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Absturz hausgemacht Stahlindustrie in der Krise

Von Harvey11 Dienstag 04.11.2025, 10:29

»Europäer, kauft europäischen Stahl! Lars Klingbeil schlägt vor dem »Stahlgipfel« an diesem Donnerstag im Kanzleramt neue Töne an. Die Branche steckt in einer tiefen Krise: Absatz und Produktion sinken; die außereuropäische Konkurrenz ist stark, und es werden Klagen laut, deutsche Konzerne seien so langsam ernstlich in ihrem Bestand bedroht. Was tun? Der Bundesfinanzminister greift zunächst, das kostet ja auch nichts, zu einem Appell: Ein wenig »mehr europäischer Patriotismus« bei der Beschaffung von Stahl zum Bau von Autos, von Infrastruktur, das müsse schon sein. Und wenn europäischer, wenn deutscher Stahl teurer ist als der der Konkurrenz? Egal, doziert Klingbeil: Künftig soll, zumindest »bevorzugt«, Stahl gekauft werden, der hierzulande produziert wurde – koste es, was es wolle.

Die Krise, in der die deutsche Stahlbranche steckt, ist zum guten Teil hausgemacht. Da sinkt die Nachfrage, weil die Kfz-Industrie – ein bedeutender Stahlkunde – die Umstellung auf Elektromobilität verschlafen hat und ihrerseits in die Krise gerutscht ist. Gleichzeitig sind die Produktionskosten empfindlich gestiegen, weil die Ampelregierung – getrieben übrigens von der Partei des heutigen Bundeskanzlers – den Kauf billigen russischen Pipelinegases gestoppt und auf teures US-Flüssigerdgas umgesattelt hat, um Russland zu ruinieren. Damit hat sie schon die deutsche Chemieindustrie fast ruiniert, und nun droht es auch noch die Stahlbranche zu erwischen. Die wiederum kommt mit der Umstellung auf »grünen« Stahl nicht klar. Klar: Fehler können passieren. Fehler allerdings, die daraus resultieren, dass man sich für die Krone der Schöpfung hält und sich deshalb allzu selbstsicher fühlt, sind dumm.......«

Der Krieg, unser ewiger Freund und großer Bruder und die gierigen blinden Top-Manager kommen dem Land immer teurer zu stehen.
Aber daran ändern wagt sich keiner.
Denn dann müssten ja eigene Fehler zugegeben werden.
Stattdessen Appelle, die wie Hilferufe klingen.


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