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In die Stille

Von Fiddigeigei Dienstag 29.08.2023, 15:11 – geändert Dienstag 29.08.2023, 15:15

Nur eine Inspiration von mir zum Gedicht

Heute bin ich aufgewacht und niemand lag neben mir.

Meine Hand nach deiner tastend. Griff ins Leere.

Im Krankenhaus stehe ich vor der Zimmer Nummer 426. Ich klopfe. Niemand sagt> Herein <.

Ich öffne die Türe. Du bist nicht da.

Deine Pantoffeln stehen verloren und einsam auf dem kahlen Fußboden.
Panik!

Wo ist nur deine Hand?

Ich sinke ins Bett. Immer wieder sucht ich nach ihr.

Was wird morgen sein?



Der blaue Tag liegt in dem Fensterrahmen unerregt.
Im Zimmer deine zarte Brust sich atmend auf und ab bewegt,
Als ist zu atmen schon allein des Lebens allerhöchste Lust.
Windstille liegt am Berge draußen unbewußt,
Als hat die Erde weite Wege heut zurückgelegt.
Und durch die Fenster sieht der Berg auf deine Brust,
Die keinen Augenblick ermüdet stille liegt.
Ein Vogel hoch hin überm Himmel einsam fliegt
Und wie dein Atem ohne Pausen sich über allen Bergen wiegt.

Gedicht von Max Dauthendey
Geb. 1867 in Würzburg, gest. 1918 in Malang/indonesien


Man sollte im Wiki, unter Max Dauthendey die ganze Vita dieses Dichters lesen.

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