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Hochzeit im Paradies

Von speedygonzalez Samstag 21.08.2021, 09:57

"Wann, sagte Astrid, dass sie kommen wollte?"
Meine junge Braut fragte über den Frühstückstisch hinweg. Rosig sah sie aus, ich wäre am liebsten aufgestanden und hätte sie in die Arme genommen. Wir liebten uns, wirklich, wir liebten uns und nach der turbulenten Hochzeitsnacht hätte ich angenommen, dass wir etwas Ruhe brauchen würden.
Doch ihre Frage, so harmlos sie auch klang, nein, das war sie nicht. Beide erinnerten wir uns, wie wir uns kennen gelernt hatten, oder näher kennen gelernt hatten. Astrid war ihre Tante, eine recht junge Tante, kaum sieben Jahre älter als sie. Ihre besondere Rolle hatte sie beim Nachhilfeunterricht in Latein gespielt, den Elvira genommen hatte. Bei dieser Nachhilfe hatte die liebe wohlbehütete Elvira ihre Unschuld verloren. Eine Nachhilfe per excelence, wenn man so sagen darf.
"Ich glaube heute Nachmittag."

Braun gebrannt und gut erholt sah sie aus, Tante Astrid, auch wenn wir beide sie nicht so nannten. Und nun stand sie freudestrahlend im Eingang unserer Suite.
"Mönsch, Astrid, herzlich willkommen."
Elvi sprang ihr gleich an den Hals und konnte sich kaum beruhigen. Ich schob die beiden schließlich ganz herein und schloss die Tür. Gut sah sie aus. Frau Dr. Dr. habil. Schambein, so nannte ich sie, wenn wir mal gelegentlich alleine miteinander waren. Sie kicherte immer, wenn sie es hörte. Nachdem sie ihre Utensilien untergebracht hatte, gingen wir hinunter ins Cafe. Das Erzählen konnte ich ruhig den beiden überlassen.
Während wir uns die delikaten Köstlichkeiten schmecken ließen, ging Astrids Blick immer wieder zu einem Bild an der Wand, ein Druck von Rodins "Der Kuss".
"Wie viel Jahre ist das jetzt her, Elvi, na, du weißt schon ...?" Elvi nippte an ihrem Kaffee. "Wenn Du unser besseres Kennenlernen meinst, dann hast Du grade an deiner Doktorarbeit geschrieben und ich mich durch intensives Lateinbüffeln auf das Abi vorbereitet. Also vor 5 Jahren. Aber das Lateinbüffeln mit uns dürfte Dir doch kaum entfallen sein, oder haben inzwischen so viele Doktoranden an dir herumgebastelt, mit Dir gebüffelt?"
Astrid lächelte und ließ uns im Dunklen. "Nein, das nicht ..." sie zögerte und sah zu dem Bild hinüber, " ... aber das Bild von der Skulptur hier an der Wand ist schon gekonnt, ich meine die Skulptur, wie auch die Fotografie." Sie betonte die Fotografie besonders. Ihr Blick ging wieder und wieder zwischen Elvi und dem Bild hin und her.
"Ich hätte nicht übel Lust, diese Pose mit Euch beiden nachzustellen, sozusagen als Hochzeitsgeschenk." Verblüfft sahen wir sie an. Vielsagend lächelte Astrid. "Ich kenn Euch beiden doch, ihr hättet auch nicht übel Lust, genau so etwas mit mir zu machen." Mich fixierte sie besonders. "Und wenn ich an unseren Gerd denke, dann kann ich mir vorstellen, dass er jetzt schon heftige Aufwallungen verspürt. Oder wie nennt man heute das in der Hose? Das konnte er damals schon nicht verheimlichen. Mein Gott, was hat mich das angemacht, zu sehen, wie er mich immer heimlich fixiert hat und dabei immer dicker wurde."
Elvi sekundierte spitzbübisch grinsend. "Ich doch auch und durfte mir nichts anmerken lassen, wohlbehütet, wie ich war. Doch, Astrid, Du hast Dich damals sehr dezent und überaus gekonnt in Sze¬ne gesetzt."
Wir mussten laut auflachen.
Dann verzogen wir uns lieber in unsere Suite, im Hotel musste man nicht unbedingt auf uns aufmerksam werden.
"Habt Ihr was dagegen, wenn ich mich eben dusche? Der Verkehr auf der Herfahrt war nicht grade ein Zuckerschlecken." "Verkehr auf der Straße ist seltener ein Zuckerschlecken, es sei denn auf dem Rücksitz!" "Überhaupt nicht, Reinlichkeit ist doch so wichtig - gehen wir eben zusammen."
Es ging schon los mit den Zweideutigkeiten, wir mussten alle grinsen.
Die Dusche war groß genug für uns alle, auch wenn es etwas eng wurde. An meinem Dabeisein rieben die beiden sich besonders. Muss man halt mit leben. Anziehen brauchten wir uns nicht, denn bei der Skulptur von Rodin waren die beiden auch nackt. Astrid schloss sich uns an und es war schon erhebend, die beiden Frauen im Evaskostüm um mich herum zu sehen.
Astrid schob einen Sessel so ins Licht, wie sie meinte und ließ uns darauf Platz nehmen. Entsprechend Vorgaben der Skulptur hing Elvi mehr in meinen Armen, ihren Arm um meinen Hals geschlungen und meine Hand lag auf ihrem Oberschenkel.
"Bedient Euch ruhig solange, bis ich mit den Einstellungen fertig bin." Fand Elvi auch und war schon mit ihrer anderen Hand an meinem jetzt amtlich sanktionierten Ehezeugs.
"Bei halbwegs brauchbar musst Du aufhören, Elvi, sonst muss ich zu lange warten." Wir mussten kichern. "Man könnte aber auch mit dem Überdruckventil den Betriebsdruck etwas herunter fahren." Prustendes Gejohle, uns ging es wirklich gut. Glitzernde Augen bei Astrid. "Nun, Elvi ...?" "Doch, doch, halte ich für ausgesprochen gut und weil Du unser geehrter Gast bist, ferner so lange nichts mehr von meinem Lateinlehrmeister und leiblichen Erzieher erfahren hast, sollst Du den Vortritt haben. Komm, Astrid, es wird wieder so schön, wie damals."
Astrid war immer noch scharf auf mich, eher noch mehr als damals, das merkte ich denn sogleich. Sie sah sich um und wählte dann einfach unser Bett.
"Halt mal, ich habe da noch etwas, das habe ich ganz vergessen. Du entschuldigst mich bitte einen Moment, Gerd, dass ich Dich mit so hartem Lustobjekt einen Moment warten lasse, aber ich bin gleich wieder da." Damit flitzte sie in ihr Zimmer hinüber und kam mit einer Fototasche wieder, die mir sehr bekannt vorkam. Ihr Grinsen war mehr als anzüglich.

