Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

1 2

Die Badewanne 1/3

Von speedygonzalez Montag 17.08.2020, 15:33

Auf demselben Flur war vor kurzem ein junger Mann eingezogen, der bei mir einen sehr angenehmen Eindruck hinterlassen hatte. Den Umzug hatte er fast selber erledigt, was wohl auf eine gehörige Portion Kraft und Arbeitserfahrung schließen lassen konnte. So, wie er die Treppen herauf nahm, das war schon beeindruckend anzusehen, also nicht nur gut aussehend, sondern auch noch sportlich fit. Ok, ich brauche wohl nicht lange um den heißen Brei herumzu-reden, er gefiel mir ausnehmend gut, eher noch: ich war verknallt in ihn.
Das fand daher einen guten Boden, weil ich seit zwei Jahren geschieden war und in der ganzen Zeit sich niemand um mich oder mein persönliches Wohl-befinden gekümmert hatte. Ich meine damit, das auf Gegenseitigkeit beruhende. Vorher auch nicht so recht. Also noch einmal, ich war ausgehungert, fand ihn super und wollte mit ihm anbandeln.
Aber wie das anstellen? Er grüßte immer recht freundlich, doch mehr konnte ich bislang nicht sehen. Da kam mir die Post zu Hilfe. Er war außer Haus und ich konnte ein Päckchen für ihn annehmen. Als er kam und sein Päckchen in Empfang nahm, hatte ich dann etwas leichtes Sommerliches an, kam ja auch grade aus dem Garten. Er trug keinen Ring, das war schon mal gut.
„Ach, Herr Wintering, ich habe für Sie ein Päckchen angenommen, Sie waren nicht da.“ Welch eine Logik. „Oh, das war aber sehr nett von Ihnen, danke sehr, ich habe schon drauf gewartet.“ Sehr freundlich sein Gesicht und auch neu-gierig seine Augen während des Gesprächs im Flur.
„Sagen Sie, Herr Wintering, ich kann die Gemüseernte aus meinem Garten gar nicht alle verbrauchen, kochen Sie selber?“ Nach kurzem Blick auf das Päck-chen, war er wieder ganz bei mir. „Doch, ja, ich koche und das sogar gerne, wer sonst, wenn nicht ich.“ Aha, ein interessanter Hinweis, aber da war bei ihm noch etwas. „Darf ich Ihnen dann hin und wieder ein paar Sachen vor die Tür stellen, es ist einfach zu viel, wie das im Moment gedeiht.“ Erfreulicherweise fand er nicht nur daran Gefallen, an meinem Dekolletee auch, wie ich sehen konnte. Nun, ich hatte es auch appetitlich angerichtet.
„Das wäre wirklich nett, Frau Gerber.“ „Dann wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.“ Er folgte meinen Bewegungen sehr genau, als ich mich zurückzog. Was war das nur, was mich da so inspiriert hatte? Etwas hatte irgendwo richtig angeschlagen in mir.
So fand er hin und wieder ein Körbchen mit Gemüse vor seiner Tür. Das war recht problemlos, denn wir bewohnten die oberste Etage und es kam sonst niemand herauf.

