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Meine Sonne, mein Stern, Du Lieblingsmensch

Von Feierabend-Mitglied Montag 08.05.2023, 15:36

Ich liebe Dich.
Wer hört diese Aussage nicht gern? Also mich versetzen diese Worte in eine Art Dämmerzustand. Diesmal kamen die Worte mir etwas früh. Viel zu früh. Wollte sie aber nur zu gern glauben. Hoffte. Und so. Sah deshalb zwar die drohenden Wolken, aber ein Gewitter kann, muss sich aber nicht in jedem Fall entladen.
Verwende ich diese Worte, meine ich nicht im Einzelnen: Du bist die Frau meiner Träume. Bin gern mit Dir zusammen, am liebsten immer. Könnte mir eine andere Frau nicht mehr vorstellen!
Du bist mir mehr wert als alles Andere. Ob ein Leben ohne Dich möglich ist, möchte ich nicht ausprobieren, weil sinnlos und viel zu gefährlich. Könnte ich Dich doch verlieren.
Bin unwahrscheinlich stolz, Dich erobert zu haben.
Wenn Du nicht in der Nähe bist, fehlt einfach etwas.
Das Leben fühlt sich dann irgendwie leer an.
Ein Blick in Deine Augen, die Umgebung blendet sich automatisch aus,
ich sehe das Wichtigste in meinem Leben.
Ich fühle die angelegten Fesseln, bin mir aber sicher: Dir geht es nicht anders und Du würdest die Fesseln nicht missbrauchen. Dass Deine Probleme auch uneingeschränkt meine Probleme sind, steht außer Frage und ich werde alles Erdenkliche in die Wege leiten, Dir bei deren Lösung zu helfen.
Wer Dich angreift, muss zuvor an mir vorbei. Denn Du bist ich. Meine besseres ich.
Wenn Du Sorgen hast, geht es mir so lange mindestens ebenso schlecht,
bis die Wolken sich verzogen haben.
Nein, meine dies und noch viel mehr nicht im Einzelnen, sondern „Ich liebe Dich“ meint alles auf einmal. So ein Gefühl muss wachsen. Es benötigt ein stabiles Fundament aus Vertrauen und der daraus erwachsenen Sicherheit.
Wer kurz nach dem Kennenlernen den Zaubersatz ausspricht, verwechselt Liebe mit Verliebtheit.
Diese aber ist ein Säugling, ein kleines Bäumchen, möchte groß und stark werden und besitzt bereits alle Anlagen dazu. Es sind aber Anlagen und noch nicht der Baumriese. Man kann es noch so leicht ausreißen.
Verliebtheit kann ein Leben lang tragen. Es darf nur nichts dazwischen kommen. Ein lediglich verliebter Mensch wird nach kurzen Problemlösungsversuchen einfach aufgeben.
Was bedeutet: Du bist mir dieser Mühe nicht wert. Die Welt ist voll von Getrennten. Schließlich haben andere Mütter auch schöne Kinder. Diese haben bestimmt nicht gelogen, als sie sagten: Ich liebe Dich. Sie wussten es einfach nicht besser.
Hatten „Die Liebe“ nie wirklich erfahren. Wissen nicht: die Liebe leitet sich nicht vom Wollen, sondern vom Müssen ab.
Wer wirklich liebt, hat keine Wahl.
Hat man nicht sein Leben lang seine Verliebtheit zur Liebe ausgebaut oder im schlimmsten Fall, sie an einen eiskalten voll egoistischen Menschen verschwendet, was kann man denn da für Erfahrung / welches Verstehen erwarten?
Wer liebt, empfindet die gleiche Verantwortung für einen Partner wie für sich selbst. Dort gibt es erst einmal keinen Unterschied.
Einer trage des anderen Last.
Erlaubt man dem Partner nicht, die eigene Sorge mitzutragen,
wenn es angeboten wird, signalisiert: „Ich traue Dir eine echte Hilfe nicht zu.
Benötige Dich nicht zum Leben, sondern als Spielzeug.
Du sollst mir Spaß bringen.
Mehr nicht.
Die wirklich ernsthaften Dinge erledige ich deshalb lieber allein.
Sei froh, wenn ich Dich überhaupt einweihe“.
Liebe aber zeigt sich erst dann wirklich, wenn es tatsächlich ernst wird.
Wer keine Liebe annehmen kann und deshalb beim geringsten Problemchen davon läuft, meint,
wenn der obige Satz fällt, eine literarische Figur.
Die aber ist nicht im Leben,
sondern zwischen zwei Buchdeckeln am besten aufgehoben.

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