Von ehemaliges Mitglied
Mittwoch 23.10.2019, 09:22
“Nachlese“ naja, eher "Faktensammlung" zu unserem 3. Auszeit-Törn vom 01.06. – 26.11.2017 mit unserer HANSE 385
Wir sind am Sonntag (26.11.) frühmorgens gegen 04.30 h nach 179 Tagen herrlichstem “Segeln-Auszeit-Törn“ wieder gesund und in allerbester Laune in unserem Heimathafen in Gruissan angekommen.
---
Laura (meine Ehefrau, die “Beste von Welt“ J) und mir war schon etwas wehmütig zu Mute, als wir diesmal von Bord gingen, wohl wissend, das es nun mind. ½ Jahr dauern wird bis es wieder heißt: “Leinen los“, mal abgesehen von kleinen Tages- bzw. Wochenendtörns im nächsten Frühjahr, die wir sicherlich unternehmen. Jetzt wird unser Böötchen erstmal komplett durchgecheckt, der Rumpf abgestrahlt, Motorinspektion gemacht, usw. und dann geht´s in´s Winterlager.
---
Die wichtigsten Dinge an Bord waren neben unseren Rettungswesten mit Lifebelt die aktuellen Seekarten, unser Radar, unsere Solaranlage und der Windgenerator, der Autopilot, unser Navtex-Wetterempfänger, unser geiles Beiboot mit kleinem Motor, die 2 Kühl- und der Gefrierschrank (haben wir uns gleich beim Kauf einbauen lassen), mein kleiner KW-Weltempfänger, mit dem wir überall Nachrichten empfangen konnten wenn uns danach war, unsere ganz einfache normale Kaffeemaschine (wir haben und wollen keine Pad-Maschine) und natürlich unser “Cobb-Grill“.
---
Eine tolle Idee hatten wir noch kurz vor Beginn unseres “Auszeit-Törns“ auf unserer “be happy“ realisieren lassen:
unsere „Ambiente-Beleuchtung“ (dimmbare, fest verlegte LED-Strips am Cockpitboden), die wir abends oft im Hafen / in Ankerbuchten aber auch während unserer Nachtfahrten und während unser NonStopp-Heimfahrt von Sizilien während der Jahreszeit bedingten langen Abende / Nächte gern genutzt haben, weil sie einfach eine tolle Lichtstimmung im Cockpit zauberten.
---
Die unwichtigsten Dinge bzw. was wir überhaupt nicht vermisst haben, war ein Fernseher. Wir werden komischerweise oft gefragt, warum wir keinen TV an Bord haben? Sowas kommt uns niemals auf`s Boot, zu > 90% kommt ohnehin nur Schrott und das Leben selbst liefert doch die schönsten Bilder! Selbst in unseren “Zwischenstopp-Hotels“ hatten wir die Fernseher fast nie an.
---
Mein Schatz verzichtete übrigens bis auf ganz wenige Ausnahmen auf ein ganz bestimmtes Kleidungsstück, ohne das sie sonst nie aus dem Haus geht -sie “vermisste“ es auch nicht und ich fand´s sehr schön so ... *grins*.
---
Abgesehen von Katrin (mein Sohn war mit seiner Freundin die ersten 17 Tage mit an Bord) war den ganzen Törn keine/r von uns seekrank. Ihr war auch nur die ersten 2-3 Stunden etwas mulmig; als sie sich dann auf Anraten von Laura unter Deck etwas hingelegt hatte, ging es ihr bald wieder besser. Ich teilte sie daraufhin ein, unsere “be happy“ nach Kompasskurs zu steuern. Sie machte ihre Sache wirklich gut, strahlte übers ganze Gesicht und hatte viel Spaß dabei. Anscheinend lenkte sie diese “Aufgabe“ auch vom letzten Rest ihres Unwohlseins ab und sie war danach auch die ganze Zeit topfit.
