Von Feierabend-Mitglied
Dienstag 18.02.2025, 12:37 – geändert Dienstag 18.02.2025, 12:38
dazu gibt es immer wieder Diskussionen bezüglich der Schwierigkeit und der politischen Situation das Terrorregime nicht anzuerkennen.
Doch was ohne offizielle Anerkennung der Taliban mit Kontakten im Hintergrund läuft z.B. mit Russland und China, sollte einmal näher beleuchtet werden. Und das Ganze dann im Kontext, dass sowohl Russland als auch China in Zentralasien ihren Einfluss ausbauen wollen zum eigenen Vorteil und (globalen) Machtausbau.
"... Afghanistan ist eines der Länder, in denen Russland und China besonders intensiv um Einfluss im Sicherheitsbereich konkurrieren. Seit der Machtübernahme der Taliban wächst die Bedrohung durch Extremismus und Instabilität in der Region. Das gibt Moskau die Möglichkeit, sich als Sicherheitsgarant zu positionieren. Russland will sein Gewicht und seine Netzwerke in Foren wie der OKVS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit), der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten), der EAWU (Eurasischen Wirtschaftsunion) und der SOZ nutzen. Ziel ist es, Afghanistan nicht nur wirtschaftliche Lösungen anzubieten, sondern auch seine regionale Integration zu fördern. Laut dem russischen Sicherheitsrat ist Moskau bereit, Kabul in regionale Bündnisse einzubinden und Afghanistan ein „Fenster“ zur internationalen Anerkennung zu öffnen.
China erkennt die Taliban offiziell nicht an, betrachtet Afghanistan jedoch als wichtigen Bestandteil seiner Initiative „Neue Seidenstraße“. Die bilateralen Beziehungen haben sich in den vergangenen drei Jahren auffallend verbessert: Peking lädt die Taliban als Dialogpartner zu Regionalforen ein und berät sich mit den Außenministern der Nachbarstaaten über die Lage im Land. Im Herbst 2024 unternahm Yue Xiaoyong, Pekings Afghanistan-Sondergesandter, eine diplomatische Rundreise nach Pakistan und Turkmenistan, bevor er nach Kabul reiste. Darüber hinaus fanden mehrere Konsultationstreffen zwischen den Strafverfolgungsbehörden Chinas und zentralasiatischer Länder statt.
Chinas Vorgehen ist pragmatisch: Es stellt Handelswege und Transitkorridore zur Verfügung, sichert den Zugang zu Ressourcen und minimiert das Risiko, dass extremistische Aktivitäten auf sein Staatsgebiet übergreifen. Zur Erreichung dieser Ziele setzt China auf ein breites Instrumentarium: finanzielle Unterstützung, Cybersicherheitsprojekte, den Ausbau der Grenzinfrastruktur sowie den Einsatz privater Sicherheitsunternehmen zum Schutz von Pipelines und strategisch wichtigen Objekten in Zentralasien und Afghanistan.
Parallel dazu intensivieren Iran und Russland ihre Kontakte mit den Taliban und zeigen damit, dass sie auf einen regionalen Konsens in der Afghanistanfrage hinarbeiten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus, die den amerikanischen Druck auf die Region erhöhen könnte. ....."
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dazu gibt es immer wieder Diskussionen bezüglich der Schwierigkeit und der politischen Situation das Terrorregime nicht anzuerkennen.
Doch was ohne offizielle Anerkennung der Taliban mit Kontakten im Hintergrund läuft z.B. mit Russland und China, sollte einmal näher beleuchtet werden. Und das Ganze dann im Kontext, dass sowohl Russland als auch China in Zentralasien ihren Einfluss ausbauen wollen zum eigenen Vorteil und (globalen) Machtausbau.
"... Afghanistan ist eines der Länder, in denen Russland und China besonders intensiv um Einfluss im Sicherheitsbereich konkurrieren. Seit der Machtübernahme der Taliban wächst die Bedrohung durch Extremismus und Instabilität in der Region. Das gibt Moskau die Möglichkeit, sich als Sicherheitsgarant zu positionieren. Russland will sein Gewicht und seine Netzwerke in Foren wie der OKVS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit), der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten), der EAWU (Eurasischen Wirtschaftsunion) und der SOZ nutzen. Ziel ist es, Afghanistan nicht nur wirtschaftliche Lösungen anzubieten, sondern auch seine regionale Integration zu fördern. Laut dem russischen Sicherheitsrat ist Moskau bereit, Kabul in regionale Bündnisse einzubinden und Afghanistan ein „Fenster“ zur internationalen Anerkennung zu öffnen.
China erkennt die Taliban offiziell nicht an, betrachtet Afghanistan jedoch als wichtigen Bestandteil seiner Initiative „Neue Seidenstraße“. Die bilateralen Beziehungen haben sich in den vergangenen drei Jahren auffallend verbessert: Peking lädt die Taliban als Dialogpartner zu Regionalforen ein und berät sich mit den Außenministern der Nachbarstaaten über die Lage im Land. Im Herbst 2024 unternahm Yue Xiaoyong, Pekings Afghanistan-Sondergesandter, eine diplomatische Rundreise nach Pakistan und Turkmenistan, bevor er nach Kabul reiste. Darüber hinaus fanden mehrere Konsultationstreffen zwischen den Strafverfolgungsbehörden Chinas und zentralasiatischer Länder statt.
Chinas Vorgehen ist pragmatisch: Es stellt Handelswege und Transitkorridore zur Verfügung, sichert den Zugang zu Ressourcen und minimiert das Risiko, dass extremistische Aktivitäten auf sein Staatsgebiet übergreifen. Zur Erreichung dieser Ziele setzt China auf ein breites Instrumentarium: finanzielle Unterstützung, Cybersicherheitsprojekte, den Ausbau der Grenzinfrastruktur sowie den Einsatz privater Sicherheitsunternehmen zum Schutz von Pipelines und strategisch wichtigen Objekten in Zentralasien und Afghanistan.
Parallel dazu intensivieren Iran und Russland ihre Kontakte mit den Taliban und zeigen damit, dass sie auf einen regionalen Konsens in der Afghanistanfrage hinarbeiten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus, die den amerikanischen Druck auf die Region erhöhen könnte. ....."
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