Außerhalb der BRD ziemlich selbstverständlich: Politischer Streik gegen den Kürzungskurs der Regierung. Dreitägiger Protest hat die Wirtschaft hart getroffen
»Gähnend leere Bahnsteige in Mechelen. In Brüssel fuhr morgens kein einziger Bus. Am internationalen Flughafen in Zaventem blieben alle Passagierflüge am Boden. An die hundert Seeschiffe warteten in Gent, Antwerpen und Zeebrugge vergeblich auf die Ein- oder Ausfahrt. Prominentestes Opfer war die aus Hamburg kommende »Aida nova«. Über die Hälfte aller Betriebe erwartete am Mittwoch Behinderungen, bei jedem Zehnten stand die Produktion komplett still. Am Abend endete in Belgien der drei Tage dauernde Protest der Gewerkschaften gegen die »unsozialen Vorschläge« der Regierung.
Am Montag hatten Premierminister Bart De Wever und seine sogenannte Arizona-Koalition endgültig ihren Kürzungshaushalt verabschiedet. Den angekündigten Streiks zum Trotz. Das provozierte die Gewerkschaften zusätzlich. »Die Einigung wirkt wie ein rotes Tuch auf einen Stier«, warnte der Vorsitzende der flämischen, sozialistischen Gewerkschaft ABVV, Bert Engelaar, am Dienstag in einem Interview mit der Tageszeitung Het Nieuwsblad. Der Nah- und Fernverkehr stand an den drei Tagen an vielen Orten praktisch still. Am Dienstag betraf der Streik den gesamten öffentlichen Dienst, einschließlich der Schulen und Kitas. Am Mittwoch dann landesweit alle Sektoren, auch die Privatwirtschaft..........«
Schön, dass hier Ruhe die erste Bürgerpflicht ist.
Immerhin dürfen wir alle paar Jahre wählen. Haben aber ansonsten unsere Klappen zu halten. Sonst könnten wir einen Polizeiknüppel zu spüren bekommen.
Darum nehmen wir ja auch den sozialen Kahlschlagt hin. Denn uns trifft er ja nicht.
Davon können aber diejenigen, die jeden Tag ihre acht Stunden arbeiten, von ihrem Lohn aber nicht leben können, ein anderes Lied singen. Und die werden immer mehr.
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Außerhalb der BRD ziemlich selbstverständlich: Politischer Streik gegen den Kürzungskurs der Regierung. Dreitägiger Protest hat die Wirtschaft hart getroffen
»Gähnend leere Bahnsteige in Mechelen. In Brüssel fuhr morgens kein einziger Bus. Am internationalen Flughafen in Zaventem blieben alle Passagierflüge am Boden. An die hundert Seeschiffe warteten in Gent, Antwerpen und Zeebrugge vergeblich auf die Ein- oder Ausfahrt. Prominentestes Opfer war die aus Hamburg kommende »Aida nova«. Über die Hälfte aller Betriebe erwartete am Mittwoch Behinderungen, bei jedem Zehnten stand die Produktion komplett still. Am Abend endete in Belgien der drei Tage dauernde Protest der Gewerkschaften gegen die »unsozialen Vorschläge« der Regierung.
Am Montag hatten Premierminister Bart De Wever und seine sogenannte Arizona-Koalition endgültig ihren Kürzungshaushalt verabschiedet. Den angekündigten Streiks zum Trotz. Das provozierte die Gewerkschaften zusätzlich. »Die Einigung wirkt wie ein rotes Tuch auf einen Stier«, warnte der Vorsitzende der flämischen, sozialistischen Gewerkschaft ABVV, Bert Engelaar, am Dienstag in einem Interview mit der Tageszeitung Het Nieuwsblad. Der Nah- und Fernverkehr stand an den drei Tagen an vielen Orten praktisch still. Am Dienstag betraf der Streik den gesamten öffentlichen Dienst, einschließlich der Schulen und Kitas. Am Mittwoch dann landesweit alle Sektoren, auch die Privatwirtschaft..........«
Schön, dass hier Ruhe die erste Bürgerpflicht ist.
Immerhin dürfen wir alle paar Jahre wählen. Haben aber ansonsten unsere Klappen zu halten. Sonst könnten wir einen Polizeiknüppel zu spüren bekommen.
Darum nehmen wir ja auch den sozialen Kahlschlagt hin. Denn uns trifft er ja nicht.
Davon können aber diejenigen, die jeden Tag ihre acht Stunden arbeiten, von ihrem Lohn aber nicht leben können, ein anderes Lied singen. Und die werden immer mehr.
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