„Nur etwas streicheln.“ 3/3
Von
speedygonzalez
Samstag 25.04.2020, 08:12
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speedygonzalez
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Wimmernd konnte ich nur nicken. Ja, ja, Streicheln, weiter, weiter und tiefer, aber bitte, bitte Streicheln.
„Hans?“
„Ja, mein Schatz?“
Viel später, als ich noch mehr ermattet war, stellte ich die Frage.
„Kannst Du diese Hände auf mir auch im Bild festhalten?“
Überrascht sah er mich an und ich erwiderte ganz ruhig seinen Blick.
„Das wäre viel, viel Arbeit. Dauernd die Licht-und Schattenwirkung auszuprobieren, das noch als Beteiligter und nicht hinter der Kamera.“
Er sah mich wieder zweifelnd an.
„Bitte ... Hans ... bitte.“
Meine Augen bettelten, es war so umwerfend sanft und schön gewesen.
Ich nahm seine Hand und führte sie zum Endpunkt seiner Reise. Sanft hielt sie mich dort umfangen. Es paßte alles drunter.
„Bitte, Hans, ich würde gern wissen, ich würde gern sehen, wie ich dabei ausgesehen habe. Was hat mein Gesicht dabei hergegeben.“
Er richtete sich nachdenklich etwas auf, ließ Gottseidank seine Hand liegen. Ich schloss die Beine drum und hielt sie fest. So eine sanfte Hand!
„Es wäre andauernd mit Unterbrechungen verbunden, es müsste eine Fernauslösung sein, oder noch besser zwei Kameras.“
Ich sah es ihm an, wie er seine Geräte durchging, um diese Herausforderung anzunehmen.
Beine und Pelzchen beschäftigten sich derweil mit seiner Hand, der zärtlichen.
„Wie wäre es, wenn Du drei Kameras nähmest, Hans? Eine für mein Gesicht, eine für den Bauch, sowie eine von dort, die deine Hand begleitet?“
Er sah mich wieder an, dachte nach, während seine Hand zwischen meinen Beinen ruhte. Ich drückte ein klein wenig dagegen, das Gefühl war so schön.
„Die zweite Kamera zuerst mehr für oben, als Du begonnen hast und später dann mehr unten oder in der Totale. Dann wäre es eigentlich nur eine Einstellung. Was nicht brauchbar ist, tust Du sowieso weg.“
Nebenbei hätte ich etwas länger Freude damit. Ich nahm seine Hand und legte sie auf eine Brust. Nachdenklich sah er ihr zu, wie sie mit mir spielte.
„Auf den Bildern dürfte aber nur die Hand zu sehen sein ...“
„Kannst Du das nicht im Labor regeln?“
„Doch ja, Du hast recht. Und den Fernauslöser nimmst Du in die Hand, Schatz.“
Diesmal gab er mir auch ein Küsschen auf die andere Brust – das erste Signal von ihm nach drei Wochen der Arbeit, fast immer nackt mit ihm. Er hielt inne und sah mich nachdenklich an.
„Dann die Fotos von Deinem Gesicht - nur von Deinem Gesicht - wenn der Betrachter genau weiß, wo die Hand derweil ist ... “
Er machte sich an die Arbeit, wobei ich ihm ganz entspannt zuschauen konnte.
Nun war sein Blick auch deutlicher mit meinen Reizen beschäftigt. Nach dem Erlebnis von eben tat es mir nur gut. Jetzt sah ich auch bei ihm, wie sehr es ihm gefiel.
Vorhin war er so weit von mir abgerückt gewesen, ich hätte es nicht gespürt, wenn er hart gewesen wäre. Doch nun gefiel mir schon, was ich da sah.
„So, Schatz, hier sind die Auslöser. Unter dem Kopf im Sand kann man nichts sehen. Du machst die Aufnahmen, wenn Dir danach ist. Ich bin sehr gespannt drauf, was Dir am meisten gefällt. Aber wir sollten mindestens eine halbe Stunde damit warten, jetzt bist Du noch zu angeregt. Das Licht ist noch zu hart. Eben war dein Gesicht so zauberhaft entspannt. Du warst richtig müde und hast wirklich einfach nur matt beobachtet.“
Hatte er mich vorhin auch mit Profiaugen gesehen? Vielleicht waren die bei einem Profi nicht wirklich abzuschalten.
Doch die Ruhepause war mir wirklich lieb. Das Erlebnis von eben konnte abklingen. Er hatte schon Recht.
Er lag so weit weg neben mir, ich spürte ihn nirgendwo, bald hatten mich die warme mittägliche Stille, der Gesang der Grillen in der Heide und das sanfte Plätschern des anrollenden Wassers wieder eingelullt.
„Nur etwas streicheln.“
Ich mußte mir fast Gewalt antun, um ruhig zu bleiben. Doch dann konzentrierte ich mich auf seine Hand, nur auf die Hand und wo sie war.
Die Bilder kamen fast automatisch.
Zuerst lagen die Beine, wie vordem entspannt am Boden, kamen dann von alleine wieder hoch und öffneten sich, als seine Hand auf meinem Bauch ruhte.
Auch jetzt lag er wieder so weit entfernt, dass ich von ihm nichts spürte. Ich hörte nur immer wieder seine Stimme, leise und bittend.
„Nur etwas streicheln.“
Als ich wieder in meinen Spasmen lag, konnte ich den Auslöser nicht loslassen. Erst da sah ich, wie sehr männlich er aussah. Ich fasste ihn und zog ihn über mich.
„Aber jetzt, Hans, nicht nur etwas streicheln ...“
„Nur etwas streicheln“.
Immer wieder höre es, wenn ich mir die Bilder anschaue. Fast ungläubig sehe ich mein Gesicht. Sehr, sehr warm wird mir dabei.
Fast allen Besuchern der Ausstellung, die diese Bilder an Ende des Rundganges sahen, war ihre innere Verfassung anzusehen.
Den meisten Männern nicht nur das.