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Lebensweisheiten

Von Botschafter Dienstag 14.06.2022, 20:03

Unser „Leben“ ….

…. und die Entscheidung für den richtigen Weg kann zwiespältig sein.

Es sind nämlich die Dinge, die uns, seit es Menschen gibt, bewegen, wie Glück, Gesundheit, Reichtum, Liebe, Familie, Geborgenheit, Arbeit, Partnerschaft, Freunde, Zeit, Stress, Einsamkeit, Abschied, Trauer, Krankheit, Zufriedenheit usw.

Kürzlich hatte ich einen hohen runden Geburtstag und nahm diesen zum Anlass, einmal über das Leben als solches grundsätzlich nachzudenken und stellte nun 3 klassische Fragen:

• Würdest Du die meisten Dinge noch einmal machen?
• Was war besonders wichtig in Deinem Leben?
• Auf was hättest Du besser verzichten können?

Meiner Meinung nach gibt es keinen allgemein gültigen Fahrplan für das Leben schlechthin, den man einfach aufstellt und präzise abruft, weder für das Glück noch für den beruflichen Erfolg und auch nicht für andere Lebensplanungen, denn was vermeintlich wichtig war, stellt sich später als unwichtig heraus und was groß schien, wurde und ist unbedeutend und klein geworden.
Vieles im Leben lässt sich planen – trotzdem beschäftigen uns die Wirren zwischen Pflicht und Neigung ein Leben lang und man fragt sich:

• Mache ich das jetzt richtig?
• Ist das ein zu hohes Risiko?
• Was ist, wenn es schiefgeht?
• Was will ich eigentlich?
• Wer bin ich wirklich?
• Für was brenne ich?
• Bin ich auf dem richtigen Weg?

Von Peter Ustinov wird berichtet, er habe uns "Älteren" als Vermächtnis u.a. folgendes mit auf den Weg gegeben:
Wir älteren Frauen und Männer sind gefährlich, weil wir keine Angst mehr vor der Zukunft haben. Wir können sagen, was wir denken, wer will uns denn dafür bestrafen!

In der Tat:
Wir werden heute älter als früher. Wir erleben unser Alter mit gesünderen Kräften. Für fast jedes Leiden gibt es ein Mittel und auch ein Ersatzteil, das uns Kräfte gibt, als wären wir 60. Wir haben mehr Freiraum für weiteres Lernen, weiteres Erkennen, weitere Klarheit als früher. Wir können öffentlich auftreten und sagen, was uns für den künftigen Weg der Menschheit und vor allem der Jugend notwendig erscheint, und wir riskieren nichts damit, denn niemand kann uns auf unserem Weitern Weg blockieren, nur weil wir vielleicht grün oder pazifistisch sind. Wer will uns dafür bestrafen?

Also bitte:
Reden wir und denken wir dabei an unsere Enkel oder auch an die Enkel unserer Nachbarn, denn die Welt, die wir wollen, wird ihre Welt sein.

Kommentare zu dieser Kolumne sind gerne erwünscht:

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