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Am Scheideweg - US-Sicherheitsstrategie und die EU

Von Harvey11 Montag 08.12.2025, 14:17 – geändert Montag 08.12.2025, 14:37

»Viel Neues enthalten sie nicht, die Europa-Passagen der Nationalen Sicherheitsstrategie, die die Trump-Regierung Ende vergangener Woche vorgestellt hat. Dass es mit der EU wirtschaftlich bergab geht, das hat sich mittlerweile sogar im selbstverliebten Establishment der Teutonenrepublik herumgesprochen. Dass Washington unter Trump in Europa auf die äußerste Rechte setzt, das weiß man spätestens, seit Elon Musk und Vizepräsident J. D. Vance sich im Bundestagswahlkampf energisch für die AfD in die Bresche warfen. Bemerkenswert ist noch am ehesten die Offenheit, mit der in dem Strategiepapier festgestellt wird, die USA seien in ihrem großen Machtkampf um die globale Dominanz auf gewisse Unterstützungsleistungen aus Europa angewiesen und hielten es deswegen für der Mühe wert, den Kontinent auf Linie zu bringen. Auf Rassisten-, auf Faschistenlinie, versteht sich: Dass Europa aufgrund von Migration vor einer »zivilisatorischen Auslöschung« stehe, wie das US-Papier es formuliert, das galt hierzulande bislang als Nazivokabular. Noch.

Denn wie es in Europa, wie es in Deutschland weitergeht, das steht jetzt auf der Kippe. Die brutale Offenheit, mit der die Trump-Regierung den Merzens, den Macrons, den Starmers des Kontinents ihre Pläne in ihren Nationalen Sicherheitsstrategien ins Gesicht spuckt, zwingt zu einer Antwort. Die zweite Reihe der Berliner Außenpolitik, die Fraktionssprecher etwa, gingen am Wochenende auf Distanz: Das könne man sich nicht bieten lassen, hieß es; es gelte nun, eigene, europäische Wege zu gehen. Das ist nicht ausschließlich heiße Luft. Geredet wird von einem eigenständigen Europa schon seit Jahrzehnten, nicht zuletzt im Land der Dichter und Denker. Getan wurde wenig. Die Trumpschen Unterwerfungspläne freilich haben in jüngster Zeit für hektische Betriebsamkeit gesorgt; die Bestrebungen, ohne die USA auszukommen – etwa bei der Herstellung von Militärdrohnen, in der Weltraumtechnologie und bei einigem mehr –, sie nehmen tatsächlich zu.......«


Trump war deutlich: macht euren Dreck alleene.
Schafft ausgerechnet ein US-Präsident das, woran die Europäer schon lange immer wieder scheitern?
Dann ginge der Schuss für Trump nach hinten los.
Oder werden die rechten Parteien in Europa ihn als auch ihren großen Führer ansehen?

Übrigens, zu indirekt zu Trump lese ich heute in einem Leserbrief das hier: "Hingegen dokumentieren die jährlichen UN-Berichte zur Drogensituation auf dem amerkanischen Kontinent mit schöner Regelmäßigkeit, welche Länder keinerlei Probleme mit Drogen bzw. einer Drogen-Mafia haben: Kuba und Venezuela."
Aber dieser Werte-Westen wird kommentarlos zusehen, wie die USA Venezuela überfallen werden um sich den alleinigen Zugriff auf deren Erdöl zu sichern. Denn das mit den Drogen glaubt doch keiner. Aber Transatlantiker sind zum Glauben verpflichtet. Die regelmäßigen Termine bei der Atlantik-Brücke, die für sie vordenken, erklären Ihnen sehr nachdrücklich, was Sache ist.



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