3. Am Hafen: Abends bummelten wir durch die Einkaufsstraßen von Cala Ratjada zum Hafen. Dort trafen sich Menschen aus allen Nationen, plauderten, fotografierten und filmten. Längs der Promenade quetschten sich die im mediterranen Stil gebauten Restaurants mit ihrer internationaler Speisekarte eng aneinander. Im Licht der Laternen, der bunten Lampen auf den Tischen oder auch bei Kerzenschein saßen die Leute entweder in gemütlichen Sitzecken draußen oder unter romantischen Rundbögen direkt an den Fenstern und genossen den fantastischen Blick aufs Meer, die kleinen Yachten und auf das bunte Treiben überall. Wir setzten uns auf die die Promenade zum Meer hin abgrenzende Mauer und schauten versonnen in die Ferne. Noch immer herrschten 28 Grad, aber nach der extremen Hitze des Tages empfanden wir es als angenehm erfrischend. Für eine kurze Weile schien der Trubel um uns herum weit entfernt zu sein. Dann aber rissen uns einige laut plappernde Kinder aus den Träumen. Die Wirklichkeit hatte uns wieder, wir drehten den lauten Menschenmassen den Rücken zu und schlenderten gemächlich zum Hotel zurück.
4. Nach Arta: Am nächsten Tag mieteten wir einen Leihwagen und fuhren ins Innere der Insel. Das erstes Ziel war die sechzig Kilometer von Palma entfernte Kleinstadt Arta im NO von Mallorca. Sie zählt zu den 53 selbstständigen Gemeinden der Insel. Im Westen grenzte das Gemeindegebiet an die Bucht von Alcudia und im Norden ans offene Mittelmeer gegenüber der Nachbarinsel Menorca. Gemächlich ging es über die schmalen Straßen mit den zahlreichen engen Kurven an kleinen sowie größeren Fincas vorbei und an Steineichenbeständen sowie Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbäumen entlang. Die Anwesen der Besitzer wie auch die Felder sind durch niedrige Mauern aus Trockenmauerwerk voneinander getrennt. Dort stehen armselige Katen mit winzigen Fenstern, die nahe vor dem Zusammenbruch zu sein scheinen, aber genauso prachtvolle Villen, von riesigen Palmen umgeben, deren Fächer uns Kühle zu wedelten. Ich bestaunte Agaven von einem Meter Umfang, bewunderte doppelt so hohe Opuntien und dachte daran, wie stolz ich auf meine winzige Scheibenkaktee zu Hause war:
"Eine von diesen hier hätte ich gerne daheim im Garten!"
Überall rankten Bougainville mit großen lila und fliederfarbenen Blüten. Es war ein entzückendes Bild. Manche der Höfe und auch der Villen liegen allerdings extrem weit ab.
´Ohne Wagen biste hier verloren!`
Andererseits bleiben die Anwohner vom Lärm der Stadt verschont. Stattdessen herrscht erholsame Ruhe.
„Würde ich wohl für eine längere Zeit in dieser Stille leben können oder würde mir denn doch das abwechslungsreiche Stadtleben fehlen?"
Zum Gemeindegebiet von Arta zählen acht Berge, von denen der Puig Morei mit seinen 371m der höchste ist. Oben gibt es weitläufige, unbewohnte und nur karg bewachsene Regionen. Ansonsten wachsen dort Olivenbäume, Zwergpalmen, wilde Ölbäume und vereinzelt Kiefernwälder. Die Stadt Arta selber ist von dem Beginn der Besiedelung Mallorca an bewohnt und seit 1232 als Ort bekannt. Die Wallfahrtskirche ist sehenswert und hat eine Terrasse, die einen tollen Ausblick auf die Plantagen, den Torre de Canymel und die gotische Pfarrkirche bietet. Das 1927 gegründete Regionalmuseum besitzt eine ethnische, eine archäologische und eine naturgeschichtliche Abteilung. Zwischen dem 16.-18.Jh. entwickelte sich neben der Landwirtschaft noch eine Textilindustrie.
