Union und SPD wollen das Bürgergeld umbauen: Im Fokus soll die Vermittlung in Arbeit stehen, Sanktionen bei Pflichtverletzungen werden verschärft. Was sagen Betroffene und Experten dazu?
Recherchen in verschiedenen Jobcentern zeigen aber auch: Zu den Jobverweigerern zählen gerade mal zwei bis vier Prozent aller Bürgergeldempfänger. "Die vielfach hitzig diskutierten Totalverweigerer gibt es in der Praxis so gut wie nicht", sagt Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters Aachen.
Das wird aber den Schreihälsen in der Union nicht gefallen. Die Tagesschau traut sich schon was.
In der Städteregion Aachen beziehen gut elf Prozent der Bevölkerung Bürgergeld. Bundesweit sind es laut Bundesagentur für Arbeit gut acht Prozent. Darunter sind nicht nur Arbeitslose, sondern auch sogenannte Aufstocker, die Arbeit haben, aber zu wenig verdienen.
Also weil unsere Regierungen Hungerlöhne genehmigt, Arbeitslose sogar zwingt solche Stellen anzunehmen, ist schon ein Skandal. Denn gleichzeitig zwingt sie so die Steuerzahler, deren Löhne zu übernehmen.
Aber, sagt der Chef des Jobcenters Aachen auch, dass die Pläne der wohl kommenden Koalition aus Union und SPD in die richtige Richtung gingen. "Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, mehr Leistungsbündelung in vereinfachter Form, eine ausreichende Finanzmittelausstattung der Jobcenter sowie eine Schärfung der Eigenverantwortung des Einzelnen sind grundsätzlich begrüßenswert", so der Leiter des Jobcenters Aachen.
Wobei mit Eigenverantwortung die Annahme jedes angebotenen Jobs gemeint ist. Denn wie sagte eine frühere Ministerin, die heute ihre Zeit in Brüssel ihre Zeit absitzt so überaus treffend: "Jeder Job, egal wie er bezahlt wird, ist gut. Denn er gibt den Menschen ihre Würde zurück."
Damit hat sie zugegeben, dass Arbeitslose keine Würde haben. Denn zurückgeben kann man doch nur etwas, was man vorher weggenommen hat.
Diese würdelose Behandlung habe ich oft erleben müssen, als ich Betroffene auf ihrem Weg zum Jobcenter als Berater und Zeuge begleitet habe.
Meine Kenntnisse in Stenografie waren mir auch dabei sehr nützlich.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von tagesschau.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Union und SPD wollen das Bürgergeld umbauen: Im Fokus soll die Vermittlung in Arbeit stehen, Sanktionen bei Pflichtverletzungen werden verschärft. Was sagen Betroffene und Experten dazu?
Recherchen in verschiedenen Jobcentern zeigen aber auch: Zu den Jobverweigerern zählen gerade mal zwei bis vier Prozent aller Bürgergeldempfänger. "Die vielfach hitzig diskutierten Totalverweigerer gibt es in der Praxis so gut wie nicht", sagt Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters Aachen.
Das wird aber den Schreihälsen in der Union nicht gefallen. Die Tagesschau traut sich schon was.
In der Städteregion Aachen beziehen gut elf Prozent der Bevölkerung Bürgergeld. Bundesweit sind es laut Bundesagentur für Arbeit gut acht Prozent. Darunter sind nicht nur Arbeitslose, sondern auch sogenannte Aufstocker, die Arbeit haben, aber zu wenig verdienen.
Also weil unsere Regierungen Hungerlöhne genehmigt, Arbeitslose sogar zwingt solche Stellen anzunehmen, ist schon ein Skandal. Denn gleichzeitig zwingt sie so die Steuerzahler, deren Löhne zu übernehmen.
Aber, sagt der Chef des Jobcenters Aachen auch, dass die Pläne der wohl kommenden Koalition aus Union und SPD in die richtige Richtung gingen. "Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, mehr Leistungsbündelung in vereinfachter Form, eine ausreichende Finanzmittelausstattung der Jobcenter sowie eine Schärfung der Eigenverantwortung des Einzelnen sind grundsätzlich begrüßenswert", so der Leiter des Jobcenters Aachen.
Wobei mit Eigenverantwortung die Annahme jedes angebotenen Jobs gemeint ist. Denn wie sagte eine frühere Ministerin, die heute ihre Zeit in Brüssel ihre Zeit absitzt so überaus treffend: "Jeder Job, egal wie er bezahlt wird, ist gut. Denn er gibt den Menschen ihre Würde zurück."
Damit hat sie zugegeben, dass Arbeitslose keine Würde haben. Denn zurückgeben kann man doch nur etwas, was man vorher weggenommen hat.
Diese würdelose Behandlung habe ich oft erleben müssen, als ich Betroffene auf ihrem Weg zum Jobcenter als Berater und Zeuge begleitet habe.
Meine Kenntnisse in Stenografie waren mir auch dabei sehr nützlich.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von tagesschau.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden