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Im schönsten Wiesengrunde ....

Von Feierabend-Mitglied Freitag 20.08.2021, 17:10 – geändert Freitag 20.08.2021, 17:54

liegt meiner Heimat Haus,
da zog ich manche Stunde
zum Tal hinaus.
Dich mein stilles Tal grüß ich tausendmal.
Da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus.

Wie Teppich reich gewoben,
steht mir die Flur zur Schau,
oh Wunderbild und oben
des Himmels leuchtend Blau.

Das Bächlein will beleben,
den heimlich trauten Ort,
da kommts durch Wiesen eben
und murmelt leise fort.

Kommt, kommt der Tisch der Gnaden
winkt reichlich überall,
kommt,all' seid ihr geladen
ins stille Tal.

Wie froh sind da die Gäste !
Da ist nicht Leid noch Klag,
da wird zum Friedensfeste
ein jeder Tag.

Müßt aus dem Tal ich scheiden,
wo alles Lust und Klang,
das wär mein herbstes Leiden,
mein letzter Gang.

Dich mein stilles Tal,
grüß ich tausendmmal !
Das wär mein herbstes Leiden,
mein letzter Gang.


Wilhelm Ganzhorn, lebte im Schwarzwald war Jurist und Altertumsforscher
und ein Hobby Dichter
geb. 1818 in Böblingen
verst.1880 in Stuttgart

seine lit. Werke befinden sich im Schiller Museum in Marbach


Dieses Gedicht hat 13 Verse !!!!!!
und ist vor allen Dingen
als Lied bekannt.
Im Lied werden meist
die erste und die beiden letzten Strophen gesungen.
Ganzhorn hat das Gedicht zur Melodie eines Gesangsstückes "3 Lilien" geschrieben.



eig.Bild

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