"Bei der nächsten Raststätte hältst Du mal an. Ich muss mal und habe Kaffeedurst", flötete meine Frau in ihren lieblichsten Tönen.
Nun gut, wir waren über dreieinhalb Stunden unterwegs auf unserer Urlaubsfahrt an den Gardasee.
So steuerte ich die nächste Raststätte an und freute mich auch auf einen frischen Kaffee.
Vielleicht hatten sie auch Blaubeermuffins.
Es ist schon eine feine Sache, dass es an den Autobahnen diese Cafes gibt, wo man einkehren kann.
Allerdings war auf dem Parkplatz der Raststätte der Teufel los und ich suchte verzweifelt nach einem Parkplatz.
Überall standen Leute herum, Kinder liefen wie wild herum und ein acht- bis zehnjähriger Steppke lief mir fast ins Auto.
Ich musste voll in die Eisen!
"Können Sie nicht aufpassen"? brüllte mich eine stark übergewichtige Frau - wahrscheinlich die Mutter dieses Rotzlöffels - an.
Ich ließ die Scheibe ein Stückchen runter: "Passen Sie mal auf Ihre Göre auf, aber anscheinend ist Ihnen Ihr Glimmstängel wichtiger", rief ich dieser qualmenden Tussie zu.
Meine Frau hatte die ganze Zeit genervt aus dem Fenster gestarrt und als ich ein Stück weiter anhielt, stieg sie sofort aus.
"Weiter weg ging es wohl nicht?" meinte sie und ging voraus in Richtung Toiletten.
"Bring mir doch bitte einen Latte macchiato mit" rief sie mir zu, ehe sie sich an der Schlange vor der Damentoilette anstellte.
Anscheinend hatte einige Hundert Leute die gleiche Idee, sich mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. Vor mir standen bestimmt 25-30 Leute.
Kurz bevor ich dran war, drängelte sich ein nach Alkohol stinkender Typ an mir vorbei.
"Hallo, hier wird sich hinten angestellt" rief ich ihm zu.
Er drehte sich um. Er trug eine schwarze Lederweste wo man viel nackte und tätowierte Haut und beeindruckende Bizeps zu sehen bekam.
"Willste Ärger?" fragte der nach Bier stinkende Bizepsmann.
"Nee nee, Sie haben es bestimmt eilig, gehen Sie nur", meinte ich ziemlich kleinlaut.
Er war vielleicht um die Fünfzig, zwei Meter und 120 Kilo schwer.
Ich dagegen mit meinen 80, 1.86m und 92 Kilo war gegen ihn ein richtiger Hänfling.
Als er an der Reihe war, nahm er Blaubermuffins.
Ich sah, dass es die Letzten waren.
Aber vielleicht waren noch welche am Lager...
"Was darf's denn sein?" fragte mich das Girlie mit dem Lippenpiercing.
"Zwei Latte macciato und zwei Blaubeermuffins", bestellte ich.
"Blaubeermuffins sind alle, macht fünfachtzig für den Kaffee", lispelte sie.
"Moment, dann geben sie mir das Stück Schwarzwälder Kirschtorte", verlangte ich.
"Du stehst ja immer noch hier", meine Frau war neben mich getreten.
"Es ist erschreckend, wie langsam es hier voran geht", stellte ich fest.
Meine Gattin nahm mir einen Becher ab und ging Richtung Ausgang.
Ich zahlte, stellte meinen Kaffeebecher auf die Tortenpackung und trabte hinterher.
Grade wollte ich die Schwingtür mit der freien Hand öffnen, da drückte von innen ein Kind - das ich völlig übersehen hatte - mit voller Wucht dagegen.
Die Tür knallte mir gegen den Arm, der Latte macciato flog in hohem Bogen davon, knallte zu Boden und spritzte in alle Richtungen.
