Vertreter aus Zagreb, Tirana und Priština schmieden Militärbündnis. Belgrad sieht das mit Sorge
Globale Veränderungen zeigen sich im Kleinen. Ein Beispiel ist ein bislang wenig beachtetes Abkommen, das die Verteidigungsminister Kroatiens, Albaniens und der von Serbien abgespaltenen Provinz Kosovo am Dienstag in Tirana abgeschlossen haben. Hintergrund für die geplante Zusammenarbeit sind laut den Unterzeichnern die »sich verändernden geopolitischen Umstände und das erhöhte Sicherheitsrisiko in Südosteuropa«. Auf den beiden Ebenen Rüstung und Ausbildung der Soldaten wolle man künftig kooperieren, mit dem Ziel, dass die beteiligten Armeen »besser kompatibel« werden. In einer Phase regionaler und internationaler Krisen ist damit der Status quo auf dem Balkan in Frage gestellt.
Aus Kroatien hört man, dass man dort natürlich »ein großes Interesse an Stabilität und Sicherheit in diesem Teil Europas und insbesondere im Kosovo« habe. Klingt gut. Aber man scheint sich doch irgendwie zu diesem Bündnis genötigt zum fühlen. Serbien, gegen den das gerichtet ist, erfreut das nicht.
Auf wessen Seite wird sich im Fall des Falles die NATO stellen?
Eine NATO, die nach Aussage des Ex-Beraters von Trump, John Bolton, vermutlich bald ohne die USA auskommen muss?
Vertreter aus Zagreb, Tirana und Priština schmieden Militärbündnis. Belgrad sieht das mit Sorge
/www.jungewelt.de/artikel/496435.balkan-Allianz-gegen-serbien.html
Globale Veränderungen zeigen sich im Kleinen. Ein Beispiel ist ein bislang wenig beachtetes Abkommen, das die Verteidigungsminister Kroatiens, Albaniens und der von Serbien abgespaltenen Provinz Kosovo am Dienstag in Tirana abgeschlossen haben. Hintergrund für die geplante Zusammenarbeit sind laut den Unterzeichnern die »sich verändernden geopolitischen Umstände und das erhöhte Sicherheitsrisiko in Südosteuropa«. Auf den beiden Ebenen Rüstung und Ausbildung der Soldaten wolle man künftig kooperieren, mit dem Ziel, dass die beteiligten Armeen »besser kompatibel« werden. In einer Phase regionaler und internationaler Krisen ist damit der Status quo auf dem Balkan in Frage gestellt.
Aus Kroatien hört man, dass man dort natürlich »ein großes Interesse an Stabilität und Sicherheit in diesem Teil Europas und insbesondere im Kosovo« habe. Klingt gut. Aber man scheint sich doch irgendwie zu diesem Bündnis genötigt zum fühlen. Serbien, gegen den das gerichtet ist, erfreut das nicht.
Auf wessen Seite wird sich im Fall des Falles die NATO stellen?
Eine NATO, die nach Aussage des Ex-Beraters von Trump, John Bolton, vermutlich bald ohne die USA auskommen muss?
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