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AfD die Partei der Arbeitnehmer?

Von Feierabend-Mitglied Freitag 14.08.2026, 14:53

Wissenschaftler, Gewerkschaften und Arbeitsmarktexperten bewerten die Politik der AfD überwiegend
als nicht arbeitnehmerfreundlich.
Obwohl sich die Partei oft als Anwalt der „kleinen Leute“ darstellt, widersprechen ihre Programmpunkte und
Abstimmungsverhalten in vielen Punkten den Interessen von Beschäftigten. 

Haltung zu Gewerkschaften und Tarifrecht
Schwächung der Tarifautonomie: Die AfD steht dem etablierten System der Tarifverträge und der Allgemeinverbindlichkeit kritisch gegenüber. 

Kritik an Gewerkschaften: Vertreter der Partei werfen Gewerkschaften oft eine zu politische Ausrichtung vor und
stellen deren Rolle im Betrieb infrage. 

Einschränkung von Arbeitskämpfen: Analysen von Arbeitsrechtsexperten zeigen,
dass Positionen der Partei darauf abzielen,
kollektive Arbeitnehmerrechte und
das Streikrecht
zugunsten wirtschaftlicher Unternehmensinteressen einzuschränken. 

Ablehnung von Tariftreue: Die Partei stimmte im Bundestag und
in Landesparlamenten gegen Tariftreuegesetze,
die öffentliche Aufträge an tarifgebundene Unternehmen koppeln wollen. 

Soziales und Steuern
Steuerpolitik: Die steuerpolitischen Konzepte der AfD entlasten vor allem Spitzenverdiener und große Vermögen,
während Vermögens- oder Erbschaftensteuern abgelehnt werden. 

Sozialleistungen: Kritiker und Sozialverbände sehen in den Konzepten der Partei Ansätze zu einem herben Sozialabbau,
da die Gegenfinanzierung öffentlicher Leistungen unklar bleibt und
der Fokus auf marktliberalen Prinzipien liegt. 

Mindestlohn: Zwar bekennt sich die Partei formal zum Mindestlohn,
enthielt sich jedoch
bei entsprechenden Erhöhungs-Abstimmungen
im Bundestag. 

Da die Renten aus den Einkommen der jetzt Arbeitenden
finanziert wird,
schlägt jede Lohnkürzung sofort auch auf die Rentenhöhe durch.



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