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Manche Männer halten es für eine gute Idee, ....

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 04.01.2022, 18:18

.....Frauen Fotos ihres Geschlechtsteils zu schicken.

Tja.... DAS ist bestimmt Einigen von uns schon mal passiert. Drum stelle ich ein, was ich gerade las:

Sexuelle Belästigung Weshalb Männer Penisbilder verschicken 04.01.2022, 14:24 Uhr | dpa

Penisbilder über Dienste wie WhatsApp oder Snapchat: Wer ein solches Bild ungefragt zugeschickt bekommt, muss das nicht einfach hinnehmen. Das Versenden sogenannter Dickpics ist strafbar.
Nein, es ist keine Gurke, keine Banane und auch keine Aubergine – plötzlich ist in den Direktnachrichten oder im Messenger-Chatverlauf etwas zu sehen, was gerne mit solchen Emojis jugendfrei umschrieben wird, aber besser in der Hose hätte bleiben sollen.
Wie viele Fotos männlicher Genitalien ohne Bitte gesendet werden, ist nicht bekannt. Doch viele Frauen kennen das Problem aus dem Internet.
Es geht um Machtausübung. "Die wenigsten Frauen berührt das gar nicht, so was ist ja schon ein sehr, sehr übergriffiges Verhalten", erklärt die Psychologin und Kriminologin Sandra Schwark, Expertin für sexualisierte
Gewalt. Viele fühlten sich belästigt, seien angeekelt oder beschämt.
Wie belastend die Situation sei, habe unter anderem damit zu tun, ob man schon schlimme Vorerfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht habe. Dann könne der Empfang eines Penisbildes auch retraumatisierend sein.
"In vielen Fällen geht es nicht um die Anbahnung von sexuellen Kontakten, sondern es ist wie sexuelle Belästigung auf der Straße ein Zeichen von Machtausübung. So: 'Guck mal, ich kann das gerade hier machen, ich kann dich in eine Situation bringen, die für dich unangenehm ist, und es
hat für mich im Zweifelsfall überhaupt keine Konsequenzen'", sagt Schwark.
Studien zu sexueller Gewalt und Belästigung seien "alle ziemlich deutlich zu dem Ergebnis gekommen, es geht um diesen Machtfaktor, um Machtausübung über eine andere Person".
Übergriffig und strafrechtlich verfolgbar
Die Autorinnen einer bekannten Studie zu sogenannten Dickpics, also Penisbildern, gehen davon aus, dass viele Männer, die Penisbilder versenden, zwar nicht bewusst von Feindseligkeit oder Sexismus motiviert sind, aber diesen mit dem Versenden trotzdem verstärken. 82 Prozent der befragten Männer, die Genitalbilder unverlangt versendet hatten, hofften bei der
Untersuchung des Teams um Flora Oswald (2019), die Empfängerin oder den Empfänger damit sexuell zu erregen.
Jeder Zweite (50 Prozent) gab an, der Empfänger oder die Empfängerin sollte sich durch das Bild selbst attraktiv fühlen. Und etwa gleich viele erhofften sich als Antwort "sexy Bilder" (51 Prozent), wollten den anderen erregen (53 Prozent) oder so das eigene sexuelle Interesse signalisieren (49 Prozent).
Ein Problem: "Je eher man das Gefühl hat, dass das Verhalten keine negativen Konsequenzen hat, desto eher wird es wiederholt", erklärt Psychotherapeut Jonas Kneer. "Deshalb ist es gut, so etwas strafrechtlich zu verfolgen und deutlich zu machen, dass es übergriffig ist.
Klar ist aber: "Die Verantwortung liegt immer beim Täter, niemals beim Opfer." Kneer arbeitet im Präventionsprojekt "I Can Change" (Deutsch: Ich kann mich ändern) an der Medizinischen Hochschule Hannover mit Menschen, die fürchten, ihre sexuellen Impulse nicht mehr kontrollieren zu können. So sollen Übergriffe im Voraus verhindert werden. Man kann sich gegen die Bilder wehren!

Recht einfach können Betroffene eine Anzeige über die Homepage Dickstinction.com vorbereiten.
Dort bekommen sie Tipps, wie man den Vorfall am besten dokumentiert (mit einem Screenshot, der neben dem "Dickpic" auch Datum und Uhrzeit der Nachricht sowie den Namen des Absenders
enthält), und werden mit Fragen zum Vorfall durch die Anzeige-Erstellung geführt. Die fertige Anzeige kann ausgedruckt und an die Polizei geschickt oder dort abgegeben werden.
Denn das Versenden von "Dickpics" ist strafbar: "Wer einen pornografischen Inhalt an einen anderen gelangen lässt, ohne von diesem hierzu aufgefordert zu sein, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft", heißt es im Strafgesetzbuch (Paragraf 184).
Erschwert werden Ermittlungen aber etwa, wenn der Betroffene den Absender nicht kennt und auch aus dem Profilnamen nicht hervorgeht, um wen es sich handelt, sagt Dickstinction-Mitgründer Stefan Bieliauskas.

Bei der Entscheidung, ob man Anzeige erstatten möchte oder nicht, und bei der Frage, wie man die Situation sonst bewältigen kann, können auch Frauennotrufe und Beratungsstellen helfen.

Alles Guute, aber vor Allem Gesundheit für 2022 wünsch` ich Euch Allen!

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