---
Unser diesjähriger Segeltörn führte uns von Gruissan aus zunächst östlich entlang der Küste des Languedoc und dann der Cote Azur bis Nizza, wo wir Kurs auf Korsika nahmen. Von dort ging es weiter Richtung Sardinien und dann zu den Liparischen Inseln, bevor wir durch die Straße von Messina weiter östlich Richtung Griechenland zu den Ionischen Inseln Zakynthos, Kefalonia, Lefkas und Ithaka gesegelt sind (natürlich sind wir überall mind. 1-2 Wochen geblieben, mal in Häfen, mal in Ankerbuchten, mal auch in schönen kleinen Hotels).
---
Am besten während unseres ganzen Törns hat es uns, wenn man richtig schönen Urlaub machen möchte, tatsächlich auf den Ionischen Inseln gefallen:
Wir empfanden es dort als echt günstig, es ist weit weniger überlaufen als z.B. in Kroatien, überall sehr nette und freundliche Menschen, man hat viel mehr Ruhe und Entspannung, die Natur und das tolle Meer (z.B. auf Kefalonia herrlichste Strände) ist dort mindestens ebenso schön und es gibt neben sehr leckerem Essen und tollem Wein auch Ouzo ... “Jamas“!
---
Als nächstes Ziel lag dann westwärts quer über die Adria Bari in Süditalien an. Danach sind wir wieder über die Adria, diesmal Richtung Osten nach Tivat (Montenegro) in die Bucht Kotor gesegelt und von dort nach Dubrovnik, von wo aus wir zu einem “Zwischenstopp“ für geplante 10 Tage nach Rom als Geburtstagsgeschenk für Laura geflogen sind.
---
Leider mußte mein Schatz dort ausgerechnet an ihrem Geburtstag mit einer (wohl nur leichten) Lebensmittelvergiftung (Fisch) in´s Krankenhaus, konnte aber glücklicherweise bereits nach zwei Tagen wieder entlassen werden und war dann auch schnell wieder 100%ig fit. Wir haben dann ihren Geburtstag natürlich ausgiebig “nachgefeiert“, unseren Aufenthalt in Rom aufgrund der Hitze allerdings zwei Tage eher abgebrochen und sind wieder zurück nach Dubrovnik geflogen. Abgesehen von der Hitze war es in Rom sehr schön, wir haben trotz der Kürze der Zeit einiges gesehen und besichtigt, was aufgrund der Temperaturen aber nur in den frühen Morgenstunden bzw. am Abend möglich war.
---
Als nächstes lagen der Nationalpark Mljet und die Elaphitischen Inseln an, von wo aus wir mit jeweils einem 2-3 Tage Aufenthalt auf den Inseln Susac und Korĉula weiter nördlich nach Brela an der Makarska Riviera gesegelt sind.
---
Unterwegs auf unserem Törn von Susac nach Korĉula bekamen Laura und ich einen Mordsschreck:
Bei schönstem Segeln frühmorgens unter wolkenlosem blauen Adriahimmel stürzte wie aus dem Nichts eine Rotte von drei Kampfflugzeugen der kroatischen Armee von irgendwo her im Sturzflug genau auf uns und unser Böötchen herab, donnerte dann in allerhöchstens 100 m Höhe unter einem Höllenlärm “volle Pulle“ über uns hinweg und raste dann weiter auf die offene See hinaus.
---
Plötzlich knallte es auch noch mehrfach ganz kurz hintereinander, als die Piloten weiter aufdrehten und wahrscheinlich auf Überschall gingen. Bald waren sie nicht mehr zu sehen und wir dachten schon, der Spuk wäre vorbei. Sie hatten wohl aber weit draußen außer Sichtweite anscheinend “umgedreht“, donnerten rd. 15 min. später wieder rasend schnell auf uns zu, überflogen uns noch ein weiteres wieder im extremen Tiefflug und verschwanden dann über den Bergen in Richtung Küste.
---
Auf Brela hatte ich mir sehr gefreut: Ich hatte dort in den 90er (letztmalig vor exakt 20 Jahren) öfters schöne Urlaube (auch mit meinem Sohn) verbracht und nach so langer Zeit meine super nette Pensionswirtin von damals und ihre Familie mal wieder zu sehen, war echt toll. Wir hatten mit ihnen eine sehr schöne Zeit.
