Lust unter schwarzem Mantel
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 21.10.2020, 18:53
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Mittwoch 21.10.2020, 18:53
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(im WWW gefunden)
Genau hier soll es sein,
die glatte Buche läd ein,
mit dem perfekten Licht.
Die Abendsonne richtet
ihren Scheinwerfer
auf eine imaginäre Bühne.
Hinter dem Hühnen von Baum
pulsiert bereits die Brust
einer gespannten,
splitternackten Lust,
bedeckt nur von einem
langen, schwarzen Mantel.
Gleich kommt er vorbei,
der Moment des großen Nervenkitzels,
wenn die Katze zum Sprung bereit ist,
und auf die Bühne stürmt,
wenn die Mantelhälften
wie Vorhänge aufgeschlagen werden.
Wenn sich dann das aufgerissene Augenpaar,
voller Scham abwendet,
geblendet von purer Nackheit.
Es ist der Augenblick,
wenn jemand schreit,
wie beim Lustakt zu zweit.
Alleine diese Vorstellungen
gehören zum erregendsten aller Vorspiele,
Gefühle bis hin zu den Füßen,
ohne irgendetwas einzubüßen,
um nach dem Schrei,
ihren unendlichen Nachhall zu genießen.
Der Höhepunkt naht.
Ahnungslose Schritte hallen heran,
um gleich ihre Unschuld zu verlieren.
Die schwarze Katze springt breitbeinig hervor,
und hält dem erstaunten Wandersmann
aufreizend und verwegen ihre Brüste entgegen.
Darauf war Klaus Peter nicht gefasst.
Sein Schritt kommt plötzlich aus dem Tritt
er kommt nicht mehr mit, macht Rast,
bleibt interessiert stehen.
Er hat schließlich noch nie
eine Exhibitionistin gesehen.
Er zückt verzückt wie in Trance sein Handy,
bespricht die Mailbox benommen:
"Hallo Schatz, hier Peter,
mir ist etwas dazwischen gekommen!
Warte nicht, es könnte
zehn Minütchen später werden!"
Geändert von Anjulaenga (02.02.2020 um 02:36 Uhr)