Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

17 8

WILHELM BUSCH AUF BORKUM

Von egalis Dienstag 03.08.2021, 20:06

Hermine sagte mir, sie wollte,
dass ich ihr mal was dichten sollte.
Ich sagte ja! Und also hüh!
Fährt jetzt mein Geist per Phantasie
nach Borkum, legt sich auf die Düne
und dichtet was für die Hermine.

Von einer Düne sieht man weit.
Das Meer ist voller Flüssigkeit.
Das Ostland ist an Möwen reich.
Die jungen Möwen hat man gleich;
die Eltern aber schrein und tüten
und schweben über unsern Hüten.
Hier ist der Entoucas zu loben,
nicht alles Gute kommt von oben.

Zu Upholm wird das Schaf gemelkt.
Die Kuh will Futter, wenn sie bölkt.
Der Kuhhirt sammelt viele Kühe
durch lautes Tuten morgens frühe,
dies weckt den Fremden unvermutet,
so dass er fragt, wer da so tutet.

Am Strande aber geht man froh
erst so hin und dann wieder so;
man sieht ein Schiff, tritt in die Qualle,
hat Hunger, steigt in diesem Falle
zur Giftbutike kühn hinauf,
erwirbt ein Butterbrot durch den Kauf
und schlürft, wenn man es nötig hat,
den vielberühmten "Dorenkat";
ein Elexier, was notgedrungen,
durch ein Malör dazu gezwungen
vor hundert Jahren hierzuland
der Pieter Dorenkat erfand.

W Busch * 15. 04. 1832 in Wiedensahl / + 09. 01.1908 in Mechtshausen

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Deutsche Lyrik > Forum > WILHELM BUSCH AUF BORKUM