Nur etwas streicheln 2/4
Von
speedygonzalez
Freitag 24.04.2020, 08:35
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speedygonzalez
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„Nur etwas streicheln.“
Leise wehten seine Worte, wie eine Beruhigung über mich hin. Der Finger, genau so leise, folgte den Schlüsselbeinen. Er zeichnete die Kehlen nach, die sie vor meinen Schultern bildeten.
Jetzt waren es mehrere, sie kamen über meine Arme herauf, wieder zu meinem Kopf, der noch auf meinen Händen ruhte, fanden wieder hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.
So sanfte Hände dürfte es nicht geben, oder nur von einem Liebhaber, ging es mir durch den Kopf. Wie¬der gingen sie hinunter.
„Nur etwas streicheln.“
Sie kamen an meinen Brüsten, dem klopfenden Herzen vorbei und gingen wieder die Arme hinauf. Die Brüste meldeten sich zustimmend. Es war die Handfläche, die ich an der Unterseite der Arme spürte, als sie wieder abwärts kam. Viel Zeit ließ die Hand sich an den Achselhöhlen …
„Nur etwas streicheln.“
Klang es nach wie vor sehr zärtlich, begütigend und leise, als er meine Brüste umspielte.
Oh Gott, konnte es denn möglich sein, dass Hände, allein schon Hände, einen so sanft müde machen? Nichts anderes erwarten ließen, als dass es nicht aufhören möge?
Wie auch kleine Steinchen im stillen Wasser Wellenkreise ziehen, so zogen liebliche Wonnen durch mei¬nen Körper. Ich war so matt und angenehm zufrieden, ich achtete einfach nur auf diese Hand, wie sie meine Haut berührte und was sie darunter anrichtete.
„Nur etwas streicheln.“
Oh, ja, nur etwas streicheln, ich mag es, wie du mich streichelst. Wenn du nun aufhören würdest, so wür¬de ich doch den Rest meines Lebens an diesen sanften friedlichen Nachmittag am Meer denken, wo mich Hände, wie nie zuvor so sanft gestreichelt haben.
Meine Brüste hatten sie auch gern, diese Hand. Sie kam so kindlich harmlos, so warm, so ohne die for-dernde Anmaßung, wie sie erregte Männerhände haben können. Nein, sie war nur sanft und schmiegte sich daran, wie ein Baby sie beim Nuckeln halten mag. Sie fühlte das Herz darunter, sie kam herauf zum Hals, sie fand wieder zurück und umrundete beide und die Spitzen zogen sich zusammen. Die Hand blieb liegen und spürte die Wärme, die beide gern und schwesterlich mit ihr teilten. Sie blieb einfach und wir fühl¬ten uns wohl, wohlig und matt. Nie dürfte es aufhören.
„Nur etwas streicheln.“
Auf dem Magen ruhte sie wieder, kam an den Seiten hoch und fand wieder zurück.
Passte sich die Hand der Wölbung meiner Rippen an oder umgekehrt?
In meiner Haut blieben innerliche Merkmale, wo die Hand gewesen war. Ich hätte sie jederzeit nach-zeichnen können. Schmetterlinge hätten nicht leichter sein können, mein sattes Wohlgefühl ließ mich schwerer werden.
Meine Augen immer noch geschlossen, was wollte ich denn sehen, ich spürte doch alles. Diese Hand an mir, auf meinem Bauch, mich wieder nach beiden Seiten streichelnd, ließ mich erschauern. Einmal tief ausatmen konnte ich, nur zufrieden tief ausatmen.
Meine Beine stellten sich einfach auf und die Fersen verankerten sich im Sand. Warmer Wind fächelte wohltuend herein.
„Nur etwas streicheln.“
Die Hand machte Pause auf meiner Hüfte. Hüften eignen sich wunderbar, um Hände dort ruhen zu las-sen. Sie kann von ganz allein tiefer gleiten an den Beinen entlang, soweit sie reicht und wieder zurück-kommen. Dann ruht sie wieder auf der Hüfte, der sonnendurchwärmten.
Es gibt da ein zweites Bein, wo die Hand auf dem Oberschenkel entlang gleiten kann. Wenn ein Mann neben einem liegt, ist es auch mit der Hand einfacher so und besonders schön, wenn die Hand innen auf der noch sensibleren Haut wieder hochkommt.
Sie machte es genau so.
Ich lauschte in mich und verfolgte die Hand. Meine Falten waren nass, ich fühlte es schon außen.
„Nur etwas streicheln.“
Sie blieb liegen dort, sie ruhte. Sie ruhte dort innen am Oberschenkel, machte es wieder und wieder auf beiden Beinen. Sie streichelte bis unter das Bein, streifte langsam wieder hinunter, wieder herauf und - und ruhte dort. Sie tastete sich wieder unter das Bein, wo der Po beginnt und streifte auf der Haut hinunter und kam wieder herauf.
Diese sanften Finger, diese zarte Hand, ich wurde verrückt bei dem Empfinden auf der Haut, unter der Haut. Wie es zog durch den ganzen Körper, mein Empfinden, mein ganzes Sein, wie kann man nur! Ich war so spitz, wie meine Brustwarzen.
Meine kleine Öffnung, so dicht neben seiner Hand. Mein Gott, er hatte sie noch nicht berührt, nicht ein Haar, nicht ein Härchen. Ich schwamm auf einer rosa Wolke. Ganz Erwartung.
„Nur etwas streicheln.“
Eine Entschuldigung? Eine Bitte? Eine Ansage? Nur Freude, nur Vorfreude, reine Erwartung, reine Hingabe an einen Finger, an diese Hand.
„Nur etwas streicheln.“
Ein Finger, ein unscheinbarer kleiner Finger schlich durch die Leiste, die Kehle zwischen Bein und Hügel, als ob er sie grade neu erfände. Wieder und wieder auf beiden Seiten.
Mein Bauch schauerte wieder, ich konnte es nicht unterdrücken. Mein Gott, ging das überhaupt noch – so nah und doch, wie auf einem anderen Stern? Offener, wie ich lag, meine Hände weit fort unter dem Kopf, die Beine einladend weit, empfangsbereiter, offener ging doch gar nicht mehr.
Und dann entlockte er mir einen Schrei, einen kleinen unterdrückten Schrei, als sich ein Finger auf die Lippen wagte. Er glitt auf einer Welle von Lust und Saft, meinem Saft.
„Nur etwas streicheln.“
Wimmernd konnte ich nur nicken. Ja, ja, Streicheln, weiter, weiter und tiefer, aber bitte, bitte Streicheln.