"Wir könnten uns doch etwas einstimmen, meint ihr nicht?" Die Fotos, die sie auf das Bett schüttete waren von damals. Jubel bei Elvi, als sie eins ums andere ihre alten Fotos durchblätterte.
"Kuck mal, Astrid, wie scharf das aussieht, als er Dich auf unserem Küchentisch ran genommen hat. Ihr glaubt nicht, wie mir dabei im Garten, die Muschel übergelaufen ist."
Astrid hob nur andeutungsweise den Kopf von meinem Schoß. Was sie dort vorgefunden hatte versprach ihr mehr Lust, als die Fotos, die sie ja seit fünf Jahren von uns in Gewahrsam hatte. Und wenn sie mich schon nackt auf einem Bett hatte, brauchte sie keine Fotos von damals mehr. Sie hielt sich auch nicht lange kopfunter dort auf, sondern setzte sich auf meinen Wurmfortsatz.
"So, liebe Elvi, das hat mir wirklich gefehlt." Genüssliches Wiegen auf meinem Schoß. "Und wenn ich das jetzt so fühle, kann ich Dich wirklich beglückwünschen, gib nur gut auf ihn acht, besonders auf den Betriebsdruck, Du verstehst, nicht wahr?"
Die nickte nur und war gleich vor Astrid zwischen meinen Beinen. Ihr listiges sinnliches Lächeln hätte man fotografieren sollen. "Deshalb lass mich etwas nachhelfen. Dein Betriebsdruck muss doch nach dem Straßenverkehr auch reichlich hoch sein. Nun, das Überdruckventil um Dampfablassen ist ja gut, wie soll ich sagen - eingeführt. Jetzt lass mich einmal sehen, ob ich die richtigen Schalter finde."
Die fand sie, weiß Gott, die fand sie und wußte damit umzugehen. Ein ums andere Mal war meine Vorrichtung zur Familienplanung in ihrem Munde, dann wieder züngelte sie über Astrids Schalter, wie sie es genannt hatte. Der gingen, um im Bild zu bleiben, ein paar Mal die Lichter an und aus.
Die Aufnahme von der Skulptur kam dennoch zu Stande. Astrid machte eine ganze Serie von Fotos. Was auf den Fotos nicht zu sehen war, Elvis Hand, wie sie mich streichelte. Die letzte Aufnahme, bevor sie sich wieder auf meinen Schoß schwang, war das, welches nun über unserem Bett hängt.

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