Wie es mal so geht ...
Von
speedygonzalez
Dienstag 26.01.2021, 10:44
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speedygonzalez
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Adam
Das bin ich und ich habe Langeweile. Mein Geschäft gestattet es mir, mich manchmal auszuklinken und jetzt war mal wieder so ein Moment. Auch auf dem Zeichenblock wollte nichts gelingen. Sonst kann ich recht flott Skizzen auf’s Papier werfen. Manch-mal recht komische, die alle zum Lachen bringen, manchmal auch richtig erotische. Aber nun ging überhaupt nichts. Ich entschloss mich, raus zu gehen. Am besten wohl auf den Marktplatz. Dort, wo es wuselt, würde sich wohl am Ehesten meine finstere Stimmung verlieren.
Der Marktplatz war proppevoll, optisch, akustisch und vital. Und ehe ich mir dessen bewusst wurde, folgte ich in einigem Abstand einer Frau, die hier und dort einkaufte. Mit meinem geübten Blick für Proportionen und Konturen wirkte sie auf mich, wie eine Adrenalinspritze. Ihr helles Strickkleid, durch einen breiten Ledergürtel unterstrichen, umfloss ihren straffen Körper, wie eine zweite Haut. Die Körbchen hatten es in sich, konnte man so sagen. Ob sie mehr drunter trug, war beim besten Willen nicht zu er-kennen. Eventuell etwas sehr dezentes oder sehr weiches, was sich nirgends abzeich-nete. Wie sich ihre Schenkel aber unter dem Stoff abzeichneten, war schon alarmie-rend. Es gibt in meinen Augen nichts Aufregenderes, nichts Schöneres, als eine gute Figur, ein schöner Körper, der sich durch den Stoff hindurch zu erkennen gibt. Sofort entstanden einige Entwürfe für spätere Skizzen in meinem Kopf.
Bis es ihr auffiel, dass ich ihr folgte und sie permanent betrachtete. Ihr abschätzender Blick hatte aber nichts Abweisendes, eher Amüsiertes an sich. Was mich aber am meisten irritierte, ja elektrisierte, war ihre Haut. Sie wirkte auf mich wie ein Magnet. Spontan hätte ich sie berühren und sie streicheln mögen.
Dann half mir ein Zufall: eine ihrer Einkaufstüten riss, das Gemüse kollerte über das Pflaster. Im Nu war ich bei ihr und half, alles wieder einzusammeln. Eine neue Trage-tasche des Händlers half, ihre Einkäufe wieder zu verstauen. Als sie in der Hocke nach zwei verbliebenen Äpfeln griff, zeigte sich dann doch ein sehr feines Höschen. Ich musste einfach hinschauen, hob den Kopf und knallte unter die Lade - kommt davon - und hätte fast noch mehr Unheil angerichtet. Sie musste kichern.
„Das wäre nicht nötig gewesen.“
„Das mit dem Kopf sicher nicht.“
„Aber es war doch sehr nett von Ihnen, mir zu helfen. Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee einladen?“
„Aber nur, wenn ich Ihnen diese Taschen abnehmen darf.“
Die Geschichte ist viel länger und wird recht -- angenehm.
Aber ich denke, Ihr sollt Euer eigenes Kopfkino einschalten. Lenkt von Corona ab.
Meines ist beim Schreiben vor und zurück gelaufen, bis zum Filmriss.