Bürgergeld zieht Migranten an. Diese Behauptungen sind Aussagen aus dem Lager der Opposition und ein Teil der FDP.
Behauptung: Bürgergeld wollen nicht arbeiten - "die Statistik legt nahe, dass eine sechsstellige Zahl von Personen grundsätzlich nicht bereit ist, eine Arbeit anzunehmen." CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (Juli 2024 (Funke-Mediengruppe).
Fakt: In D erhalten etwa 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld. Davon sind 1,8 Milionen Kinder und Jugendliche. Über 2 Millionen sind aus anderen Gründen nicht für Arbeit verfügbar - wie etwa gesundheitliche Probleme (ältere Menschen) oder fehlende Betreeung für Kinder (Alleinerziehende).
Etwa 800.000 Menschen davon arbeiten allerdings durchaus, brauchen aber zusätzliches Geld vom Staat, um ihren Lebensunterhalt zu sichern (Aufstocker).
Rund 1,7 Millionen sind arbeitslos und könnten prinzipell arbeiten. Die meisten von ihnen haben jedoch keine ausreichende Ausbildung oder gesundheitliche Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren. Arbeitgeber scheuen oft das Risiko,, diese Menschen einzustellen, und wenn doch, endet die Beschäftigung häufig schnell wieder.
Nur ein Teil missbraucht das System und verweigert die Arbeit: 16.000 Menschen, das sind gerade mal 0,4 Prozent aller Bürgergeldbeziehenden. 16.000 Menschen Totalverweigerer 0,4%.
1,8 Mio. Kinder und Jugendliche sind Bürgergeldempfänger. 2 Mio. Menschen stehen dem Arbeitsmarkt nicht für (weitere) Arbeit zur Verfügung (Pflegende Angehörige (Frauen), Alleinerziehende). 800.000 davon sind Aufstocker, die mit ihrer Arbeit nicht ausreichend verdienen.
1,7Mio. Menschen beziehen Bürgergeld und könnten prinzipell arbeiten. Zwei Drittel haben keinen Berufsabschluss, die meisten haben gesundheitliche Probleme.
Politische Machtspiele und Augenwischer - BA Ministerpräsident Marcus Söder, CSU (Sept. 2023) : "Das Bürgergeld ist so hoch, dass es sich kaum mehr lohnt zu arbeiten".
Christian Dürr, FDP (August 2024, Bild)
"Angesichts der Inflationsentwicklung fällt das Bürgergeld aktuell 14 bis 20 Euro im Monat zu hoch aus." Die Tafeln sind bundesweit überfordert.
Behauptung: Bürgergeld zieht Migranten an
"62% Prozent der Familien im Bürgergeldbezug haben keinen deutschen Pass. Ihr Bürgergeld..... ist ein Migranten-Geld, ein Einwanderungsmagnet." Alice Weidel, AfD (Nov. 2023 im Bundestag)
Unter die Kategorie "Menschen mit Migrationshintergrund" definiert die Agentur für Arbeit auch Bürger, von denen der Geburtsort mindestens eines Elternteils außerhalb Deutschlands liegt mit einer Zuwanderung nach 1949 . Also auch Menschen mit deutschem Pass.
Im Vergleich mit anderen EU-Ländern haben sich die Sozialleistungen in Deutschlanf in den letzten zwei Jahrzehnten nicht überdurchschnittlich entwickelt. Frankreich und Italien geben z. B. mehr als 30 Prozent aus.
Hier wird u.a. auch das Ausmaß über Generation hinaus einer immer mehr bildungsfernen Pädagogik deutlich. Die Folge: Betriebe und große Unternehmen, die heute über Fachkräftemangel klagen, war nicht geneigt, junge Menschen auszubilden, und wenn doch, sie später mit prekären Verträgen einzustellen.
Bürgergeld zieht Migranten an. Diese Behauptungen sind Aussagen aus dem Lager der Opposition und ein Teil der FDP.
Behauptung: Bürgergeld wollen nicht arbeiten - "die Statistik legt nahe, dass eine sechsstellige Zahl von Personen grundsätzlich nicht bereit ist, eine Arbeit anzunehmen." CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (Juli 2024 (Funke-Mediengruppe).
Fakt: In D erhalten etwa 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld. Davon sind 1,8 Milionen Kinder und Jugendliche. Über 2 Millionen sind aus anderen Gründen nicht für Arbeit verfügbar - wie etwa gesundheitliche Probleme (ältere Menschen) oder fehlende Betreeung für Kinder (Alleinerziehende).
Etwa 800.000 Menschen davon arbeiten allerdings durchaus, brauchen aber zusätzliches Geld vom Staat, um ihren Lebensunterhalt zu sichern (Aufstocker).
Rund 1,7 Millionen sind arbeitslos und könnten prinzipell arbeiten. Die meisten von ihnen haben jedoch keine ausreichende Ausbildung oder gesundheitliche Probleme, die eine Arbeitsaufnahme erschweren. Arbeitgeber scheuen oft das Risiko,, diese Menschen einzustellen, und wenn doch, endet die Beschäftigung häufig schnell wieder.
Nur ein Teil missbraucht das System und verweigert die Arbeit: 16.000 Menschen, das sind gerade mal 0,4 Prozent aller Bürgergeldbeziehenden. 16.000 Menschen Totalverweigerer 0,4%.
1,8 Mio. Kinder und Jugendliche sind Bürgergeldempfänger. 2 Mio. Menschen stehen dem Arbeitsmarkt nicht für (weitere) Arbeit zur Verfügung (Pflegende Angehörige (Frauen), Alleinerziehende). 800.000 davon sind Aufstocker, die mit ihrer Arbeit nicht ausreichend verdienen.
1,7Mio. Menschen beziehen Bürgergeld und könnten prinzipell arbeiten. Zwei Drittel haben keinen Berufsabschluss, die meisten haben gesundheitliche Probleme.
Politische Machtspiele und Augenwischer - BA Ministerpräsident Marcus Söder, CSU (Sept. 2023) : "Das Bürgergeld ist so hoch, dass es sich kaum mehr lohnt zu arbeiten".
Christian Dürr, FDP (August 2024, Bild)
"Angesichts der Inflationsentwicklung fällt das Bürgergeld aktuell 14 bis 20 Euro im Monat zu hoch aus." Die Tafeln sind bundesweit überfordert.
Behauptung: Bürgergeld zieht Migranten an
"62% Prozent der Familien im Bürgergeldbezug haben keinen deutschen Pass. Ihr Bürgergeld..... ist ein Migranten-Geld, ein Einwanderungsmagnet." Alice Weidel, AfD (Nov. 2023 im Bundestag)
Unter die Kategorie "Menschen mit Migrationshintergrund" definiert die Agentur für Arbeit auch Bürger, von denen der Geburtsort mindestens eines Elternteils außerhalb Deutschlands liegt mit einer Zuwanderung nach 1949 . Also auch Menschen mit deutschem Pass.
Im Vergleich mit anderen EU-Ländern haben sich die Sozialleistungen in Deutschlanf in den letzten zwei Jahrzehnten nicht überdurchschnittlich entwickelt. Frankreich und Italien geben z. B. mehr als 30 Prozent aus.
www.deutschlandfunk.de/ ... /buergergeld-vorurteile-fakten
Hier wird u.a. auch das Ausmaß über Generation hinaus einer immer mehr bildungsfernen Pädagogik deutlich. Die Folge: Betriebe und große Unternehmen, die heute über Fachkräftemangel klagen, war nicht geneigt, junge Menschen auszubilden, und wenn doch, sie später mit prekären Verträgen einzustellen.