Hoffmann von Fallersleben
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 06.10.2021, 15:45
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1. Oh, wie ist es kalt geworden
Und so traurig, öd und leer.
Kalte Winde weh’n von Norden
Und die Sonne scheint nicht mehr.
2. Auf die Berge möcht' ich fliegen,
möchte seh'n ein grünes Tal,
möcht' in Gras und Blumen liegen
und mich freu'n am Sonnenstrahl.
3. Möchte hören die Schalmeien
und der Herden Glockenklang.
Möchte freuen mich im Freien
an der Vögel süßem Sang!
4. Schöner Frühling, komm‘ doch wieder!
Lieber Frühling, komm‘ doch bald!
Bring uns Blumen, Laub und Lieder,
schmücke wieder Feld und Wald.
MEHR ÜBER DIESEN AUTOR
Als „stets heiter, anregend, vielseitig, kampfbereit ohne Böswilligkeit, liebenswürdig, bescheiden, ohne Hochmut und Stolz" beschrieb einst Alexander Wilhelm Gottschalg im Jahre 1881 August Heinrich Hoffmann (*1798 - †1874), besser bekannt als Hoffmann von Fallersleben. Hoffmann reiste und arbeitete viel in ganz Deutschland, bevor er nach Weimar übersiedelte um dort auf kultureller Ebene zu arbeiten und wirken. Er galt durch seine sozialkritischen und politischen Dichtungen, die sich gegen den Adel, einen Polizeistaat, die Dogmatisierung von Bildungsgütern und den preußischen Militarismus richteten als „persona non grata" und war sogar eine Zeit lang heimatlos. Doch Weimar als „Zentrum des Liberalismus" nahm ihn, aufgrund der Bemühungen von Franz Liszt und Bettina von Arnim, im Jahre 1854 auf. Aber auch hier war er nicht unbedingt ein gern gesehener Gast, ließ sich aber trotz Anfeindungen und Intrigen nicht von seinen Vorhaben abbringen.