Von Feierabend-Mitglied
Dienstag 04.08.2026, 17:54 – geändert Dienstag 04.08.2026, 18:29
Rabähhhh
Mai 1945: Ein moderner Blick zurück
Wir sehen euch stehen im Trümmerfeld,
im Mai fünfundvierzig, am Ende der Welt.
Ihr räumt die Steine der Städte fort,
doch wie säubert man ein vergiftetes Wort?
Aus heutiger Sicht blickt das Auge zurück
auf die Stunde Null, auf das falsche Glück.
Die Stiefel sind weg, doch das Schweigen beginnt,
während der Rauch der Fabriken zerrinnt.
Ihr bautet Schulen und Straßen auf,
setztet das Leben neu in Lauf.
Doch unter dem Asphalt, tief im Fundament,
liegt, was heute noch jeder beim Namen nennt.
Wir sehen den Neubau, den Fleiß und das Geld,
und wie sich die Schuld in Ausflüchte stellt.
Ihr wolltet vergessen, nach vorne sehn,
wir müssen heute die Wunden verstehn.
Denn die Schatten verblassen im Gestern nicht,
rechte Strömungen suchen das Licht.
Das Gift von damals drängt wieder nach vorn,
wer heute schweigt, sät den morgigen Zorn.
Rabähhhh
Mai 1945: Ein moderner Blick zurück
Wir sehen euch stehen im Trümmerfeld,
im Mai fünfundvierzig, am Ende der Welt.
Ihr räumt die Steine der Städte fort,
doch wie säubert man ein vergiftetes Wort?
Aus heutiger Sicht blickt das Auge zurück
auf die Stunde Null, auf das falsche Glück.
Die Stiefel sind weg, doch das Schweigen beginnt,
während der Rauch der Fabriken zerrinnt.
Ihr bautet Schulen und Straßen auf,
setztet das Leben neu in Lauf.
Doch unter dem Asphalt, tief im Fundament,
liegt, was heute noch jeder beim Namen nennt.
Wir sehen den Neubau, den Fleiß und das Geld,
und wie sich die Schuld in Ausflüchte stellt.
Ihr wolltet vergessen, nach vorne sehn,
wir müssen heute die Wunden verstehn.
Denn die Schatten verblassen im Gestern nicht,
rechte Strömungen suchen das Licht.
Das Gift von damals drängt wieder nach vorn,
wer heute schweigt, sät den morgigen Zorn.