"Am 8. September 1943 schloss Deutschlands ehemaliger Verbündeter Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Darauf hin deportierte die Wehrmacht Hunderttausende italienische Soldaten als "Italienische Militärinternierte" (IMI) zur Arbeit nach Deutschland.
Als "Militärinternierten" wurde ihnen der für Kriegsgefangene geltende internationale Schutz verweigert.
Die deutsche Bevölkerung beschimpfte die ehemaligen Verbündeten als Verräter und – in Anspielung auf den neuen italienischen Regierungschef Badoglio – als "Badoglio-Schweine“.
In den Lagern und Gefängnissen wurden sie oft besonders schlecht behandelt.
Rund 40 000 Italienische Militärinternierte (IMI) kamen während der Gefangenschaft durch Gewalt, Hunger und Kälte ums Leben."
"Schon als Kind hatte ich von einem Onkel gehört, der von den Deutschen verschleppt und in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Ich hatte von meiner Großmutter, einer Tante und manchmal von meinem Vater davon gehört. Niemand sprach freiwillig darüber, denn die Erinnerung riss eine Wunde auf, die nie ganz verheilt war. Erst meine Mutter erzählte mir, was mit Onkel Luciano geschehen war.
Nach der Wehrpflicht wurde er 1942 vorläufig unbefristet beurlaubt und am 8. September 1943 einberufen. Danach war alles sehr verwirrend. Sicher war nur, dass er in einem deutschen Konzentrationslager gelandet und nie zurückgekehrt war.“
(Roberto Zamboni)
"Am 8. September 1943 schloss Deutschlands ehemaliger Verbündeter Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Darauf hin deportierte die Wehrmacht Hunderttausende italienische Soldaten als "Italienische Militärinternierte" (IMI) zur Arbeit nach Deutschland.
Als "Militärinternierten" wurde ihnen der für Kriegsgefangene geltende internationale Schutz verweigert.
Die deutsche Bevölkerung beschimpfte die ehemaligen Verbündeten als Verräter und – in Anspielung auf den neuen italienischen Regierungschef Badoglio – als "Badoglio-Schweine“.
In den Lagern und Gefängnissen wurden sie oft besonders schlecht behandelt.
Rund 40 000 Italienische Militärinternierte (IMI) kamen während der Gefangenschaft durch Gewalt, Hunger und Kälte ums Leben."
Drei Zeitzeugen berichten von ihrer Gefangennahme, dem Transport nach Deutschland und dem Leben im Kriegsgefangenenlager:
8. September 1943: Die italienischen Militärinternierten
www.zwangsarbeit-archiv.de
"Schon als Kind hatte ich von einem Onkel gehört, der von den Deutschen verschleppt und in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Ich hatte von meiner Großmutter, einer Tante und manchmal von meinem Vater davon gehört. Niemand sprach freiwillig darüber, denn die Erinnerung riss eine Wunde auf, die nie ganz verheilt war. Erst meine Mutter erzählte mir, was mit Onkel Luciano geschehen war.
Nach der Wehrpflicht wurde er 1942 vorläufig unbefristet beurlaubt und am 8. September 1943 einberufen. Danach war alles sehr verwirrend. Sicher war nur, dass er in einem deutschen Konzentrationslager gelandet und nie zurückgekehrt war.“
(Roberto Zamboni)