Von Harvey11
Mittwoch 08.10.2025, 10:45 – geändert Mittwoch 08.10.2025, 10:46
Berlin mit Aktionsplan Entwicklungshilfe
»Sogenannte Entwicklungshilfe, im Sensibel-Neusprech Entwicklungszusammenarbeit, war für den kollektiven Westen stets Ergänzung militärischer Zertrümmerung unbotmäßiger Kolonien. Die »Hilfe«, die stets zum größten Teil aus rückzahlbaren Bankkrediten besteht, hat das »Entwicklungs«-Ministerium in Aufträge für die deutsche Industrie zu verwandeln. Man hatte viel Erfahrung mit solchen staatlichen Konjunkturprogrammen für die BRD-Industrie, als die DDR zu erobern war.
Kaum war deren Anschluss vollzogen, tauchte folgerichtig auch die Bundeswehr etwa in Afrika auf. Der erste Kriegsminister, der sie dorthin schickte, Volker Rühe, fiel 1993 symbolträchtig in den somalischen Dreck. Seitdem gibt es dort keinen Staat mehr. Jüngst musste die deutsche Hilfstruppe für Frankreichs Kolonialreich aus Mali und Niger herausgeworfen werden. Am Desinteresse des deutschen Kapitals am Handel mit Afrika hatte sie ohnehin nichts geändert. Am Dienstag berichtete Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) bei der Veranstaltung zur Vorstellung ihres »Aktionsplans« mit dem hohlen Titel »Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit«, bei Amtsantritt habe sie festgestellt, dass zwei Prozent des deutschen Außenhandels auf Afrika entfielen. Also nichts. Das ist seit Jahrzehnten so, aber eine deutsche Ministerin muss das nicht wissen. Sie habe dann einen Minister aus Nigeria empfangen und dabei sei es nur um Handel gegangen. Vermutlich bestand der Herr auf Gleichberechtigung, also auf Unverschämtheiten. Die deutsche Maschinenbauindustrie macht im übrigen von sich aus einen weiten Bogen um fast ganz Afrika. Die Folge: Der Chef des Dortmunder Maschinenbauers Wilo, Oliver Hermes, befand am Dienstag auf Alabali Radovans Veranstaltung: »Der Sahel ist an Russland verloren, Zentralafrika an China.« Pumpen werde er noch los, denn Wasser und Energie seien die großen Fragen im Süden......«
Das trifft tief. Immer weniger wollen mit uns spielen. Mit uns und immer mehr Westlern. Dumm, wenn die eigenen Pläne enttarnt werden.
Vielleicht erreichen die Deutschen ja wieder etwas mit der stärksten Armee in Europa, die Merz schaffen will.
Bis dahin muss ich darüber schmunzeln:
»Seufzend stellte Friedrich Merz am 3. Oktober in seiner Rede zu 35 Jahre DDR-Anschluss fest: "Die Ausstrahlungskraft dessen, was wir den freien Westen nennen, nimmt jedenfalls erkennbar ab."«
Der freie Westen ist offenbar für viele gar nicht so frei. Der Lack ist ab.
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Berlin mit Aktionsplan Entwicklungshilfe
»Sogenannte Entwicklungshilfe, im Sensibel-Neusprech Entwicklungszusammenarbeit, war für den kollektiven Westen stets Ergänzung militärischer Zertrümmerung unbotmäßiger Kolonien. Die »Hilfe«, die stets zum größten Teil aus rückzahlbaren Bankkrediten besteht, hat das »Entwicklungs«-Ministerium in Aufträge für die deutsche Industrie zu verwandeln. Man hatte viel Erfahrung mit solchen staatlichen Konjunkturprogrammen für die BRD-Industrie, als die DDR zu erobern war.
Kaum war deren Anschluss vollzogen, tauchte folgerichtig auch die Bundeswehr etwa in Afrika auf. Der erste Kriegsminister, der sie dorthin schickte, Volker Rühe, fiel 1993 symbolträchtig in den somalischen Dreck. Seitdem gibt es dort keinen Staat mehr. Jüngst musste die deutsche Hilfstruppe für Frankreichs Kolonialreich aus Mali und Niger herausgeworfen werden. Am Desinteresse des deutschen Kapitals am Handel mit Afrika hatte sie ohnehin nichts geändert. Am Dienstag berichtete Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) bei der Veranstaltung zur Vorstellung ihres »Aktionsplans« mit dem hohlen Titel »Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit«, bei Amtsantritt habe sie festgestellt, dass zwei Prozent des deutschen Außenhandels auf Afrika entfielen. Also nichts. Das ist seit Jahrzehnten so, aber eine deutsche Ministerin muss das nicht wissen. Sie habe dann einen Minister aus Nigeria empfangen und dabei sei es nur um Handel gegangen. Vermutlich bestand der Herr auf Gleichberechtigung, also auf Unverschämtheiten. Die deutsche Maschinenbauindustrie macht im übrigen von sich aus einen weiten Bogen um fast ganz Afrika. Die Folge: Der Chef des Dortmunder Maschinenbauers Wilo, Oliver Hermes, befand am Dienstag auf Alabali Radovans Veranstaltung: »Der Sahel ist an Russland verloren, Zentralafrika an China.« Pumpen werde er noch los, denn Wasser und Energie seien die großen Fragen im Süden......«
Das trifft tief. Immer weniger wollen mit uns spielen. Mit uns und immer mehr Westlern. Dumm, wenn die eigenen Pläne enttarnt werden.
Vielleicht erreichen die Deutschen ja wieder etwas mit der stärksten Armee in Europa, die Merz schaffen will.
Bis dahin muss ich darüber schmunzeln:
»Seufzend stellte Friedrich Merz am 3. Oktober in seiner Rede zu 35 Jahre DDR-Anschluss fest: "Die Ausstrahlungskraft dessen, was wir den freien Westen nennen, nimmt jedenfalls erkennbar ab."«
Der freie Westen ist offenbar für viele gar nicht so frei. Der Lack ist ab.
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