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Ja lieber Anton

Von Feierabend-Mitglied Montag 24.08.2020, 14:45

Das habe ich aus dem Jahre 2016 gefunden, ein Schriftwechsel mit einem gewissen Anton. Genau da finde ich meine Einstellung wieder. Unsere Gossensprache, unsere Gefühle, die Entwicklung der Frau, die, so mal ein ZDF Beitrag, mit dem sesshaft werden unterdrückt wurden, Die Römer ließen ihre Frauen im Keller verhungern und Kaiser und Könige umgaben sich mit Mätressen. Im Kamasutra ist beschrieben, wie man sich als zurückgesetzte Hauptfrau zu benehmen hat. Worte für Gefühle brauchte man nicht, wohl aber Worte für die Gewalt.

Ja lieber Anton,

ficken, die schönste aller Beschäftigungen! So einen Testosteron gesteuerter Schwanz in sich arbeiten lassen. Animalisch penetriert zu werden? Danach soll ich mich sehnen? Da soll ich mitmachen? Uns fehlen die Worte dafür. Es war und ist heute noch tabu darüber zu reden. „Kinder zu zeugen“ ist was Heiliges! Gefühle habe da nichts zu suchen! Schwanz, Votze, Penis, Vagina, ficken, schlafen ----wo sind die Gefühle? Muschi, vielleicht noch oder Luststab, Lustknüppel.

Es gibt Webseiten mit allen erdenklichen Begriffen. Nichts drückt aus was die Gefühle beschreibt, die wir beim Ficken erfinden. Wir müssen es umschreiben. Orgasmus? Das hört sich an, als ob eine Leitung platzt und Klitoris kommt gleich nach Toiletten-Reiniger!

Wo bleibt das Menschliche? Franziskus lässt regional in den Ländern das Zölibat diskutieren. 87 % aller kirchlichen Würdenträger halten das Zölibat für schädlich. So verlogen gehen wir mit Erotik, Sex und ficken um! Immer schon haben Testosteron gesteuerte Männer, die durch Pheromone besänftigten Frauen geschwängert. Die Natur hat schon dafür gesorgt, dass Frauen das hingenommen haben. Immer schon wurden Frauen kaputt geschwängert bis sie starben. Immer schon haben sich Männer genommen was sie wollten und wenn die Frauen aus dem Nachbardorf geraubt wurden.

Das prägt die Sprache! Ein Mann hämmert drauf rein, bis er seine Samen untergebracht hat. Die Frau erduldet das, weil sie unterlegen ist, weil sie weiß die Kinder könnten was werden. Das bietet ihr Schutz solange die Kinder aufwachsen. Liebe? Wozu? Die Natur hat nie danach gefragt. Die Kinder kamen auch so. Noch heute werden Frauen verschachert, beschnitten und gedemütigt.

Das alles hat doch erst in den letzten 200 Jahren begonnen zu ändern, genauer vor 60 Jahren mit der Antibabypille! Weißt du was es bedeutet, nicht befürchten zu müssen schwanger zu werden. Ohne Angst und ohne die Lebensgrundlage zu verlieren, Lust empfinden zu dürfen? Selber Lust zu haben, zu fordern! Dem Mann gleich gestellt zu sein. Sich mit einem anderen zu vergnügen ohne vergewaltigt zu werden? 60 Jahre, und immer noch keinen Sprachgebrauch für die schönste Sache der Welt, fürs Belohnungssystem und für den Gefühlsrausch, dem wir uns so gerne hingeben.

Habe Geduld mit den Frauen. Nach 1000 Generationen mit der Antibabypille, wir haben heute kaum 3 wird es besser. Dann werden selber aktiv sein und uns die Männer holen. Heute ist es noch nicht die Sache einer Frau zum Mann zu greifen. „Mach mal du mal“, ich warte. Ach ja, bitte ganz tief, denke ich. Ich sag nichts mehr, Keri

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