Hommage Goethes an seine Frau Christiane
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Feierabend-Mitglied
Freitag 12.03.2021, 14:48
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25 Jahre nachdem Goethe Christiane kennengelernt hatte, schrieb er 1813 das allegorische Liebesgedicht an sein "Blümchen".
GEFUNDEN
Ich ging im Walde
so für mich hin,
und nichts zu suchen,
das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
ein Blümlein stehn,
wie Sterne leuchtend,
wie Äuglein schön.
Ich wollt es brechen,
da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
gebrochen sein?
Ich grub´s mit allen
den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich´s
am hübschen Haus.
Und pflanzt es wieder
am stillen Ort.
Nun zweigt es immer
und blüht so fort.
Goethes erste Begegnung mit Christiane war im Juli 1788 im Park an der Ilm in Weimar. Die Beiden lebten 28 Jahre zusammen, 18 davon in wilder Ehe, was damals ein enormer gesellschaftlicher Druck vor allem für Christiane bedeutete.