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Bis zum Frieden dauert’s noch

Von Harvey11 Mittwoch 20.08.2025, 09:41

Ukraine-Krieg: Nach Treffen im Weißen Haus am Montag herrscht Unklarheit über Putin-Selenskij-Gespräch. Waffenruhe keine Bedingung mehr

Das Thema eines Treffens von Wolodimir Selenskij und Wladimir Putin schon in dieser Woche ist offenbar vom Tisch. Nach einer Zusammenkunft von Regierungschefs größerer EU-Länder mit US-Präsident Donald Trump in Washington am Montag abend ist nun davon die Rede, dass ein solches Treffen innerhalb von zwei Wochen stattfinden könnte. Diese Erwartung äußerte jedenfalls Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der gleichzeitig seine Forderung erneuerte, es müsse vor solchen Gesprächen eine »bedingungslose Waffenruhe« an der ukrainischen Front geben. Diese Forderung wiederholt inzwischen nicht einmal mehr der ukrainische Präsident, der unter vier Augen mit Trump gesprochen hatte. Er sagte anschließend, er sei bereit, ohne jede Vorbedingung mit Putin zusammenzutreffen.

Das alte Spiel. Bevor über einen Frieden gesprochen werden könnte, müsste es eine bedingungslose Waffenruhe an der ukrainischen Front geben. Und das fordert ausgerechnet Merz, dem ein Frieden augenscheinlich nicht in den Kram passt.
Dabei weiß auch Putin, dass trotz der Waffenruhe die Waffenlieferungen weitergehen werden.
Dazu kommt: Dem Börsenportal finanzen.de konnte man am Dienstag entnehmen: »Die Anlegerstimmung im Rüstungssektor hat sich über Nacht gedreht.« Und Wallstreet Online titelte: »Friedenshoffnung belastet Rüstungswerte stark«. In der Tat verloren die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk und des Radarbauers Hensoldt am Dienstag über acht Prozent, die der Waffenschmiede Rheinmetall immerhin 5,6 Prozent an Wert.

Rettung für die Couponabschneider naht von einer »Koalition der Willigen«, die sich anschickt, den Krieg in der Ukraine mit diplomatischen Manövern am Laufen zu halten – oder zumindest dafür zu sorgen, dass die großen europäischen Mächte auch dann noch was in dem verheerten Land zu melden haben, wenn dort tatsächlich ein Frieden ausbrechen sollte.

So ein drohender Friede wäre finanziell nicht gut. Also Forderungen stellen.
Und für den Fall eines Friedensausbruch, die USA würden schon verhindern, dass die Europäer dort etwas zu melden hätten.
Weiter Krieg führen, das hat Trump ihnen ja erlaubt.


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