Theodor Fontane und seine Reiselust.
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Feierabend-Mitglied
06.06.2021, 13:55
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Mit achtzehn Jahr und roten Wangen,
Zum Guten?
Da sei's, da wandre nach Paris,
Wenn noch kein tieferes Verlangen
Sich dir ins Herze niederließ;
Wenn unser Bestes: Lieb' und Treue,
Du nicht begehrst und nicht vermißt,
Und all das wechselvolle Neue
Noch deine höchste Gottheit ist.
Mir sind dahin die leichten Zeiten,
Es läßt mich nüchtern, läßt mich kalt,
Ich bin für diese Herrlichkeiten
Vielleicht zu deutsch, gewiß - zu alt
Theodor Fontane 1819-1898
Wer kennt sie nicht die Stadt an der Seine, Paris wo vielleicht ein jeder in seiner Jugend einmal hin wollte
die Stadt der romantischen Liebe.
Die Stadt der vielen Sehenswürdigkeiten, des stolzen
Eifelturms und und.
Fontane war ein reiselustiger Mann. Er bereiste sehr gerne seine deutsche Heimat die Mark Brandenburg die er ausführlich beschrieb.
Aber seine Reisen führten ihn auch nach Frankreich, England, Österreich die Schweiz und Italien.
Er kehrte aber immer wieder gerne in seine Heimat zurück.
Hier eines seiner bekanntesten Gedichte.
Ich bin hinauf, hinab gezogen
Und suchte Glück und sucht' es weit,
Es hat mein Suchen mich betrogen,
Und was ich fand, war Einsamkeit.
Ich hörte, wie das Leben lärmte,
Ich sah sein tausendfarbig Licht,
Es war kein Licht, das mich erwärmte,
Und echtes Leben war es nicht.
Und endlich bin ich heimgegangen
Zu alter Stell' und alter Lieb',
Und von mir ab fiel das Verlangen,
Das einst mich in die Ferne trieb.
Die Welt, die fremde, lohnt mit Kränkung,
Was sich, umwerbend, ihr gesellt;
Das Haus, die Heimat, die Beschränkung,
Die sind das Glück und sind die Welt.
Zur Zeit Fontanes reisten nur wenige Menschen.
Reisen war beschwerlich und teuer und nur etwas für Privilegierte.
Heute sind die meisten Menschen sehr reiselustig und es ist nichts besonderes mehr in ferne Länder zu reisen,
die Welt hat sich verändert.