Ein interessanter Artikel zu einem Interview mit Baerbock:
"Die Außenministerin kann sich eine Schutztruppe mit deutscher Beteiligung für Gaza vorstellen. Hinter Sahra Wagenknecht sieht sie russische Propaganda, deren Partei „riskiert die Sicherheit unseres Landes“.
Deutsche Soldaten könnten sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Friedenssicherung im Gazastreifen beteiligen. Das deutete die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in einem Interview mit dem „Stern“ an. „Frieden braucht internationale Sicherheitsgarantien, dass von Gaza nie wieder Terror gegen Israel ausgeht. Und dass die Palästinenser sicher in einem eigenen Staat leben können“, sagte die 43-Jährige. Deutschland werde als „einer der engsten Freunde, denen Israel absolut vertrauen kann“ einen Beitrag leisten.
Baerbock verwies in dem Gespräch über einen möglichen Einsatz deutscher Soldaten in einer Schutztruppe im Gazastreifen auf die deutsche Nachkriegsgeschichte: Die Aliierten hätten damals „durch ihre Präsenz unseren Nachbarn die Sicherheit garantiert, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen wird. Und damit den Grundstein gelegt, dass wir heute seit Jahrzehnten in Frieden mit unseren Nachbarn leben“, sagte Baerbock.
Scharfe Kritik nach Interview
Am Wochenende war die deutsche Außenministerin wegen eines Interviews nach dem Tod des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah durch israelische Angriffe im Libanon scharf kritisiert worden. „Es droht die Destabilisierung des gesamten Libanons“, sagte Baerbock. „Und das ist in keinster Weise im Interesse Israels“. Sie unterschied dabei zwischen einer „Militärlogik mit Blick auf die Zerstörung von Terroristen“ und einer „Sicherheitslogik“. Nach dem Interview stellte ein Sprecher des Außenministeriums klar, Baerbock sehe in Nasrallah einen „Mörder und Terroristen“.
Mehrere deutsche Politiker kritisierten die Außenministerin für das Interview, der bayerische CSU-Generalsekretär Martin Huber forderte ihren Rücktritt. Baerbock stichelte am Montag gegen die zunehmenden Angriffe der bayerischen Konservativen auf die Grünen. Bei CSU-Ministerpräsident Markus Söder denke sie an einen „Teenagerjungen, der irgendwie nicht verkraften kann, dass seine große Liebe irgendwie woanders hingegangen ist“, sagte sie.
Aber auch eine andere deutsche Partei griff die Außenministerin an: das Bündnis Sahra Wagenknecht. Die Erfolge bei den Landtagswahlen Brandenburg, Thüringen und Sachsen würden den Erfolg russischer Propaganda auf deutschem Boden belegen. „Wenn damit auch noch Parteien gewinnen, die autokratischem Denken näherstehen als unserem deutschen Grundgesetz, dann riskiert das die Sicherheit unseres Landes“, sagte Baerbock.
Spionage für China?
Ein Sicherheitsrisiko soll auch ein Ex-Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten bei der EU-Wahl, Maximilian Krah, gewesen sein. Am Dienstag wurde in Leipzig eine chinesische Frau festgenommen, die über ihren Job am Flughafen die deutsche Rüstungsindustrie ausspioniert haben soll. Sie habe Krahs chinesischstämmigen Ex-Mitarbeiter zugearbeitet, glauben die deutschen Ermittler. (zot) "
Ein interessanter Artikel zu einem Interview mit Baerbock:
"Die Außenministerin kann sich eine Schutztruppe mit deutscher Beteiligung für Gaza vorstellen. Hinter Sahra Wagenknecht sieht sie russische Propaganda, deren Partei „riskiert die Sicherheit unseres Landes“.
Deutsche Soldaten könnten sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Friedenssicherung im Gazastreifen beteiligen. Das deutete die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in einem Interview mit dem „Stern“ an. „Frieden braucht internationale Sicherheitsgarantien, dass von Gaza nie wieder Terror gegen Israel ausgeht. Und dass die Palästinenser sicher in einem eigenen Staat leben können“, sagte die 43-Jährige. Deutschland werde als „einer der engsten Freunde, denen Israel absolut vertrauen kann“ einen Beitrag leisten.
Baerbock verwies in dem Gespräch über einen möglichen Einsatz deutscher Soldaten in einer Schutztruppe im Gazastreifen auf die deutsche Nachkriegsgeschichte: Die Aliierten hätten damals „durch ihre Präsenz unseren Nachbarn die Sicherheit garantiert, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen wird. Und damit den Grundstein gelegt, dass wir heute seit Jahrzehnten in Frieden mit unseren Nachbarn leben“, sagte Baerbock.
Scharfe Kritik nach Interview
Am Wochenende war die deutsche Außenministerin wegen eines Interviews nach dem Tod des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah durch israelische Angriffe im Libanon scharf kritisiert worden. „Es droht die Destabilisierung des gesamten Libanons“, sagte Baerbock. „Und das ist in keinster Weise im Interesse Israels“. Sie unterschied dabei zwischen einer „Militärlogik mit Blick auf die Zerstörung von Terroristen“ und einer „Sicherheitslogik“. Nach dem Interview stellte ein Sprecher des Außenministeriums klar, Baerbock sehe in Nasrallah einen „Mörder und Terroristen“.
Mehrere deutsche Politiker kritisierten die Außenministerin für das Interview, der bayerische CSU-Generalsekretär Martin Huber forderte ihren Rücktritt. Baerbock stichelte am Montag gegen die zunehmenden Angriffe der bayerischen Konservativen auf die Grünen. Bei CSU-Ministerpräsident Markus Söder denke sie an einen „Teenagerjungen, der irgendwie nicht verkraften kann, dass seine große Liebe irgendwie woanders hingegangen ist“, sagte sie.
Aber auch eine andere deutsche Partei griff die Außenministerin an: das Bündnis Sahra Wagenknecht. Die Erfolge bei den Landtagswahlen Brandenburg, Thüringen und Sachsen würden den Erfolg russischer Propaganda auf deutschem Boden belegen. „Wenn damit auch noch Parteien gewinnen, die autokratischem Denken näherstehen als unserem deutschen Grundgesetz, dann riskiert das die Sicherheit unseres Landes“, sagte Baerbock.
Spionage für China?
Ein Sicherheitsrisiko soll auch ein Ex-Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten bei der EU-Wahl, Maximilian Krah, gewesen sein. Am Dienstag wurde in Leipzig eine chinesische Frau festgenommen, die über ihren Job am Flughafen die deutsche Rüstungsindustrie ausspioniert haben soll. Sie habe Krahs chinesischstämmigen Ex-Mitarbeiter zugearbeitet, glauben die deutschen Ermittler. (zot) "