Bewegungsmangel beim Nachwuchs. Von Nichtschwimmern, Sportmuffeln und viel zu frühem Übergewicht
»Wenn dieser Tage die neuen ABC-Schützen ihre süßen Tüten schleppen, sind darin unsichtbare Erwartungen von Mama, Papa, Oma und Opa enthalten. Ihre Erstklässler sollen in der neuen Umgebung bitte nicht nur aus der Fibel lernen und das kleine Einmaleins, sondern zugleich ihren kindlichen Bewegungsdrang gründlich ausleben dürfen. Ein schlichter Wunsch, schließlich sollten Sport und Spiel in der Grundschule und darüber hinaus ein dauernder, natürlicher Begleiter sein. Die Schulzeit als ideale Gelegenheit, sportliche Betätigung als Lebenselixier zu entdecken und individuell herauszufinden, welche Disziplinen ganz besonders viel Spaß bringen, welche eher nicht zu den Favoriten gehören und in welchen ungeahnte Talente sichtbar werden. Sportliche Selbsterkenntnis als Lernziel fürs Leben, wenn geturnt, gerannt, gesprungen oder ins Schwimmbecken eingetaucht wird.
Apropos: So manches Kind betritt die Grundschule als wasserscheues Wesen, weiß Christopher Dolz von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). »Da haben die Eltern zu Hause einiges versäumt«, berichtet er gegenüber jW. »Das ist erstaunlich. Kopf und Körper unter Wasser, so etwas kann man locker zu Hause in der Badewanne ausprobieren.« Ohne solche Vorübungen muss der Schwimmunterricht doppelt schwerfallen – falls das »nasse Element« überhaupt im Lehrplan vorkommt. Die Konferenz der Kultusminister (KMK) verabschiedete 2017 »Handlungsempfehlungen« für die Bundesländer mit dem Ziel, dass alle Zehn- bis Zwölfjährigen sicher schwimmen können sollen. Die Realität sieht anders aus.«............
Immer weniger Schwimmbäder, kaum noch Sportunterricht in den Schulen, Bombardierung mit Werbung für Zuckerzeug und Zuckergesöff für Kinder usw usw. Das im Artikel erwähnte Verbraucherschutzministerium soll wohl die Wirtschaft vor den Verbrauchern schützen.
Aktuelle Erkenntnisse besagen, dass 80 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zu wenig in Bewegung sind – vier von fünf. Das gibt bestimmt ausgezeichnete Soldaten.
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Bewegungsmangel beim Nachwuchs. Von Nichtschwimmern, Sportmuffeln und viel zu frühem Übergewicht
»Wenn dieser Tage die neuen ABC-Schützen ihre süßen Tüten schleppen, sind darin unsichtbare Erwartungen von Mama, Papa, Oma und Opa enthalten. Ihre Erstklässler sollen in der neuen Umgebung bitte nicht nur aus der Fibel lernen und das kleine Einmaleins, sondern zugleich ihren kindlichen Bewegungsdrang gründlich ausleben dürfen. Ein schlichter Wunsch, schließlich sollten Sport und Spiel in der Grundschule und darüber hinaus ein dauernder, natürlicher Begleiter sein. Die Schulzeit als ideale Gelegenheit, sportliche Betätigung als Lebenselixier zu entdecken und individuell herauszufinden, welche Disziplinen ganz besonders viel Spaß bringen, welche eher nicht zu den Favoriten gehören und in welchen ungeahnte Talente sichtbar werden. Sportliche Selbsterkenntnis als Lernziel fürs Leben, wenn geturnt, gerannt, gesprungen oder ins Schwimmbecken eingetaucht wird.
Apropos: So manches Kind betritt die Grundschule als wasserscheues Wesen, weiß Christopher Dolz von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). »Da haben die Eltern zu Hause einiges versäumt«, berichtet er gegenüber jW. »Das ist erstaunlich. Kopf und Körper unter Wasser, so etwas kann man locker zu Hause in der Badewanne ausprobieren.« Ohne solche Vorübungen muss der Schwimmunterricht doppelt schwerfallen – falls das »nasse Element« überhaupt im Lehrplan vorkommt. Die Konferenz der Kultusminister (KMK) verabschiedete 2017 »Handlungsempfehlungen« für die Bundesländer mit dem Ziel, dass alle Zehn- bis Zwölfjährigen sicher schwimmen können sollen. Die Realität sieht anders aus.«............
Immer weniger Schwimmbäder, kaum noch Sportunterricht in den Schulen, Bombardierung mit Werbung für Zuckerzeug und Zuckergesöff für Kinder usw usw. Das im Artikel erwähnte Verbraucherschutzministerium soll wohl die Wirtschaft vor den Verbrauchern schützen.
Aktuelle Erkenntnisse besagen, dass 80 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zu wenig in Bewegung sind – vier von fünf. Das gibt bestimmt ausgezeichnete Soldaten.
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