3. Am Hafen: Abends bummelten wir durch die Einkaufsstraßen von Cala Ratjada zum Hafen. Dort trafen sich Menschen aus allen Nationen, plauderten, fotografierten und filmten. Längs der Promenade quetschten sich die im mediterranen Stil gebauten Restaurants mit ihrer internationaler Speisekarte eng aneinander. Im Licht der Laternen, der bunten Lampen auf den Tischen oder auch bei Kerzenschein saßen die Leute entweder in gemütlichen Sitzecken draußen oder unter romantischen Rundbögen direkt an den Fenstern und genossen den fantastischen Blick aufs Meer, die kleinen Yachten und auf das bunte Treiben überall. Wir setzten uns auf die die Promenade zum Meer hin abgrenzende Mauer und schauten versonnen in die Ferne. Noch immer herrschten 28 Grad, aber nach der extremen Hitze des Tages empfanden wir es als angenehm erfrischend. Für eine kurze Weile schien der Trubel um uns herum weit entfernt zu sein. Dann aber rissen uns einige laut plappernde Kinder aus den Träumen. Die Wirklichkeit hatte uns wieder, wir drehten den lauten Menschenmassen den Rücken zu und schlenderten gemächlich zum Hotel zurück.
4. Nach Arta: Am nächsten Tag mieteten wir einen Leihwagen und fuhren ins Innere der Insel. Das erstes Ziel war die sechzig Kilometer von Palma entfernte Kleinstadt Arta im NO von Mallorca. Sie zählt zu den 53 selbstständigen Gemeinden der Insel. Im Westen grenzte das Gemeindegebiet an die Bucht von Alcudia und im Norden ans offene Mittelmeer gegenüber der Nachbarinsel Menorca. Gemächlich ging es über die schmalen Straßen mit den zahlreichen engen Kurven an kleinen sowie größeren Fincas vorbei und an Steineichenbeständen sowie Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbäumen entlang. Die Anwesen der Besitzer wie auch die Felder sind durch niedrige Mauern aus Trockenmauerwerk voneinander getrennt. Dort stehen armselige Katen mit winzigen Fenstern, die nahe vor dem Zusammenbruch zu sein scheinen, aber genauso prachtvolle Villen, von riesigen Palmen umgeben, deren Fächer uns Kühle zu wedelten. Ich bestaunte Agaven von einem Meter Umfang, bewunderte doppelt so hohe Opuntien und dachte daran, wie stolz ich auf meine winzige Scheibenkaktee zu Hause war:
"Eine von diesen hier hätte ich gerne daheim im Garten!"
Überall rankten Bougainville mit großen lila und fliederfarbenen Blüten. Es war ein entzückendes Bild. Manche der Höfe und auch der Villen liegen allerdings extrem weit ab.
´Ohne Wagen biste hier verloren!`
Andererseits bleiben die Anwohner vom Lärm der Stadt verschont. Stattdessen herrscht erholsame Ruhe.
„Würde ich wohl für eine längere Zeit in dieser Stille leben können oder würde mir denn doch das abwechslungsreiche Stadtleben fehlen?"
Zum Gemeindegebiet von Arta zählen acht Berge, von denen der Puig Morei mit seinen 371m der höchste ist. Oben gibt es weitläufige, unbewohnte und nur karg bewachsene Regionen. Ansonsten wachsen dort Olivenbäume, Zwergpalmen, wilde Ölbäume und vereinzelt Kiefernwälder. Die Stadt Arta selber ist von dem Beginn der Besiedelung Mallorca an bewohnt und seit 1232 als Ort bekannt. Die Wallfahrtskirche ist sehenswert und hat eine Terrasse, die einen tollen Ausblick auf die Plantagen, den Torre de Canymel und die gotische Pfarrkirche bietet. Das 1927 gegründete Regionalmuseum besitzt eine ethnische, eine archäologische und eine naturgeschichtliche Abteilung. Zwischen dem 16.-18.Jh. entwickelte sich neben der Landwirtschaft noch eine Textilindustrie.