---
“Nachlese“ naja, eher "Faktensammlung" zu unserem 3. Auszeit-Törn vom 01.06. – 26.11.2017 mit unserer HANSE 385
Wir sind am Sonntag (26.11.) frühmorgens gegen 04.30 h nach 179 Tagen herrlichstem “Segeln-Auszeit-Törn“ wieder gesund und in allerbester Laune in unserem Heimathafen in Gruissan angekommen.
---
Laura (meine Ehefrau, die “Beste von Welt“ J) und mir war schon etwas wehmütig zu Mute, als wir diesmal von Bord gingen, wohl wissend, das es nun mind. ½ Jahr dauern wird bis es wieder heißt: “Leinen los“, mal abgesehen von kleinen Tages- bzw. Wochenendtörns im nächsten Frühjahr, die wir sicherlich unternehmen. Jetzt wird unser Böötchen erstmal komplett durchgecheckt, der Rumpf abgestrahlt, Motorinspektion gemacht, usw. und dann geht´s in´s Winterlager.
---
Die wichtigsten Dinge an Bord waren neben unseren Rettungswesten mit Lifebelt die aktuellen Seekarten, unser Radar, unsere Solaranlage und der Windgenerator, der Autopilot, unser Navtex-Wetterempfänger, unser geiles Beiboot mit kleinem Motor, die 2 Kühl- und der Gefrierschrank (haben wir uns gleich beim Kauf einbauen lassen), mein kleiner KW-Weltempfänger, mit dem wir überall Nachrichten empfangen konnten wenn uns danach war, unsere ganz einfache normale Kaffeemaschine (wir haben und wollen keine Pad-Maschine) und natürlich unser “Cobb-Grill“.
---
Eine tolle Idee hatten wir noch kurz vor Beginn unseres “Auszeit-Törns“ auf unserer “be happy“ realisieren lassen:
unsere „Ambiente-Beleuchtung“ (dimmbare, fest verlegte LED-Strips am Cockpitboden), die wir abends oft im Hafen / in Ankerbuchten aber auch während unserer Nachtfahrten und während unser NonStopp-Heimfahrt von Sizilien während der Jahreszeit bedingten langen Abende / Nächte gern genutzt haben, weil sie einfach eine tolle Lichtstimmung im Cockpit zauberten.
---
Die unwichtigsten Dinge bzw. was wir überhaupt nicht vermisst haben, war ein Fernseher. Wir werden komischerweise oft gefragt, warum wir keinen TV an Bord haben? Sowas kommt uns niemals auf`s Boot, zu > 90% kommt ohnehin nur Schrott und das Leben selbst liefert doch die schönsten Bilder! Selbst in unseren “Zwischenstopp-Hotels“ hatten wir die Fernseher fast nie an.
---
Mein Schatz verzichtete übrigens bis auf ganz wenige Ausnahmen auf ein ganz bestimmtes Kleidungsstück, ohne das sie sonst nie aus dem Haus geht -sie “vermisste“ es auch nicht und ich fand´s sehr schön so ... *grins*.
---
Abgesehen von Katrin (mein Sohn war mit seiner Freundin die ersten 17 Tage mit an Bord) war den ganzen Törn keine/r von uns seekrank. Ihr war auch nur die ersten 2-3 Stunden etwas mulmig; als sie sich dann auf Anraten von Laura unter Deck etwas hingelegt hatte, ging es ihr bald wieder besser. Ich teilte sie daraufhin ein, unsere “be happy“ nach Kompasskurs zu steuern. Sie machte ihre Sache wirklich gut, strahlte übers ganze Gesicht und hatte viel Spaß dabei. Anscheinend lenkte sie diese “Aufgabe“ auch vom letzten Rest ihres Unwohlseins ab und sie war danach auch die ganze Zeit topfit.
