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CDU und SPD finanzieren umstrittene Denkfabrik

Von Harvey11 Donnerstag 25.09.2025, 12:21

Die konservative Denkfabrik "Republik 21" war stets dagegen, dass NGOs mit staatlichen Geldern finanziert werden. Jetzt wird sie selbst zum Profiteur.

Die Regierungsparteien CDU und SPD haben der konservativen Denkfabrik "Republik 21" offenbar staatliche Fördermittel aus dem Bundeshaushalt verschafft. Wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) berichtet, sollen bereits im aktuellen Haushalt 250.000 Euro an die Organisation fließen. Die Zahl geht aus einer Beschlussvorlage von Union und SPD für die Ausschusssitzung hervor, die dem RND vorliegt.

Das Kuriose daran: Damit finanziert der Staat ausgerechnet eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich selbst immer dagegen ausgesprochen hat, dass NGOs öffentliche Gelder erhalten. Eine Finanzierung mit staatlichen Mitteln verzerre "den freien Wettbewerb der Ideen und Meinungen", argumentierte "Republik 21" erst im Sommer dieses Jahres.

Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören laut RND der Historiker Andreas Rödder, die frühere Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU), die frühere FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sowie der Ex-Landeschef der Bayern-FDP, Martin Hagen. Unter anderem Rödder und Schröder hatten den Verein vor vier Jahren gegründet. Hagen ist Geschäftsführer der Denkfabrik.

Sich selbst bezeichnet die Denkfabrik als "Thinktank für neue bürgerliche Politik". Das RND verortet "Republik 21" am rechten Rand der Union. Mehrere Äußerungen deuten allerdings darauf hin, dass die NGO noch weiter rechts zu verorten ist. So bekräftigte unter anderem Rödder wiederholt seine Position, eine Brandmauer zur AfD brauche es nicht.

Aus der Opposition hagelt es Kritik für die Förderung. "Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU bereitet offensichtlich aktiv die Zusammenarbeit mit der AfD vor. So muss man die Förderung des Vereins ,Republik21' verstehen", sagte der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch dem RND.
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Das Unionshündchen SPD läuft natürlich freudig hechelnd mit. Kein Wunder bei einer Partei unter Leitung des Seeheimer Kreis.
»Das RND verortet "Republik 21" am rechten Rand der Union.«
Man muss sich nur daran erinnern, dass sich die CDU als die Partei der Mitte bezeichnet. Tatsächlich aber passe da der Name Kristina Schröder sehr gut dazu. War sie es doch, die auf die Frage ob sie sich denn irgendwie aktiv an den "Demos gegen Rechts" beteiligen würde, geantwortet hat: "Nein, denn da würde ich ja gegen mich demonstrieren."

»Damit finanziert der Staat ausgerechnet eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich selbst immer dagegen ausgesprochen hat, dass NGOs öffentliche Gelder erhalten. Eine Finanzierung mit staatlichen Mitteln verzerre "den freien Wettbewerb der Ideen und Meinungen", argumentierte "Republik 21" erst im Sommer dieses Jahres.«
Spielt in dem Fall keine Rolle. Denn da wächst öffentlich zusammen, was schon längst zusammen ist.


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