Herr Holle
Von
Petronia
26.04.2020, 00:46
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Von
Petronia
26.04.2020, 00:46
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(Sorry, leider auf die falsche Taste gedrückt) also weiter....
Was weiter passiert ? Morgen ....
...die jedoch sein Hinterteil entblößt ließ. Aus diesem ragte ein langer Stab.
"Wer bist du?" fragte das Mädchen freundlichund der Mann antwortete: "Ich bin ein Ofen!"
Das erschien dem Mädchen zwar wunderlich, da sie jedoch gewohnt war, nicht zu widersprechen, nahm sie es hin. " Ich bin voller Brot" fuhr der Mann fort, "das muss heraus, sonst verbrennt es ! Zieh es heraus !" Gehorsam wie immer, wenn auch etwas befremdet, packte sie den Stab mit beiden Händen und zog daran. Als er fast heraus war, rief der Mann:"Nein, hält, ist noch nicht fertig! Schiebs wieder rein, nein doch raus ! Rein! Raus !" Und so weiter in einem fort. Schließlich seufzte er erleichtert: "Jaaa, jetzt ist es fertig. Du kannst das Brot herausziehen!" Sie tat wie ihr geheißen und wunderte sich: An dem Stab war kein Brot....
Trotzdem froh, geholfen zu haben, ging das brave Mädchen weiter. Etwas später begegnete das holde Kind einem Mann, der stand ganz nackt auf der Wiese und hielt sich Zweige vors Gesicht. " Ich bin ein Baum!" sprach er, " Pflück meine Äpfel, sie sind schon ganz reif !" Die Stimme des Baumes erinnerte sie irgendwie an den Ofenmann, doch da sie ein gehorsames Mädchen war, zögerte sie nicht lange und ging an die Arbeit. Sie fand aber nur zwei Äpfel und die wollten nicht abgehen, so sehr sie auch daran zog. Der Baum war ihr trotzdem dankbar, dass sie es so ausdauernd versucht hatte.
Endlich kam sie zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau mit großen Zähnen und Bartstoppeln und irgendwie hatte auch sie wieder eine gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Baum und Herrn Ofen.
"Hab keine Angst, liebes Kind ", rief die seltsame Alte, " ich bin der Herr Holle! Bleib bei mir und wenn du fleißig alle Arbeit erledigst, soll's dir gut ergehen! Du musst nur acht geben, dass du mein Bett immer gut aufschüttelst, dass die Federn fliegen. Denn dann schneit es in der Welt. Schütteln wird wohl nicht genügen, besser ist es, darin herumzuhüpfen. Noch besser, wir tuen es zu zweit!" Das gute Mädchen fasste sich ein Herz und willigte ein, denn hier gefiel es ihr allemal besser als am heimischen Herd. Tag für Tag stocherte sie von nun an im Ofen, zerrte an den Äpfeln und sprang mit Herrn Holle durch die Betten.
Und es ging ihr wohl dabei. Sie hatte ein behagliches Leben und hörte nie ein böses Wort. Nach einiger Zeit aber wurde sie traurig und spürte das Heimweh. Obwohl es ihr hier tausendmal besser ging, so sehnte sie sich doch nach ihrem Zuhause. Herr Holle hatte großes Verständnis und ließ sie gerne ziehen. Vielleicht langweilte ihn ihre Willfährigkeit auch schon ein wenig. " Weil du mir so gedient hast, will ich dich selbst nach oben bringen ", sprach er und führte sie hinter einen Vorhang.