"Sinkender Himmel " Stefan Zweig 1881-1942
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Feierabend-Mitglied
Samstag 07.11.2020, 19:14
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Du Herz,das immer die Sterne begehrte,
Für jeden Wunsch verschenkt sich ein Traum.
Sieh,schon neigt sich der abendverklärte
Himmel zu dir, und du faßt es kaum.
Neigt sich und neigt sich.Und in sein Sinken
Hebt die Erde verschreckt ihr Gesicht,
Und wie mit purpurnen Lippen trinken
Die Höhen das letzte löschende Licht.
Alle Bäume schon müssen ihn fühlen,
Steil greift ihr Schmerz in den Abend empor,
Und mit zitternden Armen wühlen
Sie sich in den samtenen Sternenflor.
Und tiefer rauschen die Wolkenfernen.
Schon streifen sie dich,wie einKuß,wie ein Kleid
Und wiegen nun sanft mit silbernen Sternen
Dein Herz in die nahe Unendlichkeit.