Eines Morgens stand dann eine Flasche Rotwein in dem leeren Körbchen vor meiner Tür. Fast wäre ich darüber gestolpert. Es war ein recht guter Wein und es freute mich sehr.
„Mein lieber Herr Wintering, damit haben Sie mich aber ganz schön überrascht. So war das nicht gemeint, aber gefreut hat es mich doch. Darf ich Sie einladen, diese Flasche mit mir zu lehren, mit einem entsprechenden Essen dazu?“ „Das muss aber nicht sein, ich wollte mich lediglich für Ihre Aufmerksamkeiten be-danken und ehrlich gesagt, so frisches Gemüse ist doch wirklich fein.“
Du auch, dachte ich. „Es schmeckt Ihnen also? Fein, dann würde ich gern Samstagabend vorschlagen, ist Ihnen das recht?“ Doch, es war ihm recht.
Als er kam, hatte er noch eine Flasche dabei. Ging er davon aus, dass eine Flasche nicht reichen würde? Mir sollte es recht sein. Unser Abendessen reifte im Römertopf heran und so konnte ich mein Vorhaben leichter in die Tat umsetzen.
„Herr Wintering, das grenzt ja an Vergnügungssucht!“ Ich hatte noch Garten-kleider an. „Aber ein Lapsus ist mir dazwischen gekommen, das tut mir leid. Eine Gartennachbarin hatte Probleme und da konnte ich mich nicht so schnell verabschieden.“ „Für mich kein Problem.“ „Kann ich Ihnen einen Vorschlag machen?“ „Immer doch!“ „Sie dekantieren den Wein und ich gehe derweil ganz schnell in die Wanne, sonst fühle ich mich nicht wohl.“ „Eine Badewanne! In meiner Wohnung ist nur eine Dusche, echter Luxus bei Ihnen.“ „Doch, ich möchte sie nicht missen, es gibt nichts Schöneres zum Entspannen, aber jetzt gibt es eher eine Schnellreinigung. Hier Korkenzieher und Karaffe, ich bin dann mal eben nebenan.“
Die Schlafzimmertür fiel nicht ganz ins Schloss, aber er war ja auch mit der Flasche beschäftigt, wie ich beim Gang ins Bad hören konnte. Beim Schließen der Tür zum Bad sah ich noch, dass er mir mit den Augen gefolgt war.
Beim Abtrocknen die Frage, wieder richtig anziehen oder eher leichter? Die wurde mir dann aber abgenommen, weil der Wecker für den Römertopf klingelte. Daher nur etwas Leichtes drüber? Aber dann kamen mir doch Bedenken, ob es nicht etwas zu forsch wäre. Wenn er meine Vorstellungen nicht teilen würde, stände ich ganz schön belämmert da. Wenn das Essen aber verkochen würde, wäre es auch nicht recht.
Also …
In der Küche nahm ich die zwei Kelche. „Schenken Sie ein?“ Tat er gerne. „Und dann möchte ich uns das Du anbieten. Etikette hin oder her, mich jetzt wieder ganz anziehen und das Essen warten lassen … auf gute Nachbarschaft, ich heiße Astrid.“ Nach einem flüchtigen Blick über mein Erscheinungsbild. „Finde ich auch, gute Entscheidung, ich heiße Manfred. Zum Wohl.“
Wir stießen an, tranken uns zu und es folgte ein dezentes Küsschen, wobei ich ein Weiteres stibitzte. Jetzt wusste ich, was mich so angemacht hatte. Sein Duft, Santa Klitoria, was schlug der bei mir ein! „Setz Dich, Manfred. Nein, leg doch vorher Dein Jackett ab. Ich komme mir sonst zu leicht gekleidet vor.“ Quittierte er mit einem Lächeln und einem anerkennenden Blick auf mein Outfit. Zu kurz war der Bademantel nicht, ließ neben viel Bein aber erkennen, dass ich drunter immerhin meine Dessous anhatte. Mein Gott, wenn es doch nur nicht so kribbeln würde!
Das Hirschragout aus dem Römertopf duftete, der Wein passte hervorragend, eine Zeitlang genossen wir schweigend. „Darf ich Dir nachlegen?“ „Danke gern und Dir noch einen Schluck Wein?“ „Gern, ein sehr feiner Tropfen, zum Wohl, Manfred.“
Den Espresso nahmen wir dann im Wohnzimmer, wobei die Flasche mitgenom-men wurde. Nun hatten wir beide ein wenig mehr Zeit für uns. Seine Augen wa-ren weniger mit dem Teller beschäftigt als eben, will sagen, mein Stellenwert wurde sehenswerter eingeschätzt. Ich muss sagen, er gefiel mir wirklich. Ich fragte ihn nach seiner Beschäftigung, von mir hörte er, dass ich im Einkauf zu tun hatte. „Hm, hast wahrscheinlich viel im Sitzen zu tun, nehme ich an.“ „Ganz recht und deshalb ist mir der Garten auch so wichtig und weil die meisten Früchte dicht am Boden wachsen, kommt meine Gymnastik auch nicht zu kurz.“ Das Gespräch plätscherte in angenehmen Bahnen. Seine Hände fielen in mein Blickfeld, wie die eine mit dem Stiel des Weinglases spielte. Sehr schöne Hände, wenn sie so um eine Brustspitze spielen würden? Ich wurde unruhig. „Mit der Badewanne hinterher ist dann immer alles in Ordnung.“ „Apropos Bad, ich sollte mal ganz schnell zu mir hinüber.“ „Musst Du nicht, kannst Du auch hier …“ Die Hand – das Weinglas. „Meinst Du?“
Bei dieser Unterhaltung war mir der Mantel etwas von den Beinen gerutscht, die ich auf dem Sofa liegen hatte. Ich nahm ihn wieder hoch, was er mit Auf-merksamkeit verfolgte. „Nun mach schon.“

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Erotik im Alter > Forum > Die Badewanne 1/3