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Bumerang für Autobauer

Von Harvey11 Montag 07.10.2024, 09:40 – geändert Montag 07.10.2024, 10:05

Für die deutsche Automobilindustrie könnten sich die am Freitag von der EU beschlossenen Zusatzzölle auf Elektrofahrzeuge aus China als Bumerang erweisen. Lobbyisten aus Industrie und Handel reagierten entsprechend missgelaunt auf die Entscheidung. Seit 2018 produzieren deutsche Autohersteller mehr Autos in China als in Deutschland. Auch deren Elektroautos würden also durch die Zölle teurer, erklärte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Mehr noch, die angekündigten Maßnahmen sähen vor, dass deutsche und europäische Hersteller, die aus China heraus in die EU exportieren, mit höheren Zöllen belastet werden als einzelne Wettbewerber aus China und den USA, erklärte Müller am Freitag.
Unter den Ökonomen hält der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, den Widerstand gegen die Ausgleichszölle auf chinesische E-Autos für falsch. Die deutsche Wirtschaft ziele zu stark auf kurzfristige Gewinne ab, dabei müsse »die EU ihren Wirtschaftsstandort schützen«. Es wäre ein »fataler Fehler, wenn es die EU ähnlich wie in der Solarbranche« zuließe, dass chinesische Produkte die europäischen vom Markt verdrängen, so Fratzscher.

An der Aussage von Fratzscher ist etwas dran. Es geht nur um den schnellen Euro und was morgen ist juckt nicht.
Es war die Wirtschaft, die einen Handel ohne Grenzen wollte. Darum wird ja die EU immer größer. Und wie wurde die Globalisierung bejubelt, uns als Segen verkauft.
Stimmt teilweise schon. Denn wenn ich die Preise vergleiche, dann kommen Produkte aus China immer besser weg. Vielleicht weil die keine Aktionäre bedienen müssen?
Nicht umsonst waren auch unsere Versandhäuser Großabnehmer von Produkten aus der DDR. Erstaunt war ich als ich meinen ersten Rechner, einen Schneider/Amstrad öffnete und innen lesen konnte: VEB Robotron Sömmerda. Der stammte aber nicht aus einem Katalog sondern von einem kleinen Geschäft in Köln.
Für Alles muss irgendwie bezahlt werden. Das merkt man jetzt, weil andere schneller gelernt haben und viel flexibler sind.
Also wieder her mit dem Protektionismus? Fratzscher sagt ja.


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