Ich wollte mich festhalten, rutschte aber auf dem feuchten Boden aus und meine Schwarzwälder Kirschtorte landete neben dem verschütteten Kaffee.
"Entschuldigung", rief der Bengel. Es war den Knabe der mir fast íns Auto gelaufen war.
Ich schaute auf meine helle Hose, die nun völlig mit Kaffee und Torte besudelt war.
Wütend ging ich zum Auto zurück, der Kaffee fühlte sich unangenehm feucht im Schritt an.
Meine Frau starrte mich entgeistert an: "Was ist denn mit Dir passiert?"
Sie verzog angewidert das Gesicht.
Ich erzählte es ihr und wollte mich auf den Fahrersitz setzen.
"Du willst doch so nicht etwa fahren, mit den bekleckerten Klamotten, was sollen denn die Leute denken?"
Ich musste mich in mein Schicksal fügen: "Gut, ich suche mir eine andere Hose raus."
Ich öffnete die Heckklappe von meinem "Honda-Stream". Natürlich steckte mein kleiner Koffer hinter dem schweren Riesen-Ungetüm meiner Frau.
So wuchtete ich das schwere Ding raus, öffnete mein Köfferchen und zog eine dunkle Jeans hervor.
Ich sah mich auf dem Parkplatz um, überall Leute.
Meine Frau meinte: "Nu mach' schon, Dir wird keiner was abgucken."
So setzte ich mich auf den Rand des Kofferraums und zog die besudelte Hose aus.
Ich schämte mich, auch, weil ich eine alte, ausgeleierte aber bequeme Unterhose angezogen hatte.
Grade, als ich in die andere Jeans steigen wollte, fiel mein Blick auf eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, die grade in ihr Auto steigen wollten.
Sie schaute mich vernichtend an und schüttelte den Kopf.
"Mir ist da was auf die Hose gekommen", rief ich der Frau zu.
Die sah mich noch angewiderter an und schleifte ihre Kinder davon.
Der Rest der Fahrt verlief ziemlich einsilbig
"Bei der nächsten Raststätte hältst Du mal an. Ich muss mal und habe Kaffeedurst", flötete meine Frau in ihren lieblichsten Tönen.
Nun gut, wir waren über dreieinhalb Stunden unterwegs auf unserer Urlaubsfahrt an den Gardasee.
So steuerte ich die nächste Raststätte an und freute mich auch auf einen frischen Kaffee.
Vielleicht hatten sie auch Blaubeermuffins.
Es ist schon eine feine Sache, dass es an den Autobahnen diese Cafes gibt, wo man einkehren kann.
Allerdings war auf dem Parkplatz der Raststätte der Teufel los und ich suchte verzweifelt nach einem Parkplatz.
Überall standen Leute herum, Kinder liefen wie wild herum und ein acht- bis zehnjähriger Steppke lief mir fast ins Auto.
Ich musste voll in die Eisen!
"Können Sie nicht aufpassen"? brüllte mich eine stark übergewichtige Frau - wahrscheinlich die Mutter dieses Rotzlöffels - an.
Ich ließ die Scheibe ein Stückchen runter: "Passen Sie mal auf Ihre Göre auf, aber anscheinend ist Ihnen Ihr Glimmstängel wichtiger", rief ich dieser qualmenden Tussie zu.
Meine Frau hatte die ganze Zeit genervt aus dem Fenster gestarrt und als ich ein Stück weiter anhielt, stieg sie sofort aus.
"Weiter weg ging es wohl nicht?" meinte sie und ging voraus in Richtung Toiletten.
"Bring mir doch bitte einen Latte macchiato mit" rief sie mir zu, ehe sie sich an der Schlange vor der Damentoilette anstellte.
Anscheinend hatte einige Hundert Leute die gleiche Idee, sich mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. Vor mir standen bestimmt 25-30 Leute.
Kurz bevor ich dran war, drängelte sich ein nach Alkohol stinkender Typ an mir vorbei.
