Um das noch mal etwas deutlicher zu machen:
Von
speedygonzalez
Freitag 17.03.2023, 16:34
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speedygonzalez
Freitag 17.03.2023, 16:34
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Den Beitrag „Unstimmung“ habe ich grade gelesen und finde vieles darin, dem ich zustimmen kann. Vor allen Dingen, wie ich es vor einem Jahr einmal postete: „Wir sollten uns hier benehmen, wie in einem Restaurant. Wenn mir das Essen geschmeckt hat, kann ich dem Koch ein Trinkgeld geben. Wenn nicht, ist es hier nicht üblich gleich im Restaurant herumzunöhlen oder dem Ober vor die Schuhe zu kotzen.
Ich hab hier eine ganze Menge Aufsätze gelesen, die mir nicht gefallen. Wenn, dann habe ich die Autoren direkt angeschrieben, aber nicht öffentlich bekrittelt. Das gehört zum Stil.
Etwas anderes sind die Form meiner Episoden: In meinem ersten Buch glei-chen Inhaltes habe ich im Klappentext geschrieben, es wäre abträglich, sie alle nacheinander, wie einen Roman zu konsumieren. Diese Geschichten sind Solitäre, eine jede einzeln für sich zu genießen, Schlückchen für Schlückchen, wie einen guten Wein. Den schluckt man ja auch nicht.
Also: am besten vor dem Schlafengehen mit einem Gläschen Sherry eine der Episoden genießen und sich dann in den Illusionen treiben lassen.
Leider sind wir alle heute zu sehr auf schnellen Konsum getrimmt. Ich nicht, diese Geschichten auch nicht.
Daher ist es ausgeschlossen, dass ich um des schnellen Konsums Willen, diese Episoden derart einkürze, damit sie (in der Straßenbahn) mal eben überflogen werden können. Oder anders ausgedrückt: Mozarts Zauberflöte zu Recht gestutzt, damit man sie in Dortmund beim Spiel gegen die Bayern hören kann. Ja geht’s noch? Dafür habe ich zulange daran gearbeitet.
Ich würde meine Arbeit ja selber degradieren. Und es dreht sich auch nicht um das Kopulieren, wenn es denn am Ende kommt. Viel wichtiger sind doch grade die ersten Blicke, wenn Zuneigung aufkeimt. Und diese Phase einkürzen, weil einige Quickrammler schnell das Ende der Story lesen wollen, bevor der Arzt „Der Nächste, bitte“ ruft?
Definitiv nicht!