---
Unser diesjähriger Segeltörn führte uns von Gruissan aus zunächst östlich entlang der Küste des Languedoc und dann der Cote Azur bis Nizza, wo wir Kurs auf Korsika nahmen. Von dort ging es weiter Richtung Sardinien und dann zu den Liparischen Inseln, bevor wir durch die Straße von Messina weiter östlich Richtung Griechenland zu den Ionischen Inseln Zakynthos, Kefalonia, Lefkas und Ithaka gesegelt sind (natürlich sind wir überall mind. 1-2 Wochen geblieben, mal in Häfen, mal in Ankerbuchten, mal auch in schönen kleinen Hotels).
---
Am besten während unseres ganzen Törns hat es uns, wenn man richtig schönen Urlaub machen möchte, tatsächlich auf den Ionischen Inseln gefallen:
Wir empfanden es dort als echt günstig, es ist weit weniger überlaufen als z.B. in Kroatien, überall sehr nette und freundliche Menschen, man hat viel mehr Ruhe und Entspannung, die Natur und das tolle Meer (z.B. auf Kefalonia herrlichste Strände) ist dort mindestens ebenso schön und es gibt neben sehr leckerem Essen und tollem Wein auch Ouzo ... “Jamas“!
---
Als nächstes Ziel lag dann westwärts quer über die Adria Bari in Süditalien an. Danach sind wir wieder über die Adria, diesmal Richtung Osten nach Tivat (Montenegro) in die Bucht Kotor gesegelt und von dort nach Dubrovnik, von wo aus wir zu einem “Zwischenstopp“ für geplante 10 Tage nach Rom als Geburtstagsgeschenk für Laura geflogen sind.
---
Leider mußte mein Schatz dort ausgerechnet an ihrem Geburtstag mit einer (wohl nur leichten) Lebensmittelvergiftung (Fisch) in´s Krankenhaus, konnte aber glücklicherweise bereits nach zwei Tagen wieder entlassen werden und war dann auch schnell wieder 100%ig fit. Wir haben dann ihren Geburtstag natürlich ausgiebig “nachgefeiert“, unseren Aufenthalt in Rom aufgrund der Hitze allerdings zwei Tage eher abgebrochen und sind wieder zurück nach Dubrovnik geflogen. Abgesehen von der Hitze war es in Rom sehr schön, wir haben trotz der Kürze der Zeit einiges gesehen und besichtigt, was aufgrund der Temperaturen aber nur in den frühen Morgenstunden bzw. am Abend möglich war.
---
Als nächstes lagen der Nationalpark Mljet und die Elaphitischen Inseln an, von wo aus wir mit jeweils einem 2-3 Tage Aufenthalt auf den Inseln Susac und Korĉula weiter nördlich nach Brela an der Makarska Riviera gesegelt sind.
---
Unterwegs auf unserem Törn von Susac nach Korĉula bekamen Laura und ich einen Mordsschreck:
Bei schönstem Segeln frühmorgens unter wolkenlosem blauen Adriahimmel stürzte wie aus dem Nichts eine Rotte von drei Kampfflugzeugen der kroatischen Armee von irgendwo her im Sturzflug genau auf uns und unser Böötchen herab, donnerte dann in allerhöchstens 100 m Höhe unter einem Höllenlärm “volle Pulle“ über uns hinweg und raste dann weiter auf die offene See hinaus.
---
Plötzlich knallte es auch noch mehrfach ganz kurz hintereinander, als die Piloten weiter aufdrehten und wahrscheinlich auf Überschall gingen. Bald waren sie nicht mehr zu sehen und wir dachten schon, der Spuk wäre vorbei. Sie hatten wohl aber weit draußen außer Sichtweite anscheinend “umgedreht“, donnerten rd. 15 min. später wieder rasend schnell auf uns zu, überflogen uns noch ein weiteres wieder im extremen Tiefflug und verschwanden dann über den Bergen in Richtung Küste.
---
Auf Brela hatte ich mir sehr gefreut: Ich hatte dort in den 90er (letztmalig vor exakt 20 Jahren) öfters schöne Urlaube (auch mit meinem Sohn) verbracht und nach so langer Zeit meine super nette Pensionswirtin von damals und ihre Familie mal wieder zu sehen, war echt toll. Wir hatten mit ihnen eine sehr schöne Zeit.
---