Von ehemaliges Mitglied
Dienstag 14.01.2025, 09:45
Das sehe ich auch so.
Das Unwort des Jahres will auf diskriminierende Begriffe aufmerksam machen. In diesem Jahr fiel die Wahl der Jury auf "biodeutsch". Das Wort werde zur Abwertung von Menschen verwendet und sei eine Form von Alltagsrassismus.
"Biodeutsch" ist das Unwort des Jahres 2024. Das Wort werde vor allem in den Sozialen Medien in rassistischer und nationalistischer Weise gebraucht, teilte die Jury der Sprachaktion in Marburg zur Begründung ihrer Wahl mit. "Die mit dem Gebrauch von biodeutsch einhergehende Unterteilung in angeblich 'echte' Deutsche und in Deutsche zweiter Klasse ist eine Form von Alltagsrassismus", erklärte die Jury.
Mit dem Wort werde eine rassistische, biologistische Form von Nationalität konstruiert, hieß es weiter in der Begründung. Ursprünglich sei der Begriff als satirischer Ausdruck verwendet worden, der mit dem Bio-Siegel als Güte-Siegel für ökologischen Anbau spielte. Doch seit mehreren Jahren sei eine nicht-satirische, also wörtlich gemeinte Verwendung festzustellen.
Auch Journalisten verwenden Begriff
Auch Deutsche mit Zuwanderungsgeschichte verwenden den Begriff, um Deutsche ohne Migrationshintergrund zu bezeichnen. Dabei ist er keineswegs immer ironisch gemeint, wie etwa die Neuen deutschen Medienmacher - eine Organisation von Journalisten mit und ohne Migrationshintergrund - in einem Glossar schreiben. Der Begriff werde "inzwischen aus Mangel an Alternativen mitunter ernsthaft verwendet". Allerdings räumen auch sie ein: "Viele so Bezeichnete lehnen den Begriff ab, weil in ihm die Vorstellung von Genetik mitschwingt."
Auch die heutige Antidiskriminierungsbeauftragte, Ferda Ataman, verwendete den Begriff 2020 in einer Spiegel-Kolumne mit dem Titel "Almanis - oder wie nennen wir Kartoffeln?".
Das sehe ich auch so.
Das Unwort des Jahres will auf diskriminierende Begriffe aufmerksam machen. In diesem Jahr fiel die Wahl der Jury auf "biodeutsch". Das Wort werde zur Abwertung von Menschen verwendet und sei eine Form von Alltagsrassismus.
"Biodeutsch" ist das Unwort des Jahres 2024. Das Wort werde vor allem in den Sozialen Medien in rassistischer und nationalistischer Weise gebraucht, teilte die Jury der Sprachaktion in Marburg zur Begründung ihrer Wahl mit. "Die mit dem Gebrauch von biodeutsch einhergehende Unterteilung in angeblich 'echte' Deutsche und in Deutsche zweiter Klasse ist eine Form von Alltagsrassismus", erklärte die Jury.
Mit dem Wort werde eine rassistische, biologistische Form von Nationalität konstruiert, hieß es weiter in der Begründung. Ursprünglich sei der Begriff als satirischer Ausdruck verwendet worden, der mit dem Bio-Siegel als Güte-Siegel für ökologischen Anbau spielte. Doch seit mehreren Jahren sei eine nicht-satirische, also wörtlich gemeinte Verwendung festzustellen.
Auch Journalisten verwenden Begriff
Auch Deutsche mit Zuwanderungsgeschichte verwenden den Begriff, um Deutsche ohne Migrationshintergrund zu bezeichnen. Dabei ist er keineswegs immer ironisch gemeint, wie etwa die Neuen deutschen Medienmacher - eine Organisation von Journalisten mit und ohne Migrationshintergrund - in einem Glossar schreiben. Der Begriff werde "inzwischen aus Mangel an Alternativen mitunter ernsthaft verwendet". Allerdings räumen auch sie ein: "Viele so Bezeichnete lehnen den Begriff ab, weil in ihm die Vorstellung von Genetik mitschwingt."
Auch die heutige Antidiskriminierungsbeauftragte, Ferda Ataman, verwendete den Begriff 2020 in einer Spiegel-Kolumne mit dem Titel "Almanis - oder wie nennen wir Kartoffeln?".
Quelle: tagesschau