Von Feierabend-Mitglied
Mittwoch 17.02.2021, 12:04 – geändert Mittwoch 17.02.2021, 12:53
.... nicht nur Alte und Einsame unter dieser Pandemie sehr leiden, sondern
-wie man sich denken kann- auch Kinder und Jugendliche!
Daran sieht man mal wieder, wie sehr JEDEM von uns- die persönlichen Kontakte fehlen!
Hier der Bericht:
"Da passiert etwas!"
Deutlich mehr Kinder und Teenager in Berliner Psychiatrien
eingewiesen 16.02.2021, 07:42 Uhr | dpa
Dass sich die Pandemie auf das Wohlbefinden auswirkt, ist längst jedem klar. In Berlin schlagen nun aber die Kinder- und Jugendpsychiatrien Alarm. Die Zahlen dereingewiesenen Kinder haben sich fast verdoppelt. Die Zahlen beruhen nach DAK-Angaben auf anonymisierten Daten von rund 38.000 Berliner Kindern und Jugendlichen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden danach 22 junge Leute bis 17 Jahrewegen depressiver Episoden in Klinik-Psychiatrien behandelt. In den ersten sechs Monaten 2020waren es 39. Das scheint nicht viel. Allerdings kamen 2020 in diesem Zeitraum nur 928 über die DAK versicherte Berliner Kinder und Teenager überhaupt stationär in eine Klinik. Die Steigerungsrate von 84 Prozent in der Psychiatrie wertet DAK-Landeschef Volker Röttsches deshalb als "besorgniserregende Entwicklung". "Schwelle für Klinikeinweisungen relativ hoch" "Klinikaufnahmen sind die Spitze des Eisbergs. Wenn die sich verbreitert, kann man davonausgehen: Hoppla, da passiert etwas", sagt Christoph Correll, Direktor der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie am Charité-Campus Virchow. Er zählt auf, was in seiner Klinik häufiger vorkommt als vor der Pandemie: "Sehr magere essgestörte Mädchen, noch dünner als früher. Wahrscheinlich, weil Lehrer, Freundinnen oder Kinderärzte als Korrektiv fehlen.
In Berlin kommen seit Beginn der Corona-Pandemiedeutlich mehr Kinder und Jugendliche zur Behandlung in psychiatrische Kliniken.
Dazu fällt ihm mehr Hautritzen als zerstörerische Bewältigungsstrategie auf.
"Generell liegt die Schwelle für Klinikeinweisungen relativ hoch, weil man in der Regel versucht,Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld zu lassen", sagt Julia Asbrand, Kinder- undJugendpsychologin an der Humboldt-Universität Berlin. "Es gibt saisonale Unterschiede, aber das hier ist ein sehr ungewöhnlicher Anstieg."
.... nicht nur Alte und Einsame unter dieser Pandemie sehr leiden, sondern
-wie man sich denken kann- auch Kinder und Jugendliche!
Daran sieht man mal wieder, wie sehr JEDEM von uns- die persönlichen Kontakte fehlen!
Hier der Bericht:
"Da passiert etwas!"
Deutlich mehr Kinder und Teenager in Berliner Psychiatrien
eingewiesen 16.02.2021, 07:42 Uhr | dpa
Dass sich die Pandemie auf das Wohlbefinden auswirkt, ist längst jedem klar. In Berlin schlagen nun aber die Kinder- und Jugendpsychiatrien Alarm. Die Zahlen dereingewiesenen Kinder haben sich fast verdoppelt. Die Zahlen beruhen nach DAK-Angaben auf anonymisierten Daten von rund 38.000 Berliner Kindern und Jugendlichen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden danach 22 junge Leute bis 17 Jahrewegen depressiver Episoden in Klinik-Psychiatrien behandelt. In den ersten sechs Monaten 2020waren es 39. Das scheint nicht viel. Allerdings kamen 2020 in diesem Zeitraum nur 928 über die DAK versicherte Berliner Kinder und Teenager überhaupt stationär in eine Klinik. Die Steigerungsrate von 84 Prozent in der Psychiatrie wertet DAK-Landeschef Volker Röttsches deshalb als "besorgniserregende Entwicklung". "Schwelle für Klinikeinweisungen relativ hoch" "Klinikaufnahmen sind die Spitze des Eisbergs. Wenn die sich verbreitert, kann man davonausgehen: Hoppla, da passiert etwas", sagt Christoph Correll, Direktor der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie am Charité-Campus Virchow. Er zählt auf, was in seiner Klinik häufiger vorkommt als vor der Pandemie: "Sehr magere essgestörte Mädchen, noch dünner als früher. Wahrscheinlich, weil Lehrer, Freundinnen oder Kinderärzte als Korrektiv fehlen.
In Berlin kommen seit Beginn der Corona-Pandemiedeutlich mehr Kinder und Jugendliche zur Behandlung in psychiatrische Kliniken.
Dazu fällt ihm mehr Hautritzen als zerstörerische Bewältigungsstrategie auf.
"Generell liegt die Schwelle für Klinikeinweisungen relativ hoch, weil man in der Regel versucht,Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld zu lassen", sagt Julia Asbrand, Kinder- undJugendpsychologin an der Humboldt-Universität Berlin. "Es gibt saisonale Unterschiede, aber das hier ist ein sehr ungewöhnlicher Anstieg."
Nachrichtenagentur dpa