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Die Poebene

Von Fiddigeigei Mittwoch 11.12.2019, 07:02

Die Poebene

Von den Alpen herab ergießt sich der Strom Po, aus dem Schweizer Tessin kommend fast 700km in den Norden Italiens hinein.
Die Poebene, die ihren Namen durch diesen Fluss erhalten hat ist der fruchtbarstes Landstrich ganz Italiens. So kann man es in einem Reiseführer oder bei Wikipedia nachlesen.

Da gibt es aber noch einen ganz anderen Po. Das ist keine Ebene, sondern zwei, manchmal steile, manchmal, sanfte Hügel oder flache, je nachdem wie sie durch Mutter Natur geformt wurden.
Die Zwei Hügel sind durch einen schmalen Einschnitt getrennt.
Mein Onkel Fritz, der meines Wissens der einzige Hotzenwälder war, der je seine Beine auf wankende Schiffsplanken gesetzt hat und den Beruf des Seemanns ergriff, war unter anderem ein guter Geschichtenerzähler.
Wenn er uns in unserem beschauliche Städtchen besuchte, um seine Heuer zu vertrinken und sich mit liederlichen Mädchen herumzutreiben, spann er wie jeder Seefahrer sein Seemannsgarn. Abends, wenn wir Kinder ins Bett mussten und Onkel Fritz noch nüchtern war, erzählte er uns Geschichten von Meerjungfrauen( Mit denen ein Seemann nichts richtiges anzufangen konnte, wie er uns erklärte), Seeungeheuer, Stürmen und herrenlosen Schiffen auf denen Mannschaften waren, die keine Köpfe mehr hatten oder aber nur Köpfe zu sehen waren. Wohl je nach Rum-Lage.
Uns gruselte es furchtbar und oft schlüpften wir 5 dann alle in ein Bett.
An eine Geschichte erinnere ich mich noch besonders gut:
„ Warum ist der Popo bei uns Menschen geteilt“. Seine Erklärung war die folgende und uns Kinder die einleuchtenste:
Als die ersten Menschen schwimmen lernten, wurden sie von einem Sägefisch ( er zeigte uns dazu ein Bild von diesem Ungetüm auf seiner haarigen Seemannsbrust) verfolgt und dabei sei es schlussendlich passiert.................................................................................
Der Popo- seemännisch auch Achtersteven genannt ward ab dieser Zeit in zwei getrennte Hälften, nämlich in zwei Pobacken, je einen Steuerbord, den andere Backbord, wie Onkel Fritz der Seemann es nannte eingeteilt.
Nun muss ich trotz meines Alters zugeben( Bin jetzt gerade etwas verlegen geworden), dass ich, wenn ich im Meer schwimme, mich heute noch oft umdrehe um mich zu vergewissern, dass ich nicht von einem solchen Ungetier attackiert werde und die Spalte eventuell noch tiefer eingeschnitten wird.
Ja, solche kindliche po(st)traumatische Erlebnisse können lange Nachwirkungen haben.
Bis jetzt konnte mir keiner selbst der brillantesten Psychologen - war deshalb sogar in Amerika- diese Angstzustände nehmen.
Beim Arbeiten mit einer Säge stehen mir Schweißtropfen auf der vor Angst gerunzelten Stirne und ich trage zu diesem Zwecke immer eine Unterhose mit einer entsprechender Schwedenstahleinlage- hinten drin.
Die Konstruktion wurde von der bekannten Firma Stiehl (Motorsägenhersteller)speziell für mich gebaut und auf ihre Tauglichkeit vom TÜV Rheinland geprüft.

Nun lese ich ab und zu aus Bildungsgründen( was bei mir sicher nottut) die Zeitungen und da gab es ein interessantes Thema, bei dem ich dachte es könnte mein psychisches Po Problem lösen.
Es ging dabei um einen Po und zwar genauer gesagt um den Po einer Südamerikanischen Filmschauspielerin, die wir Jennifer Lopez nennen wollen- . Der Name wurde von der Redaktion geändert. Abgekürzt sprechen wir jetzt nur noch vom „Po der Lo“.
Diese Südamerikanische Dame Lo muss über ein solch prägnantes Hinterteil verfügen, dass viele Frauen sich ebenfalls ein solches wünschen.
Nun, wie können solche Wünsche wahr werden. Der Artikel beinhaltete Adressen von so genannte Schönheitsoperateure, die in der Lage sind den Superpo von der Lo nachzuformen.
Das kostet natürlich ne Menge Geld und je nach Situation und Architektur eine größere Portion an Silicon.
Dazu wird die nach Po-Lo heischende Patientin einige Zeit in der Bauchlage verbringen müssen, bis sie in Lage versetzt sein wird mit dem Hinterteil so zu wackeln wie die Lo das kann.
Natürlich war ich mehr als sehr erstaunt über die Damenwelt, die solche Strapazen auf sich nimmt nur um einen Wackelhintern anzuschaffen. Ich persönlich heische nicht der Gleichen und bin mit den gottgegebenen Pos zufrieden.

Letztens sah ich auf der Straße eine Dame, die so gut mit ihrem Achtersteven wackeln konnte, dass ich sofort an eine Operation dachte.
Aus reinem wissenschaftlichen Interesse heraus fragte ich ganz harmlos und in aller mir zur Verfügung stehenden Höflichkeit- Die ihr meine lieben Leser ja auch kennt und mir sicher bestätigen werdet-:
„ Gnädige Frau, bei wem haben sie sich denn diese Prachtstück von Po anfertigen lassen“

Mensch, hat die mir eine geknallt.

Carlos
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Es gibt,- wenn meine geneigten Leserschaft Interesse an einem solchen Thema zeigen sollte, eine Fortsetzung zum Phänomen der Schönheitsverbesserung in Deutschland.

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