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Und noch ein schönes Gedicht von Richard Dehmel

Von Feierabend-Mitglied Montag 13.07.2020, 10:04

(1863-1920)

MORGENANDACHT

Sehnsucht hat mich früh geweckt,
wo die alten Eichen rauschen,
hier am Waldrand hingestreckt,
will ich dich, Natur belauschen.

Jeder Halm ist wie erwacht;
Grüner scheint das Feld zu leben,
wenn im kühlen Tau der Nacht
warm die ersten Strahlen beben.

Wie die Fülle mich beengt!
So viel Großes, so viel Kleines!
Wie s sich zusammendrängt
in ein übermütig Eines!


Tja,... leider ist es heute oft soo, dass Viele nur noch auf ihr Smartphone schaun, wisch-und-weg-Bewegungen machen... und rundherum die Welt weder sehen, noch hören, da sich evtl. auch noch Stöpsel im Ohr befinden.

Dazu tragen Einige noch die Maske - sogar beim Joggen, Auto- oder Radfahren!

Dass diesen Menschen viele Schönes entgeht, werden sie wohl nie begreifen, denn das Leben rauscht sozusagen an ihnen vorüber. Keinen Vogelgesang, keine Blume, NICHTS -rein gar nichts- bekommen sie mit, denn sie leben lieber in ihrer virtuellen Welt!

Ob sich DAS auf`s Gehirn auswirkt, kann -m. E. nach- nicht bezweifelt werden.

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