Verteidigungsminister Boris Pistorius übt sich seit einiger Zeit in Zuversicht. Die Bundeswehr sei personell so stark wie seit Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr, sagt der SPD-Politiker. Er will zur Einführung des neuen Wehrdienstes einem verbreiteten Defätismus entgegenwirken und kann mit Recht auf eine gestiegene Zahl von Bewerber für die Truppe verweisen.
Der erste Jahresbericht des neuen Wehrbeauftragten Henning Otte spricht jedoch eine andere Sprache. Der CDU-Mann zeichnet das Bild eines Militärs, dessen zentrales Problem die Personallage ist. Die Truppe ist nicht nur zu klein, sondern auch falsch zusammengesetzt.
Tatsächlich ist die Bundeswehr im Schnitt zu alt. Ihr fehlen zudem Frauen. Deren Anteil an den Bewerbungen ist sogar rückläufig. Immer wieder gibt es Sexismus-Skandale wie im rheinland-pfälzischen Zweibrücken. Das ist an sich problematisch, aber auch für die weitere Rekrutierung. Die Strukturen begünstigen die Diskriminierung: Frauen, die in Verbänden oft deutlich in der Minderheit sind, werden von ihren Waffenbrüdern zu Opfern gemacht. Das schreckt weitere Frauen ab.
Ein weiteres Problem ist die Kopflastigkeit der Streitkräfte. Wenn das Verhältnis von einfachen Truppenangehörigen und Offiziere
fast eins zu eins ist, werden Landes- und Bündnisverteidigung objektiv schwierig.
Erst in ein paar Monaten wird zu sehen sein, wie hoch die Zahl derjenigen ist, die sich zum neuen Wehrdienst melden. Ein niedriger Wert könnte die Wiedereinführung der Wehrpflicht unausweichlich erscheinen lassen. Der quantitative Aus- und qualitative Umbau der Bundeswehr ist aber in jedem Fall ein jahrelanger Prozess. Er wird nicht in Gang kommen, und Pistorius ist machtlos, wenn nicht viele Deutsche die Landesverteidigung als kollektive Aufgabe betrachten. Frankfurter Rundschau 4.3.2026
Die Bundeswehr eine Alte Garde? Das muss nicht negativ sein. Napoleon konnte sich auf seine Alte Garde verlassen.
Zu wenig Frauen? Mit was will man die ködern? „Wir kümmern uns stündlich um sie“ kann falsch verstanden werden. Besonders von den Kameraden.
Und zu viele Offiziere? Weg mit dem schmückenden Flitterkram und rein in den Kampfanzug. Auch wenn der inzwischen etwas eng geworden ist.
Aber „der quantitative Aus- und qualitative Umbau der Bundeswehr ist in jedem Fall ein jahrelanger Prozess“.
Warum hat man denn vereinbart, dass 2030 die Russen kommen? Ist das nicht etwas früh? Man sollte doch besser mit Putin vereinbaren, dass es derzeit noch bessere Ziele für ihn gibt. Jetzt zu kommen wäre nicht fair.
Bis dahin passen auch den etwas molligen Offizieren der Kampfanzüge wieder besser.
Verteidigungsminister Boris Pistorius übt sich seit einiger Zeit in Zuversicht. Die Bundeswehr sei personell so stark wie seit Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr, sagt der SPD-Politiker. Er will zur Einführung des neuen Wehrdienstes einem verbreiteten Defätismus entgegenwirken und kann mit Recht auf eine gestiegene Zahl von Bewerber für die Truppe verweisen.
Der erste Jahresbericht des neuen Wehrbeauftragten Henning Otte spricht jedoch eine andere Sprache. Der CDU-Mann zeichnet das Bild eines Militärs, dessen zentrales Problem die Personallage ist. Die Truppe ist nicht nur zu klein, sondern auch falsch zusammengesetzt.
Tatsächlich ist die Bundeswehr im Schnitt zu alt. Ihr fehlen zudem Frauen. Deren Anteil an den Bewerbungen ist sogar rückläufig. Immer wieder gibt es Sexismus-Skandale wie im rheinland-pfälzischen Zweibrücken. Das ist an sich problematisch, aber auch für die weitere Rekrutierung. Die Strukturen begünstigen die Diskriminierung: Frauen, die in Verbänden oft deutlich in der Minderheit sind, werden von ihren Waffenbrüdern zu Opfern gemacht. Das schreckt weitere Frauen ab.
Ein weiteres Problem ist die Kopflastigkeit der Streitkräfte. Wenn das Verhältnis von einfachen Truppenangehörigen und Offiziere
fast eins zu eins ist, werden Landes- und Bündnisverteidigung objektiv schwierig.
Erst in ein paar Monaten wird zu sehen sein, wie hoch die Zahl derjenigen ist, die sich zum neuen Wehrdienst melden. Ein niedriger Wert könnte die Wiedereinführung der Wehrpflicht unausweichlich erscheinen lassen. Der quantitative Aus- und qualitative Umbau der Bundeswehr ist aber in jedem Fall ein jahrelanger Prozess. Er wird nicht in Gang kommen, und Pistorius ist machtlos, wenn nicht viele Deutsche die Landesverteidigung als kollektive Aufgabe betrachten. Frankfurter Rundschau 4.3.2026
Die Bundeswehr eine Alte Garde? Das muss nicht negativ sein. Napoleon konnte sich auf seine Alte Garde verlassen.
Zu wenig Frauen? Mit was will man die ködern? „Wir kümmern uns stündlich um sie“ kann falsch verstanden werden. Besonders von den Kameraden.
Und zu viele Offiziere? Weg mit dem schmückenden Flitterkram und rein in den Kampfanzug. Auch wenn der inzwischen etwas eng geworden ist.
Aber „der quantitative Aus- und qualitative Umbau der Bundeswehr ist in jedem Fall ein jahrelanger Prozess“.
Warum hat man denn vereinbart, dass 2030 die Russen kommen? Ist das nicht etwas früh? Man sollte doch besser mit Putin vereinbaren, dass es derzeit noch bessere Ziele für ihn gibt. Jetzt zu kommen wäre nicht fair.
Bis dahin passen auch den etwas molligen Offizieren der Kampfanzüge wieder besser.