Vatertagsvorboten 1/3
Von
speedygonzalez
Dienstag 19.05.2020, 16:39
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speedygonzalez
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1. Glück
Es klingelte, das würde wohl Mark sein. Er wollte zu meinem jüngeren Bruder, seinem besten Freund Anders, fand jedoch mich alleine vor. Aber ich will erst mal von vorne beginnen.
Mark und mein Bruder Anders sind Schulkameraden und sehr gute Freunde. Sie hingen fast immer zusammen. Als Familienmitglied hatte er mich natürlich auch kennen gelernt und so manches Mal waren mir in den letzten Monaten seine Blicke aufgefallen, mit denen er mich ansah, wenn er sich nicht beobachtet fühlte. Konnte ich ihm nicht verdenken. Nach dem ich mich gemausert hatte, war ich solche Beachtung gewöhnt. Mehr noch, ich betrachtete sie als einen Teil meiner Welt, gehörte zu meinem Sein.
Doch in letzter Zeit konnte ich feststellen, dass er dabei häufiger wegsah, oder sich anders hin-setzte. Manchmal auch mit einer Hand in der Hosentasche. Auch Unruhe und die leichte Röte im Gesicht verrieten ihn
„Sieh an, er wird erwachsen ...“ Es amüsierte mich. In dieser Richtung war er mir bislang nicht auf dem Schirm gewesen. Mit der Zeit änderte das sich aber. Ich erinnerte mich an die Tage am Baggersee und wie er aussah. Wenn wir zusammen Volleyball spielten oder auch nur im Sand lagen; er machte eine gute Figur, das fiel mir immer deutlicher auf. Unterhalten konnte man sich auch sehr gut mit ihm.
Als mein Bruder dann mit einem Mädchen anbandelte, blieb mir nicht verborgen, dass Mark sel-ber keines hatte und ihn das Getue der beiden, wie er sich äußerte, nicht besonders gefiel.
Aber mir gefiel er und so verabredete ich mit Anders, er solle ihn einladen, egal wozu.
„Du sag mal, Andi, hat Mark eigentlich ein Freundin?“
Nachdenklich sah Andi mich an. „Nee, Schwesterlein.“ Er nannte mich immer Schwesterlein, obwohl ich die Ältere war. „Wüsste ich nicht. Er ist auch nicht mehr so häufig hier, wie früher. Weiß auch nicht warum.“
„Ich aber ...“
„Und was meinst Du? Hat er Dir was gesagt?“ Anders ging sich mit der Hand durch die Haare, wie immer, wenn er nachdenklich war.
„Nee, das nicht, aber seit Du mit Maja rummachst und mehr Zeit mit ihr verbringst, als mit ihm, fehlt ihm etwas.“
„Ist doch klar. Maja bedeutet mir auch mehr. Nicht, dass ich Mark nicht mehr mag, aber Maja ist mir wichtiger.“
„Genau und darum fühlt er sich etwas im Abseits.“ Er tat mir ja leid. „Meinst Du, ich könnte ihn aufmuntern?“ Warum wurde ich nun etwas rot? Anders fixierte mich, dann stahl sich ein Lächeln in die Mundwinkel.
„Verspüre ich da ein gewisses Interesse? Kribbeln die Hormone?“
Dieses schäbige Grinsen gefiel mir gar nicht, die Wangenröte wurde einen Ton deutlicher. Meine Augenbrauen und mein Blick rieten zu ‚Vorsicht‘. Er kannte das.
„Nun ja, morgen würde ich gern mit Maja ins Kino gehen. Mark wollte aber kommen, würdest Du so lieb sein und Dich um ihn kümmern?“ Ein bisschen lästerhaft sein Gesicht, oder?
„Damit er nicht umsonst gekommen ist, meinst Du?“ Neutraler konnte eine Unterhaltung nicht sein, unsere todernsten neutralen Gesichter auch nicht.
Er verschwand also rechtzeitig und ich wollte mich dann um Mark kümmern. Ob er schon Erfahrung mit einem Mädchen gehabt hatte? Gehört hatten wir nichts davon. Mir selber waren meine ersten Erlebnisse nicht in besonders guter Erinnerung. Es war alles zu stürmisch und zu schnell vorbei gewesen. Aber es musste auch besser gehen, das wusste ich von einer Schulfreundin. Dabei erschien mir Mark als ein überlegter Junge, der es wohl ... mit dem man... Jedenfalls, er war mir auf einmal sehr sympathisch.
Aber wie anfangen? Womit könnte ich ihn auf die richtige Spur bringen? Ich wollte mich ihm nicht einfach anbieten, das erschien mir falsch. Aber wie?
