es ja, was im Zweifelsfall zählt – ist Iran nicht das Schwerpunktland chinesischer Unternehmen am Persischen Golf; das sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Fiele Iran in Zukunft aus dem einen oder anderen Grund als Kooperationspartner für die Volksrepublik aus, wäre das – rein machtpolitisch gesprochen – ein schmerzhafter Schlag; ein Genickbruch für die chinesische Stellung am Golf aber wäre es nicht. Es sei denn, es gelänge Washington, Riad und Abu Dhabi zu zwingen, sich ebenfalls von Beijing zu lösen. Das aber ist, wenngleich es in diesen Zeiten nichts unvorstellbar ist, nicht in Sicht.
Und das andere: China hat Öl aus Venezuela bezogen. Dass die USA dies nun gestoppt haben, kann es verschmerzen. Das gälte auch für das Öl, das es aus Iran importiert hat, falls nun auch dort ein Washington höriges Regime an die Macht käme. Allerdings wird Trump dort nicht stoppen. Die Befürchtung etwa, die USA könnten die Straße von Malakka sperren, um die Volksrepublik von der Rohstoffversorgung abzuschneiden, treibt Chinas Strategen schon seit Jahrzehnten um. Irgendwo wird Beijing eine rote Linie ziehen müssen. Wo genau das sein und wie sie durchgesetzt werden wird – nun, man wird es sehen.......«
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»Irgendwo wird Beijing eine rote Linie ziehen müssen. Wo genau das sein und wie sie durchgesetzt werden wird – nun, man wird es sehen.«
Leider wird unser politisches Fachpersonal Trump dann bitten, ob sie Sanitätszelte aufbauen dürfen.