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Die Gaskrise

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 26.07.2022, 10:44

In meiner (Klein)Kinderzeit wurde im Wohnzimmer der Ofen geheizt. Sonst nirgends oder zumindest sehr sparsam.
Die Wohnung sagte man: „Sei durch das Kochen ‚überschlagen‘",
Zur Schlafenszeit kam ein, in nasse Zeitung gehülltes Brikett, auf die Glut. Damit der Ofen nicht zu sehr auskühlte.
Es gab Eisblumen an der Einscheibenverglasung der Fenster.
Ins eiskalte Bett kam eine Wärmflasche.
Auf die Idee, mit einem Unterhemd und nicht im Pullover sich in der Wohnung zu bewegen, kamen nur wenige sehr hartgesottene.
Aus dem Wasserhahn in Waschbecken kam kaltes Wasser und wer warmes benötigte, nahm etwas aus dem Kessel vom Ofen.
Für das wöchentliche Bad wurde der Boiler stundenlang vorgeheizt.
Eine Zentralheizung war nur etwas für reiche Leute und für Otto Normalverbraucher nicht finanzierbar!
Ich bin Baujahr 51 und finde wir jammern auf hohem Niveau!
Mit unseren Isolierfenstern und geregelten Heizkörpern.
Schalten wir mit unseren Heizungsgewohnheiten auf die fünfziger Jahre zurück.
Wir hatten damals Winter mit Temperaturen bis -20°.
Erinnere mich an eine zugefrorene Alster in Hamburg!
Wir empfanden es für normal, so zu wohnen!

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