Von Harvey11
Mittwoch 01.10.2025, 10:14 – geändert Mittwoch 01.10.2025, 15:36
Kritik an Dobrindts Drohnenabwehr
»In die Wirtschaft kommt kein Schwung, das Wahlvolk wählt zum großen Teil falsch, reagiert auf die Regierungstätigkeit überhaupt mürrisch, und jetzt fliegen auch noch überall Drohnenschwärme herum. Keiner weiß, woher sie kommen, andererseits wissen im Polituniversum alle: Es sind russische. Ruhe an der Heimatfront sieht anders aus. Musterfall: An die 40 Spezialkräfte des niedersächsischen Landeskriminalamts stürmten am 7. September in Kiel einen »Schattenflotten«-Kahn wegen »Putin-Spionage« (Focus) und veranstalteten eine »Drohnenrazzia« (Süddeutsche Zeitung). Seitdem hat die Öffentlichkeit nichts mehr von der »Scanlark« gehört, obwohl sie noch in Kiel liegt. Hat mit Piraterie nichts zu tun, Deutschland wehrt sich bloß. Waffenlieferungen an die Ukraine oder an Israel sind auch nur Abwehr – so wie 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan. Aber dann kommt Friedrich Merz am Montag abend mit: »Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.« Der Mann hat großes Talent für politische Klarheit.
Diesmal kam seinem Willen zu Blut und Eisen in Billionen-Euro-Dimensionen die Angstmacherei dazwischen. Erst 2029 greift ja nach bisheriger NATO-Festlegung Russland an. Das haben nun die Drohnen und anderes angeblich von Moskau Gelenktes um vier Jahre verkürzt. Mit dem Merzschen Mischmasch aus Krakeel über »stärkste Armee«, Führung in der EU plus Unabhängigkeit von den USA hier und steigernder Angstschweißproduktion dort wird die allgemeine Stimmung im Griesgram belassen und im kommenden Jahr der fünf Landtagswahlen ein Schlager der Opposition sein. Wie wäre es, einfach die geplante Stationierung neuer US-Angriffsraketen sein zu lassen? Davor Angst zu haben, ist berechtigt. Vor allem aber: Merz destabilisiert die Heimatfront. Deutschland sei doch längst am Ukraine-Krieg beteiligt, wundert sich Moskau und fügt höflich »indirekt« an. Da hat es einen Punkt..........«
Manchmal denke ich, diesen Hype um die Drohnen kommt unserer Bundesregierung nicht ungelegen. Das lenkt so schön ab.
Langsam verliert aber der Kanzler seine Ruhe.
Seit dem Tag, an dem sich Hinz und Kunz so ein Ding im Katalog bestellen konnte, wird darüber gesprochen. Mal flogen sie über fremde Gärten und filmten die Nachbarin beim Sonnenbad, mal kam sie auf Rhein-Main den Flugzeugen zu nahe.
Heute werden sie von den Russen gesteuert.
Was mich ahnen lässt: Der Russe steht nicht vor der Tür, der ist bereits hier und beobachtet uns.
Gestern habe ich mir übrigens mein Reiseziel in Dänemark angesehen.
Erst mit Google Earth gesucht, dann Street View aktiviert und schon konnte ich in den Straßen bummeln. Jetzt weiß ich wo welche Geschäfte und wo welche Restaurants sind. Ich stand quasi schon davor. Und das ohne Drohne.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Kritik an Dobrindts Drohnenabwehr
»In die Wirtschaft kommt kein Schwung, das Wahlvolk wählt zum großen Teil falsch, reagiert auf die Regierungstätigkeit überhaupt mürrisch, und jetzt fliegen auch noch überall Drohnenschwärme herum. Keiner weiß, woher sie kommen, andererseits wissen im Polituniversum alle: Es sind russische. Ruhe an der Heimatfront sieht anders aus. Musterfall: An die 40 Spezialkräfte des niedersächsischen Landeskriminalamts stürmten am 7. September in Kiel einen »Schattenflotten«-Kahn wegen »Putin-Spionage« (Focus) und veranstalteten eine »Drohnenrazzia« (Süddeutsche Zeitung). Seitdem hat die Öffentlichkeit nichts mehr von der »Scanlark« gehört, obwohl sie noch in Kiel liegt. Hat mit Piraterie nichts zu tun, Deutschland wehrt sich bloß. Waffenlieferungen an die Ukraine oder an Israel sind auch nur Abwehr – so wie 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan. Aber dann kommt Friedrich Merz am Montag abend mit: »Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.« Der Mann hat großes Talent für politische Klarheit.
Diesmal kam seinem Willen zu Blut und Eisen in Billionen-Euro-Dimensionen die Angstmacherei dazwischen. Erst 2029 greift ja nach bisheriger NATO-Festlegung Russland an. Das haben nun die Drohnen und anderes angeblich von Moskau Gelenktes um vier Jahre verkürzt. Mit dem Merzschen Mischmasch aus Krakeel über »stärkste Armee«, Führung in der EU plus Unabhängigkeit von den USA hier und steigernder Angstschweißproduktion dort wird die allgemeine Stimmung im Griesgram belassen und im kommenden Jahr der fünf Landtagswahlen ein Schlager der Opposition sein. Wie wäre es, einfach die geplante Stationierung neuer US-Angriffsraketen sein zu lassen? Davor Angst zu haben, ist berechtigt. Vor allem aber: Merz destabilisiert die Heimatfront. Deutschland sei doch längst am Ukraine-Krieg beteiligt, wundert sich Moskau und fügt höflich »indirekt« an. Da hat es einen Punkt..........«
Manchmal denke ich, diesen Hype um die Drohnen kommt unserer Bundesregierung nicht ungelegen. Das lenkt so schön ab.
Langsam verliert aber der Kanzler seine Ruhe.
Seit dem Tag, an dem sich Hinz und Kunz so ein Ding im Katalog bestellen konnte, wird darüber gesprochen. Mal flogen sie über fremde Gärten und filmten die Nachbarin beim Sonnenbad, mal kam sie auf Rhein-Main den Flugzeugen zu nahe.
Heute werden sie von den Russen gesteuert.
Was mich ahnen lässt: Der Russe steht nicht vor der Tür, der ist bereits hier und beobachtet uns.
Gestern habe ich mir übrigens mein Reiseziel in Dänemark angesehen.
Erst mit Google Earth gesucht, dann Street View aktiviert und schon konnte ich in den Straßen bummeln. Jetzt weiß ich wo welche Geschäfte und wo welche Restaurants sind. Ich stand quasi schon davor. Und das ohne Drohne.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden