Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

7 7

Heimweh nach Rügen

Von Feierabend-Mitglied Freitag 02.10.2020, 13:00 – geändert Donnerstag 20.05.2021, 19:55

O Land der dunklen Haine,
O Land der blauen See,
O Eiland ,das ich meine,
Wie thut`s nach dir mir weh !

O wie mit goldnen Säumen
Die Flügel rings umwebt,
Mit Märchen und mit Träumen
Erinn`rung zu mir schwebt !

O Eiland grüner Küsten ,
O bunter Himmelsschein ,
Wie schlief an deinen Brüsten
Der Knabe seelig ein !

Die Wiegenlieder sangen
Die Wellen auf der See
Und Engelharfen klangen
Hernieder aus der Höh` .

So locken deine Minnen
Mit längst verklungenem Glück
Den grauen Träumer hinnen
In alter Lust zurück.

Fern, fern vom Heimatlande
Liegt Haus und Grab* am Rhein.
Nie werd´ an deinem Strande
Ich wieder Pilger sein.

Drum grüß ich aus der Ferne
Dich Eiland lieb und grün,
Sollst unterm besten Sterne
des Himels ewig Blühn !

Ernst Moritz Arndt
1769-1860

* ein Sohn von E.M.Arndt
ist im Rhein ertrunken

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Deutsche Lyrik > Forum > Heimweh nach Rügen