"Hallo, hier wird sich hinten angestellt" rief ich ihm zu.
Er drehte sich um. Er trug eine schwarze Lederweste wo man viel nackte und tätowierte Haut und beeindruckende Bizeps zu sehen bekam.
"Willste Ärger?" fragte der nach Bier stinkende Bizepsmann.
"Nee nee, Sie haben es bestimmt eilig, gehen Sie nur", meinte ich ziemlich kleinlaut.
Er war vielleicht um die Fünfzig, zwei Meter und 120 Kilo schwer.
Ich dagegen mit meinen 80, 1.86m und 92 Kilo war gegen ihn ein richtiger Hänfling.
Als er an der Reihe war, nahm er Blaubermuffins.
Ich sah, dass es die Letzten waren.
Aber vielleicht waren noch welche am Lager...
"Was darf's denn sein?" fragte mich das Girlie mit dem Lippenpiercing.
"Zwei Latte macciato und zwei Blaubeermuffins", bestellte ich.
"Blaubeermuffins sind alle, macht fünfachtzig für den Kaffee", lispelte sie.
"Moment, dann geben sie mir das Stück Schwarzwälder Kirschtorte", verlangte ich.
"Du stehst ja immer noch hier", meine Frau war neben mich getreten.
"Es ist erschreckend, wie langsam es hier voran geht", stellte ich fest.
Meine Gattin nahm mir einen Becher ab und ging Richtung Ausgang.
Ich zahlte, stellte meinen Kaffeebecher auf die Tortenpackung und trabte hinterher.
Grade wollte ich die Schwingtür mit der freien Hand öffnen, da drückte von innen ein Kind - das ich völlig übersehen hatte - mit voller Wucht dagegen.
Die Tür knallte mir gegen den Arm, der Latte macciato flog in hohem Bogen davon, knallte zu Boden und spritzte in alle Richtungen.
Ich wollte mich festhalten, rutschte aber auf dem feuchten Boden aus und meine Schwarzwälder Kirschtorte landete neben dem verschütteten Kaffee.
"Entschuldigung", rief der Bengel. Es war den Knabe der mir fast íns Auto gelaufen war.
Ich schaute auf meine helle Hose, die nun völlig mit Kaffee und Torte besudelt war.
Wütend ging ich zum Auto zurück, der Kaffee fühlte sich unangenehm feucht im Schritt an.
Meine Frau starrte mich entgeistert an: "Was ist denn mit Dir passiert?"
Sie verzog angewidert das Gesicht.
Ich erzählte es ihr und wollte mich auf den Fahrersitz setzen.
"Du willst doch so nicht etwa fahren, mit den bekleckerten Klamotten, was sollen denn die Leute denken?"
Ich musste mich in mein Schicksal fügen: "Gut, ich suche mir eine andere Hose raus."
Ich öffnete die Heckklappe von meinem "Honda-Stream". Natürlich steckte mein kleiner Koffer hinter dem schweren Riesen-Ungetüm meiner Frau.
So wuchtete ich das schwere Ding raus, öffnete mein Köfferchen und zog eine dunkle Jeans hervor.
Ich sah mich auf dem Parkplatz um, überall Leute.
Meine Frau meinte: "Nu mach' schon, Dir wird keiner was abgucken."
So setzte ich mich auf den Rand des Kofferraums und zog die besudelte Hose aus.
Ich schämte mich, auch, weil ich eine alte, ausgeleierte aber bequeme Unterhose angezogen hatte.
Grade, als ich in die andere Jeans steigen wollte, fiel mein Blick auf eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, die grade in ihr Auto steigen wollten.
Sie schaute mich vernichtend an und schüttelte den Kopf.
"Mir ist da was auf die Hose gekommen", rief ich der Frau zu.
Die sah mich noch angewiderter an und schleifte ihre Kinder davon.
Der Rest der Fahrt verlief ziemlich einsilbig