Später fiel mir ein Gespräch im Pausenhof ein. Es drehte sich um das Gestüt vor der Stadt. Eine Schulfreundin hatte sehr angeregt davon erzählt, wie aufpeitschend das gewesen sei, als eine Stute gedeckt wurde. Ich forschte im Internet und fand Material, und zwar derart überzeugend, dass es mir heiß wurde, sehr heiß und saftig. Dieser Clip zeigte, wie wild der Hengst die Stute bestieg. Mama mia, welch ein Bild!
Da klingelte es, Mark war schon da. Noch völlig konsterniert öffnete ich. Er sah mir sofort an, dass es etwas Außergewöhnliches gab. Ich hatte gar keine Zeit, mich zu fangen.
„Hallo, Marilu, was ist? Du siehst aus, als ob Du ein Gespenst gesehen hättest.“
Ich war zu überrumpelt und um eine passende Antwort verlegen, außerdem hatte ich mich auch noch umziehen wollen. Doch diese Szenen hatten mich die Zeit vergessen lassen. Mir stand noch im¬mer das wilde Stoßen des Hengstes vor Augen.
„Ein Gespenst nicht gerade.“, meinte ich gedehnt. Sollte mir der Zufall in die Hände gespielt haben? „In der Schule haben wir über Zuchtauswahl gesprochen und im Internet habe ich eine interessante Seite gefunden, die hat mich ein bisschen umgehauen.“
„Wie das denn?“
Es ging alles ganz von selbst.
„Schau selbst ...“
Er zog sich einen weiteren Stuhl heran, setzte sich und ich startete den Clip erneut. Mir blieb wieder der Mund offen, wie ihm auch. Er wurde knallrot im Gesicht, wurde sich meiner Präsenz sehr wohl bewusst. Blitzartig sah er mich an und ganz schnell, wieder auf den Bildschirm. Er konnte aber nichts, rein gar nichts daran machen, seine spontane Erektion zu kaschieren. So saß er neben mir starrte, wie ich auf den Bildschirm und hielt den Atem an. Fünf Minuten – dann sah er mich an. Die Augen flackerten, der Mund offen.
„Marilu, was soll das ...?“ Er sah mich an, sah mein Verlangen, das nicht unter Kontrolle zu bringen war, sah, wie hart sich meine Brustwarzen durch den Stoff abzeichneten, mein erhitztes Gesicht - ich konnte nicht anders.
„Komm, Mark ...“ Meine Stimme raspelte.
Wie von anderen getrieben, nahm ich ihn bei der Hand und zog ihn auf mein Bett. Ihm schien es nicht anders zu gehen. Die vorher so beherrschende zwingende Frage war beantwortet. Auf die ganz natürliche Art und Weise.
Wir setzen uns nicht erst, wir fielen gleich um, lagen uns in den Armen und fanden uns. Ein so wilder Kuss – ich antwortete ebenso. Wir merkten nicht, wie wir die wenigen Kleider verloren, auch nicht, wie wir richtig auf das Bett kamen.
Ein wenig wach wurde ich in dem Moment, als er auf mir inne hielt und mich ansah. Willst du es? So fragten seine Augen. Seine Arme erdrückten mich fast. Mein Becken antwortete.
„Marilu, willst Du es ...?“
„Komm ...“ Ich nickte und öffnete die Beine. Nass, wie ich war, fand der Hengst direkt zu mir. Blitzlichtgleich kam mir vor die Augen, wie die Stute die Hinterhand etwas ausgestellt hatte, um die Wucht des Hengstes aufzufangen.
Mein Gott, nun ist er über mir! Glücksgefühle, Angst, Lust, sein Duft, wirbelndes Kaleidoskop der Empfindungen tobten durch mich. Doch die Antwort war sehr klar und einfach: ich stemmte mich ihm entgegen. Das war Körpersprache und er antwortete mir, das Gesicht in meiner Halsbeuge, mit Grunzen, wie dem Hengst und harten Stößen. Ich brannte lichterloh, ein unbekannter Duft lag in der Luft um uns, das musste er sein. Tief sog ich ihn ein, da kamen seine Hände von meinem Rücken, griffen nach den Brüsten, drückten und pressten sie.
Mehr hatte nicht mehr gefehlt. Von irgendwo her meldete sich etwas Schönes, tanzte näher, wur¬de umfassender und dann war es da. Ich lachte, ich wimmerte, es streckte mich, ich hielt ihn ganz fest in meinem Inneren und bekam die Belohnung.
„Mark, Mark, vor allem anderen, mein Lieber, ich bin glücklich, überglücklich, dass es uns so passiert ist.“
„Aber wir hätten doch ...“ Ich legte ihn die Hand auf den Mund. Nach kurzer Abwehr gab er nach.
„Natürlich, Mark, es gibt jede Menge verschiedenster Aspekte, aber ich bin sehr zufrieden, dass es so gekommen ist. Du nicht?“